Foto: Andreas Maier

Nach dem für drei Men­schen töd­li­chen Ver­kehrs­un­fall am Sams­tag, kurz vor 23 Uhr, auf der Schwen­nin­ger Stei­ge (wir berich­te­ten) hat die Poli­zei ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen einen 32-jäh­ri­gen Mann ein­ge­lei­tet. 

Der Mann war nach Mit­tei­lung der Behör­den zu Fuß unter­wegs und kam zufäl­lig an der Unfall­stel­le vor­bei. Sogleich soll der 32-Jäh­ri­ge sein Smart­pho­ne gezückt und die Ret­tungs­maß­nah­men gefilmt haben, die beschä­dig­ten Fahr­zeu­ge und die Unfall­op­fer.

Gegen den Mann wur­de ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Ver­dachts des Straf­tat­be­stan­des der „Ver­let­zung des höchst­per­sön­li­chen Lebens­be­rei­ches durch Bild­auf­nah­men” ein­ge­lei­tet – ein Ver­ge­hen, für wel­ches das Straf­ge­setz­buch eine Frei­heits­stra­fe bis zu zwei Jah­ren oder Geld­stra­fe vor­sieht.

Das Smart­pho­ne wur­de beschlag­nahmt.

Ein 18-Jäh­ri­ger, der in einem der ver­un­fall­ten Wagen geses­sen hat­te, schwebt der­weil nach wie vor in Lebens­ge­fahr. „Das ist Stand der Din­ge”, so ein Poli­zei­spre­cher auf Nach­fra­ge der NRWZ.