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Samstag, 13. April 2024

Bis auf Weiteres: Ende der Rottweiler Montagsdemos

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Pause auf unbestimmte Zeit: Mit den Montagsdemos, die als Corona-Proteste ihren Anfang genommen haben, soll offenbar bis auf Weiteres Schluss sein. Das verkündet ein leitendes Mitglied online. Zwei Jahre lang liefen die Proteste montagabends in Rottweil, wurden allenfalls für Weihnachten und die Fasnet unterbrochen – und auch das nicht immer.

(Rottweil). „Liebe Freunde und Unterstützer, die Pestvögel haben gestern nach der 101. Rottweiler Demo eine Pause auf unbestimmte Zeit verkündet.“ So erklärt es ein leitendes Mitglied einer Gruppe „Rottweil steht auf“ auf Telegram. In dem Chat des Messengers haben sich die Demonstranten ausgetauscht, nach einem starken Rückgang zählt die Gruppe wieder rund 560 Mitglieder. Dort geht es aktuell um Regierungskritik und den immer wieder aufkommenden Aufruf zu mehr Protest.

Dieser soll in Rottweil nun anscheinend beendet werden. Dort, wo er im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden immer noch groß war. Nicht mehr so groß wie zu früheren Zeiten, als weit mehr als 1000 Menschen durch die Stadt zogen. Während anderswo aber drei, vier, fünf Spaziergänger unterwegs waren – beispielsweise in Titisee-Neustadt, Stuttgart-Hedelfingen und Tettnang, die Zahlen stammen aus den Reihen der Spaziergänger und vom 19. Februar 2024 -, sammelten sich in Rottweil immer noch mehr als 100. Dafür gab’s zuletzt ein Glücksklee-Emoticon, weil der Protest in Rottweil doch unkaputtbar schien. Erst am Samstag brachten sie rund 100 Fahrzeuge auf die Straße, um gegen die Demo gegen die AfD zu protestieren. Oft aber saßen einzelne Personen in den Wagen.

Nun – jedenfalls anscheinend – das Ende: „Nach über zwei intensiven Jahren, in denen wir und auch unsere Familienangehörigen durch ‚Andersdenkende‘ Beleidigungen, Diffamierungen und Bedrohungen (sogar bis zum Tode) aushalten mussten und auch ausgehalten haben, überlassen wir nun das Feld den Kritikern der von uns gewählten Form der Demo“, heißt es auf Telegram bislang unwidersprochen. Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung hat ergeben, dass tatsächlich keine Demo für den kommenden Montag mehr angemeldet wurde. Wobei das nicht unbedingt klarstellt, dass auch keine Demo sein wird – sie seien mitunter auch mit nur wenigen Tagen Vorlauf angemeldet worden. Außerdem könnte nun eine andere Person oder Gruppe die entstehende Lücke füllen.

Das Ziel der Demonstranten sei es von „Anbeginn“ an gewesen, „zwar lautstark, aber friedlich zu demonstrieren“, heißt es weiter. „Beides ist uns gelungen, worauf wir trotz aller Kritik besonders stolz sind.“ Sie ließen sich weder von aufgestellten Kerzen von ihrem montäglichen Tun abbringen, noch von geschwungenen Peitschen zur Fasnetszeit. Die Polizei, die zwischenzeitlich ihre liebe Not hatte mit drohenden Ausschreitungen in der Stadt, erhält ebenfalls „ein Dankeschön … für das (fast) ausschließlich vertrauensvolle Zusammenwirken“.

Nicht nur die Polizei war gefordert, hauptsächlich Anwohnerinnen und Anwohner äußerten immer wieder Kritik an den oft lautstarken Demonstrationszügen montags zwischen 18 und 19 Uhr. Auch ihr Protest brachte kein Umdenken bei den sogenannten Spaziergängern.

Wogegen sie demonstrierten, das änderte sich offenbar im Laufe der Zeit. Auslöser waren die Corona-Maßnahmen. Nach deren Rücknahme kam zunehmend Kritik an anderen Politikfeldern auf – Ukrainekrieg, Energiekrise, Lebenshaltungskosten und Ähnliches. Zentrales Ziel: „Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung.“ Und den Sturz der „Ampelregierung“, versteht sich. An die jüngsten Bauernproteste versuchten sich die Montagsdemonstranten dranzuhängen, versuchten, aufgebrachte Landwirte zu einem gemeinsamen Auftritt zu gewinnen. Das gelang nicht in überzeugender Weise.

Nun bedanken sie sich bei ihren Mitstreitern im Telegram-Chat „für die Unterstützung und eure Solidarität, bitten aber gleichzeitig um Verständnis“. So könne sich wohl „kaum einer vorstellen, welchen zeitlichen und finanziellen Aufwand wir für die Sache in den letzten beiden Jahren betrieben haben“.

Ein Hintertürchen ist derweil offen: „Sollte sich an unserem Entschluss etwas ändern, wird es hier zeitnah veröffentlicht“, heißt es nach der Verkündung der Pause auf unbestimmte Zeit. Und abschließend: „Euch allen alles erdenklich Gute und bleibt wachsam!“

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43 Kommentare

  1. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, und die Kommentare zu allem NRWZ Nachrichten über die Montagsdemos durchgeschaut.
    Das sollte eigentlich wirklich jeder einmal tun. Sehr aufschlussreich, wenn man verstehen will, wie Rechtsradikalisierung abläuft.

