Auto von Baum „erschlagen“ – Fahrer fährt im Schock weiter

Bei einem Unfall zwischen Flözlingen (Kreis Rottweil) und Weiler ist ein Autofahrer am Donnerstagabend schwer verletzt worden. Zunächst hieß es, sein Wagen habe sich auf schneeglatter Fahrbahn überschlagen. Dem ist nach neuesten Erkenntnissen der Unfallermittler nicht so.

Update Freitag, 14.40 Uhr – die Polizei berichtet wie folgt:

Riesenglück im Unglück hatte ein 38-jähriger Fahrer eines Skoda auf der Kreisstraße zwischen Weiler und Flözlingen in einem Waldstück. Aufgrund von kräftigen Sturmböen fiel eine Tanne geradewegs vor dem herannahenden Auto um und traf direkt das Dach seines Kombis. Der Fahrer versuchte zuvor noch vergeblich anzuhalten und nach rechts ins Bankett auszuweichen. Der schwere Stamm traf dennoch das Auto in der Mitte und drückte das Dach an der vorderen Hälfte fast bis zur Motorhaube ein. Wie durch ein Wunder verletzte sich der Fahrer nur leicht am Kopf, musste aber zur Beobachtung dennoch in einem Krankenhaus bleiben. An dem Skoda entstand Totalschaden von 15.000 Euro.

Unser ursprünglicher Bericht

Die Feuerwehr Zimmern hatte am Abend bereits einen Baum auf der Straße dort beseitigt – und Wrackteile eines PKW gefunden, die die Einsatzkräfte zunächst nicht zuordnen konnten. Wie die Polizei inzwischen ermittelte, ist der Wagen des Verunfallten dort von dem umstürzenden Baum getroffen worden. „Er wurde von dem Baum erschlagen“, so Feuerwehrsprecher Sven Haberer am späten Abend auf Nachfrage der NRWZ.

Der Mann sei noch „fast einen Kilometer“ weiter gefahren. Dann erst sei das Auto auf einem Feldweg zum Stehen gekommen. Der Fahrer habe den Einsatzkräften am Unfallort selbst erzählt, er habe sich mit seinem Wagen überschlagen. „Er war ziemlich verwirrt“, so Feuerwehrsprecher Haberer. Er habe unter Schock gestanden.

Der Mann ist vom Rettungsdienst betreut worden. Vor Ort war eine große Anzahl an Rettungskräften, darunter auch ein Notarzt. Als stellvertretender Kreisbrandmeister machte sich der Rottweiler Kommandant Frank Müller ein Bild der Lage.

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Die Anfahrt gestaltete sich für die Ensatzkräfte äußerst schwierig, die Wetterbedingungen waren schlecht, die Straßen glatt. Die Feuerwehr im Landkreis hatte zugleich viele Einsätze wegen des Sturms „Bianca“ abzuarbeiten.