„Wegen Corona-Gegebenheiten“: Veranstalter sagt Towerrun Rottweil ab

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Sie hätten bis zuletzt alle Möglichkeiten geprüft, ihn doch stattfinden zu lassen, so ein Veranstalter zur NRWZ, nun aber stehe fest: Der Towerrun 2020, der erneut auf den Testturm Rottweil führen sollte, ist abgesagt worden.

Die NRWZ erfuhr das aus Teilnehmerkreisen. Derzeit werden Mails versandt, in der der Veranstalter, die Agentur Pulsschlag, die Absage bekanntgibt.

Pulsschlag bestätigt den Schritt auf Nachfrage. Hintergrund sind natürlich die Hygieneauflagen während der Corona-Pandemie. Zwar sei es noch denkbar gewesen, die Abstandsregeln einzuhalten, sagte ein Sprecher der Eventagentur. Aber in dem Treppenhaus des Testturms verbreiteten sich Aerosole stark, weswegen eine mögliche Infektion an viele Teilnehmer des Towerruns weiter gegeben werden könnte und man einfach kein Risiko eingehen wolle.

Am Sonntag, 20. September, sollte der mittlerweile dritte sogenannte Towerrun in Rottweil starten. Mehr als 1000 Treppenläufer werden dann die Möglichkeit haben, sich mit Gleichgesinnten 1390 Stufen hinauf auf 232 Meter Höhe im Rottweiler Testturm zu messen. Die Rede ist von 1200 Teilnehmern. Den sportlichen Höhepunkt sollte das Finale des Deutschen Towerrunning Cups 2020 darstellen. Der Veranstalter versprach ein hochkarätiges Starterfeld unter den ambitionierten Treppenläufern mit Kletterqualitäten.

Am heutigen Montag dann die Absage. In einer Mail an die gemeldeten Teilnehmer heißt es: „Die letzten Wochen – und noch intensiver die letzten Tage – haben wir versucht, den Towerrun an die Corona-Gegebenheiten anzupassen.“ Man habe alle Möglichkeiten geprüft und könne die Veranstaltung „mit den aktuellen Einschränkungen“ nicht verantwortungsvoll abhalten.

Als Ersatz plane man einen virtuellen Towerrun am 20. September und die Verlegung des echten aufs nächste Jahr. Den Termin haben die angeschriebenen Teilnehmer zugesandt bekommen.

Thyssenkrupp habe, so ließ der Sprecher der Agentur Pulsschlag im Gespräch mit der NRWZ durchblicken, ebenfalls Bedenken gegen eine Durchführung der Veranstaltung gehabt.

Bei der dritten Auflage des Towerruns in Rottweil sollten verschiedene Wettbewerbe angeboten werden. Neben dem Wettbewerb für Einzelstarter und Teams sollten auch die Feuerwehrleute wieder an den Start gehen – in Schutzkleidung mit und ohne Atemschutzgerät. Und der Polizeiwettbewerb sollte erstmalig als eigene Wertung laufen, bei der Frauen und Männer gewertet werden. Man geht davon aus, dass dieses Konzept ins neue Jahr übernommen werden wird.

Peter Arnegger (gg)
Peter Arnegger (gg)https://www.nrwz.de
... ist seit gut 25 Jahren Journalist. Mehr über ihn hier.