Montag, 22. April 2024

Kinofest im Central Kino Rottweil

Mit selbstgedrehten Jugendfilmproduktionen der Nell-Breuning Schule Rottweil.

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spots. Bündnisse für Filmkultur, Jugend und Demokratie, ein Projekt der Deutschen Filmakademie, das kulturelles und soziales Engagement im ländlichen Raum stärken möchte, startete letztes Jahr in Rottweil. Als Abschluss der Arbeiten wird am Freitag, 1. März ab 16.30 Uhr im Central Kino in Rottweil ein Kinofest gefeiert. Ein Fest für Demokratie und Toleranz, mit Kurzfilmen für Jung und Alt und der Premiere der selbstgedrehten Jugendfilmproduktionen der Nell-Breuning Schule Rottweil.

Rottweil. In den letzten Monaten haben Schülerinnen und Schüler der Konrad-Witz-Schule und der Nell-Breuning-Schule Rottweil Themen wie „Vielfalt und Mitgestaltung“ in der Praxis erfahren und filmisch bearbeiten. Ebenfalls mit dabei ist das Central Kino in Rottweil, das Kinder-und Jugendreferat -KiJu sowie das Mehrgenerationen Haus der BruderhausDiakonie Rottweil. Als lokalen Projektkoordinator hat der Migrationsberater beim Freundeskreis Asyl Rottweil Mathis Heidger seine Erfahrungen tatkräftig eingebracht.

spots. hat die Stärkung von kulturellem und sozialen Engagement zum Ziel. Das Projekt der
Deutschen Filmakademie richtet sich gezielt an Schülerinnen und Schüler, an Kinos und soziokulturelle Einrichtungen vor Ort. Bereits bestehendes soziales und kulturelles Engagement wird durch spots. unterstützt und soll bestenfalls durch neue Bündnisse gestärkt werden.

Bereits im Oktober letzten Jahres sichteten Schülerinnen und Schüler der Konrad-Witz-Schule, unter der Leitung von Workshop-Leiterin Nehal Salem in einem Kurationsworkshop Filme unter diskriminierungskritischen Aspekten und erhielten dabei das Rüstzeug für die Kurationstätigkeit, um im Laufe des Workshops Teile des Programms für das Kinofest zu kuratieren.

Der Filmpraxis-Workshop unter der Leitung von Julia Milz und Peter Bräunig folgte vom 20.-24. November mit Schülerinnen und Schülern der Nell-Breuning-Schule. Im Rahmen des Workshops erhielten die Jugendlichen der ABR-Klasse (Vorbereitungsjahr Arbeit-Beruf) zunächst eine praxisbezogene Einführung ins Filmemachen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren mit sehr unterschiedlichen Backrounds, lernten eigene Drehbücher zu entwickeln, eigenen Geschichten in selbst gedrehten Kurzfilmen umzusetzen und unter fachkundiger Anleitung vor und hinter der Kamera zu agieren, um ihre Filme am Ende selbst zu schneiden.

Zum Abschluss der intensiven Projektphasen werden bei einem großen selbst kuratierten und organisierten Kinofest im engagierten Central Kino die Ergebnisse der Projektarbeit präsentiert und das Miteinander und neu gewonnene Selbstverständnis gefeiert.
Insgesamt war das Projekt auf mehrere Monate angesetzt und folgte dabei einem definierten Fahrplan: Im ersten Schritt wurden gemeinsame Ziele und Arbeitsweisen definiert. Es gab Workshops für die Bündnispartner, in denen sie sich mit den Themen „Antidiskriminierung“ und „Filmbildung“ auseinandersetzen.

Im ersten Workshop „Alle im Boot? Ein Grundlagenworkshop zu Normen und Diskriminierung“ ging es unter anderem um verschiedene Ebenen von Diskriminierungen. Im zweiten Teil „Alles so schön bunt hier – oder!? Repräsentation und Stereotype im Film“, der von der Filmvermittlerin Rebecca Heiler geleitet wird, werden Themen wie Identifikation, Repräsentation, Stereotype und Ausgrenzung anhand von filmischen Beispielen analysiert und diskutiert.

Am Ende des intensiven Austauschprozesses und der gemeinsamen Arbeit werden die Ergebnisse und das erfolgreiche Miteinander auf dem gemeinsam gestalteten Kinofest gefeiert. In der gesamten Zeit stand den Jugendlichen und Bündnispartnern kompetente Ansprechpartner mit Know-How zur Seite.

Durch praktische Anleitung in den konkreten Projekten wurden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen motiviert, sich aktiv einzubringen und Teil eines Projektes zu werden. Wachsendes Demokratieverständnis und Medienbildung gingenauf diese Weise Hand in Hand.

Info: Die Deutsche Filmakademie will mit ihrem neuen Projekt spots. Bündnisse für Filmkultur, Jugend und Demokratie kulturelles und soziales Engagement stärken. Das übergeordnete Ziel dabei ist stets die langfristige Etablierung und Unterstützung von regionalen Bündnissen: einem lokalen Kino als Kulturort, einer Schule und einer soziokulturellen Institution oder Jugendinitiative.

Bei spots. geht es um die Stärkung von Zivilgesellschaft und Filmkultur: Das Projekt richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren sowie Erwachsene und möchte mit Workshops zu Filmbildung und Antidiskriminierung das kulturelle Leben, die Vielfalt und den demokratischen Austausch an den jeweiligen Standorten stärken. Unter professioneller Anleitung lernen Jugendliche, eigene Clips für die große Leinwand zu drehen und sich kreativ einzubringen. Jedes der am Ende 36 lokalen Bündnisse wird bis zum abschließenden, selbst kuratierten und organisierten Kinofest von einem Mitglied der Deutschen Filmakademie als Pate oder Patin begleitet. Auch nach Abschluss des Projektes wird das Berliner spots.-Büro die bundesweite Vernetzung der spots-Partner und unter anderem auch durch die Schaffung von Online-Begegnungsräumen unterstützen.

Das Bildungsprojekt spots. Bündnisse für Filmkultur, Jugend und Demokratie der Deutschen Filmakademie wird von der Bundesregierung aus dem Etat für Kultur und Medien (BKM) sowie dem Sony Global Relief Fund for COVID-19 unterstützt. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Schauspieler Ulrich Matthes übernommen.

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Pressemitteilung (pm)
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