Forstamt Rottweil warnt: Erhöhte Waldbrandgefahr wegen Rekordtemperaturen

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Die extrem hohen Temperaturen in den vergangenen Tagen haben die Böden austrocknen lassen. Zwar habe es immer wieder örtlich auch starken Regen gegeben, doch sei dies nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein gewesen, meldet das Forstamt Rottweil am Donnerstag. Es ist der bislang heißeste Tag des Jahres mit Temperaturen jenseits der 30 Grad. Und es hat – zwischen der Siedlung auf der Brücke und dem Hegneberg – in Rottweil bereits gebrannt.

Am Nachmittag ist die Feuerwehr Rottweil zur Siedlung auf die Brücke und zu einer Halfpipe für Skateboarder gerufen worden, die in der Grünfläche zum Wohngebiet Hegneberg hin liegt. Dort hatte ein Stück Wiese, insgesamt vielleicht 100 Quadratmeter, in Flammen gestanden. Jetzt ist der Bereich schwarz verkohlt.

Die Kriminalpolizei ermittelte dort. Die Kripobeamten vermuten zündelnde Kinder und haben diese vor Ort auch vernommen. „Kommt alle her, wir müssen sagen, wie wir heißen“, riefen sie ihren Kamerade zu. Und zu den Beamten: „Wir haben nichts gemacht!“ Die Kripo aber ermittelte nicht wegen einer Straftat, erfuhr die NRWZ, weil niemand gefährdet worden sei.

Der „Tatort“ liegt weit genug von bewohnten Häusern entfernt. Dass das Gras und dass gegebenenfalls Waldflächen brennen wie Zunder, davor warnte gleichen Tags das Rottweiler Forstamt. Der Großteil des Regens der vergangenen Tage sei nicht in den Waldboden gelangt, sondern ungenutzt in Gräben und Bächen abgeflossen, teilt die Behörde mit. 

Deshalb sei die Waldbrandgefahr derzeit hoch und werde sich weiter verschärfen können, vermuten die Forstamtsmitarbeiter.

Waldbrände vernichten nach Darstellung der Landratsamts-Behörde landesweit alljährlich wertvolle Waldflächen. Dabei würden die Lebensräume für viele im Wald lebende Insekten, Vögel und Pflanzen auf Jahre hinaus zerstört und enorme Schäden im Bereich des Boden- und Wasserschutzes verursacht. Die Waldbesitzer erlitten empfindliche Sachschäden mit erheblichen Kosten für die Wiederaufforstung. Mehr als die Hälfte der Waldbrände entstünden durch Fahrlässigkeit beim Umgang mit Feuer im Wald oder in der Nähe von Wald. „Waldbrände sind also durchaus ein vermeidbares Übel“, so das Forstamt in einer Pressemitteilung. Durch trockenes Gras, Laub, Reisig und Holz sei die Gefahr von Waldbränden besonders groß.

Das Forstamt des Landratsamts Rottweil bittet deshalb alle Waldbesucher beim Umgang mit Feuer äußerst vorsichtig zu sein und folgende Hinweise zu beachten:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Feuermachen ist nur an den offiziellen, mit einem schwarzen Flammensymbol auf weißem Grund gekennzeichneten Feuerstellen erlaubt.
  • Verboten ist auch das Grillen im Wald auf Gartengrillgeräten.
  • Offenes Feuer muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auf eigenen Grundstücken reduziert sich dieser Abstand auf 30 Meter.
  • Außerdem sind noch folgende Mindestabstände einzuhalten: 200 Meter von Autobahnen, 100 Meter von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, 50 Meter von Gebäuden.
  • Auch beim Unterhalten eines Feuers an erlaubten Stellen muss dieses immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen vollständig gelöscht werden.
  • Flaschen und Scherben können wie Brenngläser wirken und müssen deshalb nach einer Rast wieder mitgenommen werden.
  • Eine unachtsam weggeworfene Zigarette kann zu gefährlichen Waldbränden führen.
  • Das Verbrennen von Reisig und Ästen im Rahmen der Borkenkäferbekämpfung darf nur bei nasser Witterung durchgeführt werden und ist bei der Ortspolizeibehörde und bei der Feuerleitstelle (Tel. 0741 / 942 988 40) rechtzeitig vorher anzumelden.

Im Brandfall sind sofort die Feuerwehr (Tel. 112) und das Forstamt Rottweil (Tel. 0741/ 244 510) zu informieren.

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