Juliane Flittner wird Geschäftsführerin der Erich-Hauser-Stiftung

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Nach mehrmonatiger Vakanz hat die Kunststiftung Erich Hauser wieder eine Geschäftsführerin: Juliane Flittner aus Stuttgart wurde am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 1. Dezember tritt sie ihre neue Stelle auf der Saline in Rottweil an.

Es habe eine große Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern gegeben, erklärte Jürgen Knubben, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung. Was Juliane Flittner aus dem Feld heraushob, war neben einschlägigen Erfahrungen im Kulturmanagement, dass sie mit dem Thema Erich Hauer sowie der Stiftung bereits intensiv zu tun hatte: Im Rahmen eines fünfzehnmonatigen Stipendiums hat sie 2019/2020 die Bedeutung der Kunst des 2004 verstorbenen Stahlbildhauers im öffentlichen Raum erforscht. Eine Dokumentation in Buchform, finanziert vom Förderprogramm LEADER sowie dem Sammler Siegfried Weishaupt, macht diese umfangreichen Arbeit allgemein zugänglich.

Aber auch das weitere Profil Juliane Flittners passt zu den neuen Aufgaben: Sie hat an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg europäische Kunstgeschichte und Musikwissenschaft studiert und ein Masterstudium Kulturwissenschaft und Kulturmangement an der Hochschule in Ludwigsburg abgeschlossen. Nach Stationen unter anderem beim Wilhelm Hack Museum in Ludwigsburg, beim Heidelberger Stückemarkt sowie bei Theater und Orchester der Stadt Heidelberg war sie zuletzt bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen im Bereich Kommunikation und Sponsoring tätig.

Diese Erfahrungen dürften bei der Arbeit für die Hauser-Stiftung wertvoll sein. Am Freitag betonte Flittner, sie wolle eine mutige Stiftungskommunikation als Basis eines modernen Stiftungsmanagement betreiben. Darüber hinaus will sie die Stiftung noch stärker als Lernort und Kreativzentrum profilieren, die Digitalisierung verbessern, ein jüngeres Publikum ansprechen und zusätzliche Finanzierungwege finden, um die Stiftung auch in den nächsten Jahren lebendig zu halten.

Juliane Flittner tritt die Nachfolge von Dr. Heiderose Langer an, die im März 2021 nach 16 Jahren als Geschäftsführerin der 1996 gegründeten Stiftung in den Ruhestand verabschiedet worden war. Langer hatte sich mit vielfältigen Veranstaltungen erfolgreich dafür eingesetzt, dem Stiftungszweck entsprechend das Werk Erich Hausers sowie sein Kunst-, Wohn- und Arbeitsareal auf der Saline im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu halten und mit auch überregional ausstrahlenden Symposien, Ausstellungen, Konzerten, Künstlergesprächen und Vortragsreihen in den zeitgenössischen Kunstdiskurs einzubinden.