Die neue Sporthalle am Albertus-Magnus-Gymnasium (Campus-Turnhalle) wird nicht von einem Generalunternehmer (GU) gebaut. Einen entsprechenden Antrag zog die CDU-Gemeinderatsfraktion nach längerer Diskussion im Bauausschuss des Gemeinderats zurück.
Rottweil – Eigentlich eine gute Idee, wie auch die Sprecher der anderen Fraktionen fanden. Der Bau des Parkhauses auf der Großschen Wiese durch einen GU hatte ja auch gut geklappt, blieb im Zeit- und Kostenrahmen. Das könnte man ja auch beim Bau der Turnhalle nutzen, fand die Fraktion.
Doch da verglich die Fraktion Äpfel mit Birnen. So jedenfalls könnte man die Stellungnahme von Fachbereichsleiter Erik Fiss interpretieren. Denn das Parkhaus kam sozusagen von der Stange. Der GU konnte „hier im Wesentlichen seine in vielen Vorgängerbauten optimierten Konstruktionen und Abläufe einbringen.“ Die Planung der Campus-Sporthalle, der Ersatz für die ABG-Halle, sei „ein völlig anderer Fall“. Da lägen die Rahmenbedingungen ganz anders. Er nannte die besondere Topografie des Standorts und die „Schnittstellen zu benachbarten und angrenzenden Gebäuden“. Aber auch „… die Anforderung, eine sehr weitgehend definierte Turnhalle als optionale Komponente mitzudenken und in der Planung bis zum Entwurf sowie hinsichtlich der Baukosten in Varianten zu untersuchen.“ Eine Standardhalle zu bauen sei nie eine Option gewesen und habe auch bei der Diskussion im Gemeinderat keine Rolle gespielt.
Außerdem: Wenn jetzt auf einen GU umgeschwenkt würde, dann entstünden Mehrkosten. Denn es seien bereits Aufträge vergeben und Leistungen erbracht worden, die Teil von den Leistungen des GU seien. Diese müssten dann doppelt erbracht werden. Die bestehenden Verträge könne man auch nicht ohne weiteres auflösen. Außerdem würde sich dann die Fertigstellung um etwa acht Monate verzögern. Denn aufgrund der Vorschriften könnte der GU erst im Oktober 2026 feststehen, Baubeginn erst im Frühjahr 2027. Jetzt sei der Baubeginn für Mai vorgesehen.
Lob erfuhr die CDU für ihren Antrag von anderen Fraktionen. „Gut von der CDU, dass sie nachhakt“, sagte beispielsweise Elke Reichenbach (SPD+FFR). „Ein guter Antrag der CDU“, stimmte Hermann Breucha (FWV) ein. „Gut, dass diese Diskussion geführt wurde“, fasste CDU-Fraktionschefin Monika Hugger zusammen und zog ihren Antrag zurück.
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