Südwestmesse endet erfolgreich

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Villingen-Schwenningen/Schramberg. In diesen Minuten endet die Südwestmesse. Die zweite Messe nach der Coronapause war wesentlich besser besucht als die im Vorjahr. „Wir sind voll zufrieden“, so Jan Goschmann von der Geschäftsführung der Messegesellschaft zur NRWZ. Bei den Besucherzahlen liege man bei etwa 6000 mehr als im Vorjahr.

Auch bei den etwa 500 Ausstellern spricht Goschmann von einem „Riesensprung“ im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch liegen die Zahlen noch deutlich unter denen in der Vor-Coronazeit. In den besten Jahren waren um die 100.000 Besucherinnen und Besucher nach Schwenningen aufs Messegelände geströmt, und hatten mehr als 750 Aussteller Standplätze gebucht.

Im Außengelände. Foto: him

Messe spiegelt die wirtschaftliche Lage

„Die Messe spiegelt die wirtschaftliche Lage“, erläutert Goschmann. Viele Unternehmen litten nach wie vor unter Personalmangel, Lieferkettenschwierigkeiten und den mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen Preissteigerungen. Dass die Aussteller trotz der im Vergleich zur Vor-Coronazeit niedrigeren Besucherzahl zufrieden seien, zeige auch eine Umfrage, an der zwei Drittel der Aussteller teilgenommen haben. “85 Prozent haben die Messe mit sehr gut, gut oder befriedigend bewertet“, freut sich Goschmann. Die meisten hätten erklärt, sie kämen im kommenden Jahr wieder.

Melissa Hans von der Bundesbankfiliale in Villingen-Schwenningen erläuterte den Besucherinnen und Besuchern, woran man Falschgeld erkennen kann. Die Regel: Fühlen, sehen und kippen. Foto: him

Natürlich spürten die Händler auch die Online-Konkurrenz. Aber um eine Marke aufzubauen sei eine Messe unerlässlich, ist Goschmann überzeugt. Nur hier könnten die Kunden die Produkte fühlen, schmecken oder riechen. Besonders auch Start-ups sähen in der Südwestmesse eine Möglichkeit, ihre neuen Produkte zu präsentieren.

Gin und Schwarzwaldsouvenirs

Zwei Beispiele dafür aus Schramberg:  Rico Preusche präsentiert seinen „All in Gin“ erneut auf der Südwestmesse. Die zehn Tage seien zwar „anstrengend“, meint er im Gespräch mit der NRWZ, aber die Messe sei für ihn „sehr wichtig“, um seine Produkte bekannter zu machen. Der Umsatz in diesem Jahr sei deutlich besser als beim erste Mal.  Sein Gin sei zwar etwas teurer als anderer Gin, aber eine Flasche reiche so für ein Jahr. „Und dann kommen die Leute und nehmen gerne den Messerabat mit”, meint Preusche schmunzelnd.

Rico Preusche war mehr als zufrieden. Foto: him

Außer Gin bot er in diesem Jahr auch Gewürze an. Neben dem Verkauf sind dem All-in-Gin-Gründer „das Feed-back“ und die Gespräche mit den Kundinnen und Kunden besonders wichtig. Für ihn ist klar, er wird nächstes Jahr wieder auf der Messe vertreten sein.

Auch Andreas Hafner und sein Stand „SchwarzwaldMariele“ werden wieder kommen. Im Vergleich zum ersten Mal hat Hafner seinen Stand schon um das Dreifache vergrößert. Neben kreativen Geschenkideen aus dem Schwarzwald wie bemalte Tassen und T-Shirts bietet Hafner mit seinem Team nun auch Kaffee und besondere Uhren an. Teilweise stellen sie ihre Produkte selbst her. Andere wie die Uhren aus alten Brettern von Scheunentoren oder aus dem Holz von Streuobstwiesenbäumen fertigen Kooperationspartner, und das „Schwarzwald-Mariele“ sorgt für den Vertrieb.

Evelina Iacubino und Andreas Hafner am Stand des SchwarzwaldMarieles. Foto: him

Die Gestaltung vieler Motive übernimmt Evelina Iacubino, in Schramberg besonders für ihre Body-Paintings-Aktionen bekannt. Auch auf der Messe hat sie gezeigt, wie ihre Motive entstehen. Auch für Hafner ist die Messe eine wichtige Möglichkeit, mit den Käuferinnen und Käufern seiner Produkte ins Gespräch zu kommen. Außerhalb der Messe vertreibt er mit seinem fünfköpfigen Team seine Produkte über inzwischen 180 Einzelhandelsgeschäfte im gesamten Schwarzwald aber auch schon bis ins Bayrische und in Vorarlberg. Auch Hafner war sehr zufrieden. „Wir hatten schon bis Donnerstag den Umsatz vom letzten Mal.“

Info: im kommenden Jahr findet die Südwestmesse vom 25. Mai bis 2. Juni statt.

Foto: him

 

 

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.