Scheuch und HK vergleichen sich

Kein Prozess am Freitag

HK-Chef Norbert Scheuch kommt am 15. August 2017 zum Interview. Foto: him

Es hat­te sich schon ange­deu­tet. Die Fir­ma Heck­ler und Koch und ihr ehe­ma­li­ger Vor­stands­vor­sit­zen­der Nor­bert Scheuch haben einen Ver­gleich geschlos­sen.

Am Diens­tag­mor­gen woll­te der Spre­cher des Land­ge­richts Rott­weil Dr. Thi­lo Reb­mann noch nicht sicher sagen, ob es zu dem Gerichts­ter­min am Frei­tag kommt, bei dem es um die Kla­ge Scheuchs gegen sei­nen Ex-Arbeit­ge­ber gehen soll­te. Da war klar, die bei­den Sei­ten ver­han­deln noch über einen außer­ge­richt­li­chen Ver­gleich. Am Abend mel­det der Schwarz­wäl­der Bote, Scheuch habe sich mit dem Waf­fen­her­stel­ler ver­gli­chen. Details habe die­ser aber nicht genannt.

Scheuch hat­te beim Obern­dor­fer Waf­fen­her­stel­ler mit einer neu­en Unter­neh­mens­po­li­tik, aber auch mit der Ent­las­sung des alt­ge­dien­ten HK-Man­nes Marc Roth für Auf­se­hen gesorgt. Nach einer Aktio­närs­ver­samm­lung Mit­te August, nach der Scheuch auch der NRWZ ein Inter­view gab, hat­te der Auf­sichts­rat den Mana­ger zwei Wochen spä­ter gefeu­ert. Roth wur­de kurz danach wie­der ein­ge­stellt. 

Scheuch hat­te sich offen für die For­de­rung eini­ger kri­ti­scher Aktio­nä­re gezeigt, einen Fonds für die Opfer von Heck­ler-und-Koch-Waf­fen zu schaf­fen. Er hat­te außer­dem ange­kün­digt, Heck­ler und Koch wer­de künf­tig Waf­fen nur noch in „grü­ne“ Staa­ten ver­kau­fen.

Scheuch hat­te nach sei­nem Raus­wurf auf Wie­der­ein­stel­lung geklagt, ein Gerichts­ter­min im Dezem­ber war geplatzt. Nun haben bei­de Sei­ten sich ver­gli­chen. Scheuchs Vor­gän­ger Nico­la Mari­nel­li, eben­falls nach nur weni­gen Mona­ten im Amt im Unfrie­den gegan­gen, pro­zes­siert wei­ter­hin. Ende Janu­ar gab das Unter­neh­men bekannt, dass neu­er Chef Dr. Jens-Bodo Koch wer­den sol­le. Er wer­de zum 1. Mai in Obern­dorf anfan­gen.