Villingendorfer Baseballer-Benefizkonzert ein großer Erfolg

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Strong für die Cavemen: die Mitwirkenden beim großen Benefizkonzert. Foto: Thomas Decker, Team Ralf Graner Photodesign

Fast aus­ver­kauft war das Bene­fiz­kon­zert für die Base­bal­ler am Sams­tag­abend in der Vil­lin­gen­dor­fer Hal­le. Fünf Bands und der Solo­mu­si­ker Mar­cel Sin­ger hat­ten sich zusam­men­ge­tan für die­sen Abend, mit dem man den Cave­men hel­fen möch­te, ihr im Novem­ber abge­brann­tes Ver­eins­heim wie­der auf­zu­bau­en. Und das mit Erfolg: Mehr als 600 Besu­cher tanz­ten und fei­er­ten bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den.

Mar­cel Sin­ger mach­te den Auf­takt mit sei­nen Lieb­lings­songs von den Beat­les, von Geor­ge Ezra oder Udo Lin­den­bergs „Cel­lo”. Sei­ne ein­fühl­sa­me Inter­pre­ta­tio­nen waren eher was zum Zuhö­ren, getanzt wur­de dann bei The Wot­cha Blo­kes, die­sen vier Her­ren mit ihren Sai­ten­in­stru­men­ten. Gitar­ren­las­tig wäre unter­trie­ben, denn hier wird rein­ge­langt in den Bass, die Gitar­ren und die Uku­le­le, ein star­ker Sound war das, und stark auch die Songs wie „Sweet Home Ala­ba­ma”, „The Voice of Sum­mer” oder „Cha­sing Water­falls”, letz­te­res hat­ten die Jungs kur­zer­hand zum Reg­gae umfunk­tio­niert, und auch Joni Mit­chells gro­ßes gel­bes Taxi durf­te nicht feh­len. Ohne Zuga­be durf­ten sie dann auch die Büh­ne nicht ver­las­sen, und die würz­ten The Wot­cha Blo­kes mit einer hal­len­fül­len­den LaO­la zum Ele­fan­ten-Kin­der­lied.

Rock’N’Roll pur, das ist, was Back Alley 21 zu bie­ten haben. Auch hier dür­fen die Gitar­ren nicht feh­len, fet­te Soli gab’s gar, so, wie sich das eben gehört. Sie gaben Voll­gas, die vier Her­ren mit der stimm­ge­wal­ti­gen Mona Mutsch­ler am Mikro, und jetzt war das Publi­kum nicht mehr zu hal­ten, ganz nach dem Mot­to „Keep on Rocking in a Free World” brauch­te da nicht nur Melis­sa Ethe­r­idge irgend­wann drin­gend was zu trin­ken, weil ihr die süßen Teu­fel die See­le geklaut hat­ten. Rock-Klas­si­ker, bis der Arzt kommt, und auch hier die unver­meid­li­che Zuga­be. Und dann hieß es Büh­ne frei für die jun­ge For­ma­ti­on Project5, die aller­dings zunächst nur aus Key­boar­der And­re Süt­ter­lin bestand. Die vier Sän­ge­rin­nen über­lie­ßen ihm das Intro von „Don´t let go” und san­gen dann aus dem Off, um dann sin­gend die Büh­ne zu betre­ten. Das kam an, eben­so ihre Ver­sio­nen von „Caro­li­ne” oder „Bon­fire Heart”. Sie lie­ßen kur­zer­hand die For Non Blon­des wie­der auf­er­ste­hen und beein­druck­ten mit Cha­ka Khans „Ain´t Nobo­dy”.

Front­frau Tati Mit­sche hät­te dann gleich auf der Büh­ne blei­ben kön­nen, denn sie hat­te gleich danach ihren Auf­tritt mit Intakt, gewohnt sou­ve­rän, aller­dings mit dem neu­em Sän­ger Patrick Schön­dienst an ihrer Sei­te. Der mach­te sei­ne Sache toll und zeig­te bei „Havan­na”, dass er auch die Trom­pe­te beherrscht – ganz neue Töne waren das. Jür­gen Korin­ger absol­vier­te einen Gitar­ren­ma­ra­thon, bei dem es natür­lich nicht an lila Regen feh­len und man schließ­lich ein­fach mal die Welt ver­ges­sen durf­te. Mit „Hei­mat­gold” gings dann über zum Punk­rock, nach­dem die Cheer­lea­der der Cave­men ihr Kön­nen gezeigt hat­ten. Die Metal­ler taten ihnen gleich, nicht im Tan­zen, aber sie spiel­ten in den Tri­kots der Vil­lin­gen­dor­fer und rock­ten dar­in die Hal­le kräf­tig durch. Bis mor­gens um zwei wackel­ten die Wän­de und beb­te der Boden, und nun darf man auf das Ergeb­nis der Abre­chung gespannt sein. Sicher ist: Der Abend war ein vol­ler Erfolg, denn nicht nur die Ein­tritts­gel­der, son­dern auch der Erlös der Küche wird gespen­det.