Schwerverletzte forderte der Brand nicht, zwei Menschen aber kamen vorsichtshalber in eine Klinik. So war der betroffene Wohnwagen bewohnt. Es ist Teil eines Schausteller-Wohnparks.
Gegen 7.30 Uhr teilten Anwohner der Rettungsleitstelle den Brand eines Wohnwagens im Hinterhof eines landwirtschaftlichen Anwesens mit. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei befand sich der von einer Schaustellerfamilie genutzte Campingwagen in Vollbrand. Der Brand griff bereits auf einen im Nahbereich abgestellten Lastwagen über, berichtet die Polizei. Das Polizeirevier Rottweil hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf eine Brandstiftung ergaben sich bislang nicht.
Sämtliche Bewohner der Wohnwägen konnten diese rechtzeitig verlassen. Eine 45-jährige Frau sowie ein 48-jähriger Mann zogen sich leichte Verletzungen in Form einer Rauchgasvergiftung zu. Rettungswagen brachten sie in ein örtliches Krankenhaus. Der durch den Brand verursachte Sachschaden beläuft sich auf etwa 150.000 Euro.
Die Polizei lobt ausdrücklich das schnelle Eingreifen der Feuerwehrkräfte, wodurch weiterer Schaden habe abgewendet werden können. Angerückt sind die Kräfte der Feuerwehr Rottweil, die der Einsatzstelle zugeordnet sind, sowie zur Unterstützung Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Dunningen, Villingendorf und Zimmern. Die Einsatzleitung hatte Rottweils Stadtbrandmeister Frank Müller. Sie konnten den Schaden gemeinsam fast auf den Wohnwagen begrenzen. Lediglich die starke Hitzeentwicklung des Feuers zog einen weiteren Wohnwagen sowie ein nahegelegenes Gebäude in Mitleidenschaft.
Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen sperrte die Polizei die Bundesstraße 462 zwischen dem Abzweig Villingendorf und der alten B 462 nach Dunningen bis etwa 9.45 Uhr.
Zunächst war das Feuer auf kleiner Stufe gemeldet worden. Da der Wagen aber direkt an einem Wohngebäude steht und schließlich im Vollbrand stand, erhöhte die Leitstelle das Alarmstichwort auf B4, Gebäudebrand. Der Wohnwagen brannte aus, das Gebäude konnte offenbar durch eine Riegelstellung geschützt werden und wird nun kontrolliert, das erklärte der Rottweiler Feuerwehrsprecher Patrick Kohl.
Neben der Feuerwehr war auch der Rettungsdienst mit einer Vielzahl an Kräften vor Ort, darunter der organisatorische Leiter Rettungsdienst. Das DRK betreute sechs Menschen. Man geht aber nicht davon aus, dass es Schwerverletzte gibt. Laut dem organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Marcus Stotz, gibt es aber zwei Verletzte, die mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden mussten. Man geht von einer Rauchgasintoxikation aus.
Für die Dauer der Einsatzarbeiten ist die Bundesstraße 462 auf Höhe Hochwald voll gesperrt worden.
Rottweils Bürgermeisterin Ines Gaehn und Fachbereichsleiter Bernd Pfaff machten sich selbst ein Bild vor Ort. Später kam auch Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf hinzu. Gegen 8.20 Uhr konnte Einsatzleiter Müller die Kräfte zusammenrufen und einen Abriss über die Einsatzlage geben. Der Brand war zu diesem Zeitpunkt bereits gelöscht. Eine halbe Stunde später rückten auch Kräfte der eingesetzten Feuerwehren nach getaner und abgeschlossener Arbeit ab.














