Mittwoch, 17. April 2024

Schwerer Lkw-Unfall bei Hinterlehengericht: Bundesstraße gesperrt +++ aktualisiert

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Schwerer Unfall auf der B 462 Schramberg-Schiltach. Zwei Lkws im Gegenverkehr zusammengeprallt. Der betroffene Abschnitt der Bundesstraße ist in beiden Fahrtrichtungen bis auf Weiteres gesperrt. Autofahrer sollten ihn weiträumig umfahren. Ein Rettungshubschrauber ist kurz nach 13 Uhr gelandet. Rettungsdienst und Feuerwehr sind im Einsatz.

Ein Trümmerfeld auf der Bundesstraße. Foto: him

Den Einsatzkräften bot sich ein Trümmerfeld. Zwei Sattelschlepper sind aufeinandergeprallt. Einer der beiden hat dann noch einen kleineren  Transporter erfasst. Über die Unfallursache ist noch nichts Näheres bekannt. Der Fahrer des LKW, der aus Richtung Schramberg kam, war wohl auf die Gegenfahrbahn geraten und ist dort mit dem anderen LKW kollidiert.  Der LKW kam schließlich von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Felswand. Dabei hat der Fahrer sich lebensgefährlich verletzt. Die Fahrer im anderen LKW und im Transporter verletzten sich schwer. Video hier.

Laut Feuerwehrsprecher Danny Barowka war die Rettung des lebensgefährlich verletzten Fahrers aus seiner total zertrümmerten Fahrerkabine sehr schwierig: “Wir mussten zwei Rettungssätze einsetzen.“

Als erste waren zwei Polizeibeamte vor Ort. Eine junge Polizistin, die auch Ersthelferin ist, und ihr Kollege konnten die Blutung aus einer Wunde stoppen. Bei der Aktion hat sich auch der Beamte leichter verletzt.

Großeinsatz von Feuerwehr und DRK

Vor Ort im Einsatz waren die Feuerwehren aus Schiltach und Schramberg. Daniel Sauter leitete den Einsatz zusammen mit dem Schiltacher Kommandanten Markus Fehrenbacher. Das DRK war mit mehreren Rettungsfahrzeugen auch aus dem Ortenaukreis vor Ort. Zum Abtransport der Verletzten waren die Rettungshubschrauber Christoph 66 und 11 auf einer Wiese neben der Straße gelandet. Am Unfallort war auch Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas.

Die Schramberger Feuerwehr ließ Diesel aus dem verunglückten LKW ab und streute die Fahrbahn ab. Mit einer Drohne der Feuerwehr aus Villingendorf machte die Polizei noch Aufnahmen vom Unfallgeschehen.

Die Straßenmeisterei hatte in Schramberg die Straße in Höhe des Autohauses Dold gesperrt und wies die Auto- und LKW-Fahrer an über Lauterbach und Hornberg Richtung Kinzigtal zu fahren. In Schramberg war das verstärkte Verkehrsaufkommen den ganzen Nachmittag zu spüren.

Die Straßenmeisterei ließ nur Anlieger passieren. Foto: him

 

Unklar ist laut einem Feuerwehrsprecher noch, wie lange die Sperrung der B 462 anhalten wird. (Stand 16.25 Uhr)

update Am frühen Abend meldet die Polizei dies:

Schwerer Unfall auf der B 462

Am Dienstag gegen 12.45 Uhr hat sich auf der B 462 zwischen Schramberg und Schiltach (Hinterlehengericht) ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 43-jähriger Fahrer eines Sattelzuges war in Richtung Schiltach unterwegs und kam aus bislang ungeklärter Ursache zu weit nach links auf die Gegenfahrbahn.

Ein entgegenkommender 38-jähriger Lenker eines Lkw versuchte noch auszuweichen, die Zugmaschinen kollidierten jedoch jeweils auf der Fahrerseite. Der Lkw des 43-Jährigen wurde anschließend abgewiesen und prallte frontal auf einen Felsen. Nachdem der 38-Jährige versucht hatte, auszuweichen, kam er vom rechten Bankett nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Mercedes Kleintransporter eines 29 Jahre alten Mannes.

Der durch die Kollisionen in seinem Führerhaus eingeklemmte 43-jährige Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend flog ihn ein Rettungshubschrauber in ein Klinikum. Ein zweiter Rettungshubschrauber brachte den verletzten 38-Jährigen in eine Spezialklinik. Der leichtverletzte 29-Jährige und ein Polizeibeamter, der sich bei Erste Hilfemaßnahmen verletzt hatte, kamen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.

Bei dem Unfall entstand ein Gesamtsachschaden von über 150.000 Euro. Während der Erstversorgung der Verletzten, für die Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge musste die Bundesstraße für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Diese dauert derzeit noch an.

 

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.