Eine Tau­ben­freun­din will in Rott­weil Gift­kö­der für die Tie­re gefun­den haben. Ob zudem Brun­nen im Innen­stadt­be­reich ver­gif­tet wor­den sind, ist unklar. Die Poli­zei ermit­telt.

Am Diens­tag­mor­gen hat Arzu Paj, die sich um Rott­weils Tau­ben küm­mert, mit Rat­ten­gift getränk­te Hafer­flo­cken vor dem ehe­ma­li­gen Feu­er­wehr­haus gefun­den. „Wir haben dann sofort die  Poli­zei infor­miert“, so Paj, und dann zusam­men mit einer Mit­ar­bei­te­rin des Tier­heims das ver­gif­te­te Fut­ter ent­fernt. „Das sah so komisch rosa aus, und dazwi­schen war Gra­nu­lat.“ Auch in zwei Brun­nen, dar­un­ter dem auf dem Müns­ter­platz, fand sie eine ver­däch­ti­ge Sub­stanz, inzwi­schen hat der Betriebs­hof das Was­ser abge­las­sen und die Brun­nen gerei­nigt. 

Paj hat ers­te Anzei­chen für eine Ver­gif­tung bei ein paar Tie­ren ent­deckt, und beim Tier­arzt ein Gegen­mit­tel geholt, „aber das ist echt schwie­rig, es gelingt sel­ten, sie zu ret­ten.“

„Was die offen­bar ver­gif­te­ten Tau­ben­kö­der angeht, ermit­telt das Poli­zei­re­vier noch. Bis­lang konn­te kein Tat­ver­däch­ti­ger ermit­telt wer­den. Die Köder wur­den vor­sorg­lich sicher­ge­stellt“, schreibt Poli­zei-Pres­se­spre­cher Micha­el Aschen­bren­ner.

Bezüg­lich der Brun­nen „haben wir kei­ne gesi­cher­ten Erkennt­nis­se, dass es sich bei der Sub­stanz um Gift han­delt. Mög­li­cher­wei­se eine Ver­un­rei­ni­gung im Rah­men der Mai-Nacht.  Pro­ben haben wir in die­sem Fall nicht“, sagt der Poli­zei­spre­cher, man wol­le nun in dem Bereich ver­stärkt kon­trol­lie­ren.

Arzu Paj ist völ­lig ver­zwei­felt, ver­steht nicht, war­um es Men­schen gibt, die so etwas machen. Wei­te­re Tier­schüt­zer sind in Sor­ge. „Wir hof­fen, dass kei­ne Tau­ben zu Scha­den gekom­men sind. Da nicht nur Tau­ben son­dern auch ande­re Haus­tie­re und auch Kin­der die­sen Platz auf­su­chen, wol­len wir gar nicht wis­sen was noch pas­siert wäre“, schreibt der Tier­schutz­ver­ein auf sei­ner Face­book­sei­te.