Schwerer Verkehrsunfall bei Dietingen – Polizistin zudem angefahren

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Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Donnerstagnachmittag auf der Kreisstraße zwischen Dietingen und Böhringen, an der Abzweigung Richtung Irslingen. Zwei Pkw prallten zusammen. Zwei* Menschen wurden verletzt, glücklicherweise niemand lebensgefährlich. Während sie den Verkehr regelte ist bei den laufenden Einsatzarbeiten zudem eine Polizistin angefahren worden. Schon die Rettungskräfte des DRK empfanden die Situation vor Ort als gefährlich.

Der Unfall geschah an der unfallträchtigen Kreuzung nach Irslingen nahe Mariahochheim. Die Ursache war zunächst unklar, die Polizei, die mit einer Streife vor Ort war, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Eine 23-jährige Polizeibeamtin wurde dabei leicht verletzt, als sie den Verkehr an der Unfallstelle vorbei leitete. Ein 75-jähriger Fahrer eines Mercedes war auf der K 5562 aus Rottweil kommend unterwegs. In Schrittgeschwindigkeit unterwegs übersah er nach Angaben der Polizei vermutlich bei Regen und Dunkelheit die Beamtin. Der Wagen erfasste die junge Frau, wodurch sie auf den Boden fiel und sich dabei leicht verletzte. Ein Rettungswagen brachte die 23-Jährige zur medizinischen Behandlung in eine Klinik. Am Mercedes entstand kein Schaden.

Der Unfall selbst forderte zwei leicht verletzte Personen* und rund 70.000 Euro Sachschaden. Und so spielt er sich ab: Kurz vor 16.30 Uhr war ein 69-Jähriger mit einem BMW von Gösslingen kommend in Richtung Irslingen unterwegs. Am “Irslinger Kreuz” fuhr der Mann geradeaus und prallte mit einem Audi A3 eines 34-Jährigen zusammen, der auf der K 5562 von Böhringen in Richtung Rottweil fuhr.

Bei dem Unfall zogen sich der Audifahrer und sein 30-Jahre alter Beifahrer leichte Verletzungen zu. Sie mussten in eine Klinik gebracht werden. Aus beiden Wagen traten Betriebsstoffe aus. Die alarmierte Feuerwehr Dietingen, die mit drei Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften zur Unfallstelle kam, säuberte die Straße. Die Einsatzleitung hatte Dietingens Feuerwehrkommandant Dominik Weißer. Abschleppdienste kümmerten sich um den Abtransport der beiden nicht mehr fahrbereiten Autos.

Der Unfall beeinträchtigte den Feierabendverkehr an der Kreuzung ein wenig. Sehr zum Verdruss der Retter des DRK fuhren einige Autofahrer anfangs allzu zügig an der Einsatzstelle vorbei und gefährdeten so die Rettungsmaßnahmen. Als die Polizei auch die Verkehrsregelung übernahm, ließ das nach – bis der erwähnte Mercedesfahrer kam.

*Während der laufenden Rettungsarbeiten ging das DRK noch von drei Verletzten aus, was wir entsprechend zunächst gemeldet haben. Tags darauf hat die Polizei die Zahl auf zwei reduziert.

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Peter Arnegger (gg)https://www.nrwz.de
... ist seit gut 25 Jahren Journalist. Mehr über ihn hier.