Spektakulärer Unfall in der Nacht auf Sonntag in Rottweil: Ein Audi A4 kam in der Tuttlinger Straße stadtauswärts von der Straße ab, riss ein Verkehrszeichen aus der Verankerung, flog regelrecht durch die Böschung und blieb im Neckar stehen, an der gegenüberliegenden Uferseite. Zwei Menschen wurden verletzt und kamen in eine Klinik. Die Feuerwehr errichtete Ölsperren, das Umweltamt kam zur Einschätzung der Lage hinzu.
In der Nacht auf Sonntag ist in der Tuttlinger Straße in Rottweil ein Audi A4 von der Straße abgekommen und im Neckar zum Stehen gekommen. Zwei Menschen wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Abschleppdienst und Umweltamt waren im Einsatz.
Der Unfall ereignete sich gegen 0.30 Uhr. Gegen 2.30 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr und den Abschleppdienst beendet.
Nach bisherigem Stand war die Audi-A4-Limousine mit Rottweiler Kennzeichen stadtauswärts unterwegs. Bei dem Fahrzeug handelt es sich nach vorliegenden Informationen um einen Audi A4 3,5 TDI neueren Baujahrs. Der Wagen kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr ein Verkehrszeichen und riss es aus der Verankerung. Anschließend schoss das Auto die Böschung hinab und blieb am Ufer des Neckars im Fluss stehen.
Die Insassen müssen dabei erstaunliches Glück gehabt haben: Beim Durchbrechen der Böschung verfehlte das Auto mehrere ältere und größere Bäume. Nach Einschätzung vor Ort hätte der Unfall leicht noch deutlich schwerer ausgehen können. Das Fahrzeug muss die Böschung regelrecht hinabgeflogen sein. Darauf deutet auch ein auffälliges Bild an der Unfallstelle hin: In mehreren Metern Höhe hängt ein Reifen in einem der Bäume an der Böschung.
Ein Anwohner sagte gegenüber der NRWZ, in der Tuttlinger Straße werde häufig sehr schnell gefahren – in diesem Fall aber „unfassbar schnell“. Nach Erinnerung von Einsatzkräften und des Anwohners habe sich ein solcher Unfall dort bislang noch nie ereignet.
Die Feuerwehr wurde hinzugezogen, um auslaufende Betriebsstoffe zu sichern, informierte der Rottweiler Feuerwehrsprecher Marius Daute. Die Einsatzkräfte errichteten zwei Ölsperren – eine direkt am Fahrzeug im Wasser, eine weitere einige Meter flussabwärts. Von Seiten des Umweltamts kam ein Vertreter vor Ort, um die Lage einzuschätzen. Er lobte die rasche Arbeit der Feuerwehr. Außerdem wurde ein Abschleppservice angefordert, um das Fahrzeug zu bergen. Die Einsatzleitung der insgesamt 22 Kräfte in sechs Fahrzeugen hatte Rottweils Stadtbrandmeister Frank Müller.
Wie es genau zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Auch nähere Angaben zur Schwere der Verletzungen lagen zunächst nicht vor. Die Polizei ermittelt.












