Benachrichtigung

Leichtes Beben im Zollernalbkreis

Seismografen wie dieser Zeichen Erdstöße auf. iStock-Foto, Bildnachweis: Furchin
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Im Zollernalbkreis hat sich am Donnerstagvormittag ein leichteres Erdbeben ereignet. Die Stärke wird in einer ersten, automatisiert ausgegebenen Meldung mit 2,4 beziehungsweise 2,5 angegeben. Damit war es vor Ort, in einem Bereich nahe der Gemeinde Dotternhausen, wahrnehmbar.

Der Schweizerische Erdbebendienst vermeldet, das Beben habe mit einer Stärke von 2,4 um 10.57 Uhr stattgefunden. Meldungen von Nutzern, die es gespürt haben, liegen aktuell nicht vor. Der Landes-Erdbebendienst Baden-Württemberg hat noch keine Informationen zu dem Ereignis veröffentlicht. Eine weitere Quelle gibt die Stärke des Bebens mit 2,5 an.

Erdbeben gehören zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen der Erde – und zu den gefährlichsten. Sie entstehen, wenn sich Spannungen zwischen tektonischen Platten entladen. Wie stark ein Beben tatsächlich war, zeigt die sogenannte Magnitude, meist gemessen nach der Momenten-Magnituden-Skala (Mw), die die frühere Richter-Skala abgelöst hat.

Ein leichtes Erdbeben mit einer Magnitude unter 3,0 wird oft kaum wahrgenommen, höchstens als leises Zittern. Ab 5,0 beginnen Gebäude zu schwanken, und lose Objekte geraten ins Rutschen. Starke Beben zwischen 6,0 und 6,9 können bereits erhebliche Schäden anrichten – etwa an älteren Bauwerken. Alles über 7,0 bedeutet umfassende Zerstörung: Mauern stürzen ein, ganze Regionen geraten ins Wanken.

Wie nah solche Zahlen dem Alltag kommen, zeigt der Blick in den Zollern-Graben auf der Schwäbischen Alb: Die Region rund um Albstadt und Jungingen gehört zu den seismisch aktivsten Gebieten Mitteleuropas. Dort treten jedes Jahr zahlreiche kleine Beben auf. Zuletzt wurden wiederholt leichte Erdstöße registriert, meist mit Magnituden deutlich unter 3,0 – spürbar für manche Anwohner, aber in der Regel ohne Schäden. Historisch ist die Zone durch stärkere Ereignisse mit Magnituden um 5,5 bis 5,7 bekannt geworden, die bis heute nachwirken und die Region als Erdbebenzone 3 prägen.

Doch nicht nur die Stärke zählt. Auch Tiefe, Bauweise und Bevölkerungsdichte beeinflussen, wie schwer ein Erdbeben spürbar wird. So kann ein flaches, aber „kleines“ Beben gefährlicher sein als eines, das tief in der Erdkruste stattfindet. Die Skala mag Zahlen liefern – die wahre Wirkung eines Bebens zeigt sich erst dort, wo Menschen leben.

Die Aktion Deutschland hilft stellt eine Übersicht zum Thema zur Verfügung.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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