Starke Rauchentwicklung aus einem Gebäude in einem Wohngebiet in Rottweil-Neufra: Aus noch unbekanntem Grund ist am späten Sonntagabend im Keller eines Wohnhauses ein Brand ausgebrochen. Die Rettungskräfte befanden sich im Großeinsatz.
Update, Montag, 5. Januar, 15.25 Uhr, de Polizei berichtet knapp: Aus bislang unbekannter Ursache brach in einer Einliegerwohnung eines Wohngebäudes Feuer aus. Die Feuerwehren Rottweil und Neufra konnten das Feuer löschen, das Gebäude ist aber bis auf weiteres nicht bewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 250.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.
Der Sprecher der Kreisfeuerwehr, Sven Haberer, schildert den Einsatz. Video: Blaulichtreport Rottweil
Unser Erstbericht. Die entscheidende Mitteilung zuerst: Menschen waren nicht in Gefahr, als die ersten Rettungskräfte eintrafen. Das bestätigten der Sprecher der Rottweiler Feuerwehr, Felix Daute, und der organisatorische Leiter Rettungsdienst, Marcus Stotz, gegenüber der NRWZ vor Ort. Der Feuerwehrsprecher erklärte, dass eine Person das Gebäude selbstständig verlassen konnte. Laut Stotz kümmerte sich der Rettungsdienst um eine Betroffene. Sie wurde vorsorglich untersucht, musste nicht ins Krankenhaus.
Ein kleiner Hund aber hat das Feuer nicht überlebt. Er ist von Einsatzkräften der Feuerwehr noch aus dem Gebäude gerettet worden. Leider vergeblich. Laut dem Einsatzleiter, Stadtbrandmeister Frank Müller, war der Feuerwehr von Anfang an bekannt, dass in dem Haus noch ein Hund vermisst wird. Neben der Brandbekämpfung hätten die Einsatzkräfte deshalb auch nach dem Tier gesucht. Als sie es dann endlich fanden, war es bereits zu spät.
Aus dem Gebäude drang bei Eintreffen der Feuerwehr dichter Rauch. Der zunächst recht niedrig alarmierte Einsatz wurde hochgestuft auf Gebäudebrand, Personen könnten in Gefahr sein, so die Befürchtung. Mehr und mehr Kräfte rückten an. Schließlich war eine Vielzahl an Einsatzkräften der Feuerwehr vor Ort, vornehmlich aus Neufra, aus der Altstadt und der Kernstadt, deren Abteilung in Vollalarm versetzt wurde. Die Abteilung Göllsdorf ist zudem nachalarmiert worden, weil im Fall des stark verbrauchten Gebäudes besonders viele Atemschutzträger benötigt würden, so der Rottweiler Feuerwehrsprecher Daute.

Das Rote Kreuz stellte einen Rettungswagen. Zudem war ein Notarzt an der Einsatzstelle eingetroffen. Vor Ort war auch Kreisbrandmeister Philipp Glunz.
Die Brandursache und der Grund des Entstehens sind bislang unbekannt. Die Polizei sollte die Ermittlungen übernehmen, sobald das Haus betretbar ist. Kurz vor 22:00 Uhr meldete die Feuerwehr, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Damit war der Einsatz noch lange nicht zu Ende. Laut Einsatzleiter Müller mussten die Feuerwehrleute noch die Fassade öffnen, um eventuelle Glutnester zu suchen. „Wir machen auf, bis wir Weiß finden“, sagte er. Also nicht durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogene Gebäudeteile.
Die DRK-Bereitschaft war laut OrGL Stotz nachalarmiert worden. Sie sollte die Versorgung der Einsatzkräfte übernehmen.
Seitens der Stadtverwaltung ist Fachbereichsleiter Bernd Pfaff an die Einsatzstelle geeilt, er wohnt in der Nachbarschaft. Bürgermeisterin Ines Gaehn sei auf dem Weg, sagte er der NRWZ. Wenig später war auch sie vor Ort. Pfaff drückte sein Bedauern über den tragischen Verlust des kleinen Hundes aus.
Die Besitzerin des Hundes und Bewohnerin des Hauses kommt nun laut dem Fachbereichsleiter bei Verwandten unter. Das Gebäude ist aktuell nicht bewohnbar.
Insgesamt sind laut Feuerwehrsprecher Daute 92 Kräfte der Feuerwehr für den Einsatz alarmiert worden. Darunter auch die Abteilung Hausen, die die Nachbesetzung im Gerätehaus übernommen hat.
Mitarbeiter des Betriebshofs der Stadt Rottweil kümmerten sich darum, die Einsatzstelle abzustreuen und damit besser begehbar für die Einsatzkräfte zu machen. Der Energieversorger ENRW entsandte Mitarbeiter, die das Gebäude vorsorglich vom Gas- und vom Stromnetz nahmen.






























