Jubiläum glanzvoll gefeiert

50 Jahre Grundsteinlegung der Auferstehung Christi Kirche

13
Vor 50 Jahren ist der Grundstein für die Auferstehung-Christi-Kirche gelegt worden. Das wurde nun gefeiert. Foto: Andreas Linsenmann

In einem bewe­gen­den, fest­li­chen Got­tes­dienst haben die Rott­wei­ler Katho­li­ken am Sonn­tag den 50. Jah­res­tag der Grund­stein­le­gung der Auf­er­ste­hung Chris­ti Gemein­de gefei­ert.

Die Zere­mo­nie begann mit einer Rück­blen­de: Die Geist­li­chen, Minis­tran­ten und das Minis­te­ri­um ver­sam­mel­ten sich beim blu­men­ge­schmück­ten Grund­stein, wo Pfar­rer Jür­gen Rie­ger die deut­sche Über­tra­gung des Tex­tes der latei­ni­schen Grün­dungs­ur­kun­de ver­las.

Das Doku­ment, das am 25. April 1968 von Dekan Dr. Ochs in eine Kup­fer­kap­sel gelegt und ein­ge­mau­ert wur­de, for­mu­liert den Auf­trag, die neue Gemein­de sol­le „Herz und Haupt der Vor­stadt“ sein und „als Stadt auf dem Berg die Auf­er­ste­hung des Herrn ver­kün­di­gen“.

Dekan Mar­tin Stöf­fel­mai­er rief in sei­nen Begrü­ßungs­wor­ten in Erin­ne­rung, wel­chen Auf­bruchs­geist die neue Archi­tek­tur des Got­tes­hau­ses 1968 aus­ge­strahlt habe. Sie sei Aus­druck der Impul­se des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils, das Kir­che als Volk Got­tes ohne Hier­ar­chi­en defi­niert habe.

Ich war damals von die­sem Bau unge­mein beein­druckt“, gestand Stöf­fel­mai­er, der 1968 in Rott­weil sein Abitur abge­legt hat­te. Stöf­fel­mai­er wies zudem dar­auf hin, dass Rott­wei­ler Künst­ler die Kir­che maß­geb­lich aus­ge­stat­tet haben – ins­be­son­de­re Franz Fried­rich, der bei der Fei­er zuge­gen war, aber auch Sieg­fried Haas und Franz Bucher.

Beim Blick in die Gegen­wart schlug Stöf­fel­mai­er indes erns­te Töne an. Glau­be sei Gemein­schaft, beton­te er. Ange­sichts klei­ner wer­den­der Gemein­den schei­ne jedoch alles in Bewe­gung und vie­le sei­en ver­un­si­chert. Gleich­wohl sei­en alle ein­ge­la­den, auch in schwie­ri­gen Zei­ten an der Gemein­de wei­ter­zu­bau­en.

Da pass­te es, dass Jugend­li­che aus der Gemein­de einen neu­en Grund­stein prä­sen­tier­ten, der in bun­ten Far­ben ihre Hoff­nun­gen und Wün­sche spie­gelt – und in den nächs­ten Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den soll.

Pfar­rer Jür­gen Rie­ger, der den Jubi­lä­ums­got­tes­dienst leitete,griff das Tages-The­ma des Grund­steins auf und argu­men­tier­te, der Eck- und Grund­stein eines christ­li­chen Lebens sei Jesus Chris­tus. Er gebe Halt und Struk­tur und ermög­li­che es, den Weg zu einem guten Leben zu fin­den.

Der Jubi­lä­ums­got­tes­dienst wur­de von der Mäd­chenkan­to­rei und dem Müns­ter­chor über­aus fei­er­lich gestal­tet und war reich an Sym­bo­lik. So hüll­te etwa ein von Sieg­fried Haas gefer­tig­tes Weih­rauch­fass das Evan­ge­li­ar in fest­li­chen Dunst. Zudem wur­de immer wie­der wur­de die Auf­er­ste­hungs-The­ma­tik auf­ge­grif­fen und damit ein stim­mi­ger inhalt­li­cher Bogen gespannt – bis hin zum freu­de­strah­len­den Schluss­lied, dem auf Johan­nes Geis­sel zurück­ge­hen­den „Erde sin­ge, dass es klin­ge“.

Der fast einem Te Deum gleich­kom­men­de Hym­nus ver­ström­te einen der­art zupa­cken­den Auf­bruchs­geist, dass man glau­ben konn­te, den zukunfts­ge­wis­sen Elan von 1968 wie­der zu spü­ren. Bei wun­der­bar son­ni­gem Wet­ter wur­de die Fei­er nach der Mes­se mit einem Emp­fang fort­ge­führt.