Am Mor­gen kam es zu einem Zwi­schen­fall auf einer Bau­stel­le in Dun­nin­gen (Kreis Rott­weil). Wegen eines medi­zi­ni­schen Not­falls sind die Ret­tungs­kräf­te zum Neu­bau eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses geru­fen wor­den. Sie kämpf­ten um das Leben eines Arbei­ters. Die­ser ist inzwi­schen in einer Kli­nik.

Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler im Gespräch mit der Leit­stel­le in Rott­weil. Er und Gerä­te­wart Her­mann Alf waren mit dem Kom­man­do­wa­gen nur fünf Minu­ten nach der Alar­mie­rung in Dun­nin­gen, die Dreh­lei­ter nur weni­ge Minu­ten spä­ter. Foto: gg

Ein Mit­ar­bei­ter eines im Kreis ange­sie­del­ten Maler­be­triebs habe „einen Schwä­che­an­fall erlit­ten oder womög­lich Schlim­me­res”, so Poli­zei­spre­cher Tho­mas Kalm­bach auf Nach­fra­ge der NRWZ. Nach ers­ten Ermitt­lun­gen vor Ort, eine Strei­fe der Poli­zei war da, geht die Poli­zei nicht von einem Arbeits­un­fall aus. Der Mann sei „ein­fach umge­kippt”, so Kalm­bach.

Das Rote Kreuz war mit einem Ret­tungs­wa­gen und dem Not­arzt an der Ein­satz­stel­le in der Orts­mit­te von Dun­nin­gen. Hin­zu geru­fen wur­de auch die Feu­er­wehr – für einen scho­nen­den Trans­port war die Dreh­lei­ter von­nö­ten, die den Pati­en­ten über einen Bal­kon aus dem ers­ten Stock zum Ret­tungs­wa­gen trans­por­tie­ren soll­te.

Dazu wäre eigent­lich die Hub­ar­beits­büh­ne aus Rott­weil ange­rückt, doch die­se ist der­zeit nicht ein­satz­be­reit. Ein Bau­teil ist defekt, Ersatz jetzt wäh­rend der Betri­ens­fe­ri­en des Her­stel­lers im Som­mer schwer zu bekom­men, so Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler zur NRWZ.

Im Ein­satz waren neben Mül­ler und der Besat­zung der Dreh­lei­ter auch Kame­ra­den der Feu­er­wehr Dun­nin­gen mit Kom­man­dant Vol­ker Hils und sei­nem Stell­ver­tre­ter Stef­fen Hils. Zu Brän­den und Ein­sät­zen mit der Dreh­lei­ter rückt die Rott­wei­ler Feu­er­wehr auch nach Dun­nin­gen und Lacken­dorf aus, zu schwe­ren Ver­kehrs­un­fäl­len die Schram­ber­ger. In Rott­weil hat­te sich eine wei­te­re Mann­schaft zur Unter­stüt­zung, falls gebraucht, bereit gehal­ten. Die­se Kame­ra­den konn­ten abrü­cken, weil ihre Dun­nin­ger Kol­le­gen vor Ort über­nom­men hat­ten. Der Ein­satz hat­te gegen 8.45 Uhr begon­nen.

Der Zustand des Arbei­ters war bis zuletzt kri­tisch, die Ret­ter ver­such­ten lan­ge, ihn zu reani­mie­ren.