Carport und Auto sind nur noch schwarze Gerippe. Foto: Peter Arnegger

Mit knapp 75 Kräf­ten ist die Feu­er­wehr am Mon­tag­abend in den Rott­wei­ler Teil­ort Zepfen­han aus­ge­rückt. Es war eine unge­prob­te Pre­mie­re im Echt-Ein­satz: Die Feu­er­wehr­leu­te kamen aus Rott­weil und aus Schöm­berg her­an geeilt. Die sel­ben Tags ver­häng­te Sper­rung der Bun­des­stra­ße 27 zwi­schen den bei­den Städ­ten im Kreis Rott­weil und im Zol­lern­alb­kreis hat die Feu­er­weh­ren zusam­men rücken las­sen. Um es vor­weg zu neh­men: Es klapp­te „lehr­buch­mä­ßig”, so ein Spre­cher.

Zunächst war das Feu­er als Hecken­brand gemel­det wor­den. Dann, drei Minu­ten spä­ter, um 19.51 Uhr, wur­de das Alarm­stich­wort auf „Brand 3”, das zweit­höchs­te, erhöht. Vor Ort brann­te ein Car­port lich­ter­loh. Die meter­hoch auf­schla­gen­den Flam­men droh­ten, auf ein Wohn­ge­bäu­de über­zu­grei­fen. Men­schen­le­ben in Gefahr, bedeu­tet das für die Ret­tungs­kräf­te. Sie gaben Gas. Die Rauch­wol­ke war der­weil schon von Rott­weil aus zu sehen.

Ich hat­te mir noch über­legt, ob ich wegen einer bren­nen­den Hecke rauf­fah­ren soll”, sag­te Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler vor Ort zur NRWZ. Dann aber hät­ten meh­re­re Anru­fer der Leit­stel­le ein grö­ße­res Feu­er gemel­det. Also mach­ten sich ins­ge­samt zwölf Fahr­zeu­ge auf den Weg in den Rott­wei­ler Teil­ort. 

Eines davon, ein Lösch­grup­pen­fahr­zeug, kam aus Schöm­berg. Deren Feu­er­wehr stell­te bei dem Ein­satz neun von 74 Ein­satz­kräf­ten. Es ist eine neue Alar­mie­rungs­ord­nung, die seit heu­te greift, weil die B 27 dicht ist und die Rott­wei­ler gera­de nach Zepfen­han über die Umlei­tungs­stre­cke Alt­stadt-Gölls­dorf-Fecken­hau­sen-Zepfen­han deut­lich mehr Zeit brau­chen als über die Umfah­rung und direkt über die Bun­des­stra­ße.

Es hat lehr­buch­mä­ßig geklappt”, lau­te­te das Urteil von Rott­weils Feu­er­wehr­spre­cher Rüdi­ger Mack. Stadt­brand­meis­ter Mül­ler zeig­te sich zugleich froh, dass die bei­den Feu­er­weh­ren über eine Kreis­gren­ze hin­weg die Zusam­men­ar­beit ver­ein­bart haben. Den Anstoß dazu hat­te Mül­ler sei­ner­zeit über die NRWZ und ihre Bericht­erstat­tung gege­ben.

Das Feu­er selbst war eine Sache für die Abtei­lun­gen Neu­kirch, Zepfen­han und Fecken­hau­sen, die zudem nach der neu­en, wäh­rend der mona­te­lan­gen Aus­rück­ord­nung eben­falls in den Nach­bar­ort beor­dert wor­den ist. Die Kame­ra­den die­ser drei Abtei­lun­gen haben den Brand laut Mül­ler selbst in den Griff bekom­men. Die aus Rott­weil etwa her­an geeil­te Dreh­lei­ter blieb in Bereit­stel­lung und konn­te bald wie­der abge­zo­gen wer­den. 

Für die zahl­rei­chen Ret­ter des Roten Kreu­zes, die samt dem Kreis­be­reit­schafts­lei­ter Micha­el Häring als soge­nann­ter Hel­fer vor Ort, ange­rückt waren, gab es nichts zu tun. 

Eine Strei­fe der Poli­zei – die wegen ander­wei­ti­ger Ein­sät­ze recht spät am Brand­ort ein­ge­trof­fen ist – mach­te sich dar­an, die Brand­ur­sa­che zu klä­ren.

Dem Feu­er fiel ein Klein­wa­gen zum Opfer, das Auto brann­te völ­lig aus. Der Car­port, unter dem es stand, ist eben­falls nur noch ein schwar­zes Gerip­pe. Die Ursa­che des Bran­des ist unklar. Die Höhe des Sach­scha­dens auch. Men­schen wur­den nicht ver­letzt.

Die Feu­er­wehr konn­te ein Über­grei­fen der Flam­men auf das Gebäu­de ver­hin­dern. Des­sen Fas­sa­de wur­de minu­ten­lang abge­löscht, um jede mög­li­che wei­te­re Brand­ent­ste­hung zu stop­pen. Da die Fens­ter gekippt gewe­sen sind, zogen Rauch­schwa­den ins Gebäu­de­in­ne­re. 

Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß war auch vor Ort – nicht orgi­när wegen des Feu­ers, son­dern als Renn­rad­fah­rer im grü­nen Dress. Offen­bar schau­te er auf sei­ner abend­li­chen Rad­run­de am Ein­satz­ort vor­bei.

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