    Angefangen von den ersten Beiträgen, wo die Kommentare noch mehrheitlich versichernd ausfielen, dass die Demonstraten aus jeder Schicht der Bevölkerung kämen und aus allen politischen Lagern und man sich vehement dagegen gewehrt hat, mit der AfD zu sympathisieren, wo man ja nichts dafür könne, wenn auch Rechte mitliefen oder sich sogar von ihnen instrumentalisiert fühlte, hin zu den Kommentaren jetzt.

    Jetzt, wo man so deutlich Flagge für die AfD bekennt, sei diese dann einfach nicht mehr rechtsradikal.
    Jetzt kann man öffentlich zu einer Partei stehen und „Rechts“ sei ja nichts weiter als eine Richtung auf dem demokratischen Spektrum.
    Umso erstaunlicher, als wir doch europaweit einen Rechtsruck verzeichnen. Die AfD hat ihr Parteiprogramm nicht geändert, im Gegenteil, verschärft.
    Aber nun heißt es, es hätte einen Linksruck gegeben. Verkehrte Welt in ihrer besten Form.

    Man kann sich darüber streiten, wie man das Wort „Nazi“ persönlich definiert. Fakt ist, die AfD ist rechtspopulistisch und ihr Ton wird immer schärfer. Fakt ist auch, dass die Montagsspaziergänger und ihre Keimzelle, die Pestvögel, auch Rechtspopulisten sind.

    Die Wortwahl, die Hetze, das Extreme sprechen Bände.

    Ich kann nur jeden dazu auffordern, sich nochmal die Beiträge und Kommentare seit 2021 durchzulesen und so selbst nachzuvollziehen, was da eigentlich passiert ist. Eine lehrreiche Lektion in puncto „wie kann es passieren, dass menschenverachtende Wortwahl und Einstellung salonfähig werden“.

    Ich hoffe, dass Rottweil daraus gelernt hat. Wir müssen ja nicht für alle Zeit die Esel im Geschichtsbuch bleiben. Die Pestvögel haben uns die Chance gegeben, zu begreifen, wie Volksverhetze passieren kann. Nehmen wir das Positive daraus mit.

    Falls sich die „Lücke“ am Montagabend schließen soll, dann wäre ich dafür, dass wir sie mit echtem Ärmel hochkrempeln und etwas für unsere Stadt tun füllen.
    Lasst uns wieder vermehrt die Einzelhändler unterstützen, unsere Stadt lebendig erhalten. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, den Montagabend als lokales Einkaufserlebnis zu etablieren und jeden Montag die Geschäfte bis 22 Uhr zu öffnen.

    Das wäre doch mal ein guter Grund, dass montags etwas im Städtchen los ist.

    • Haben Sie den Unterricht in Staatsbürgerkunde, als das Demonstrationsrecht behandelt wurde geschwänzt? Und was war mit dem „Industrielärm“ am vergangenen Sonntag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Fußgängerzone?

      • Haben Sie im Unterricht Lesekompetenz geschwänzt? Bloß weil jemand froh darüber ist, dass der Lärm vorbei is heisst das lange nicht, dass jemand das Demonstrationsrecht in Abrede stellt. Übrigens steht in diesem Recht nirgends, dass man das immer auf Kosten anderer machen darf. Kleine Lehrstunde aus dem Staatsrecht. Versammlungsrecht nach Art. 8 GG
        (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
        Und da kommt das dicke aber:
        (2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
        Oder um es in den Worten von Immanuel Kant zu sagen (magst du ja als Staatskundestreber sicher auch)
        „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt“
        Also Demonstrationsfreiheit wichtig und richtig, ob man hinnehmen muss, dass regelmäßig z.b. Lärmimmisiogrenzen überschritten werden ist z.b. sehr fraglich. Man könnte also auch ganz entspannt einige Auflagen machen, ohne gegen das Demonstrationsrecht zu verstoßen und um einen fairen Interessensausgleich zu anderen Rechten und Pflichten zu gewährleisten. Rechte findet ihr ja meistens super, aber (nochmals Staatskunde) damit gehen eben auch Pflichten einher

        • Alle Demonstrationen wurden angemeldet und gerichtlich für zulässig erklärt. Braucht’s noch mehr Rechtsstaatlichkeit?

          • Bitte nicht ablenken. Wo hat Lala etwas gesagt das nicht rechtsstaatlich ist? Neben der Demonstrationsfreiheit gibt es nämlich auch das Recht auf Meinungsfreiheit und das Gehupe und Gegröle als Psychoterror zu bezeichnen ist eben dadurch gedeckt.
            Übrigens, mal wieder Staatskunde, für zulässig erklären erstmal die örtlichen Behörden und nicht die Gerichte. Gerichte werden erst eingeschaltet wenn jemand gegen die Demonstranten klagt oder die Demonstranten nicht ihren Willen bekommen und somit gegen den Bescheid der örtlichen Behörden klagen. Beides ist nur bei der Montagsdemo nicht bekannt.
            Mann könnte glatt meinen ihr Vorname wäre Nix und checker vom Neckar nur der Nachname

          • Fragen Sie doch bei der Stadt Rottweil mal nach, wieviel Gerichtsverfahren die Demoveranstalter gegen sie geführt wurden und wie oft sie unterlegen ist. Sie haben keine Ahnung nix, aber davon ganz arg viel.

          • Jetzt zum dritten Mal: Wo hat Lala etwas gesagt das nicht rechtsstaatlich ist? wenn du nichtmal schaffst so eine einfache Frage zu beantworten, dann wäre ich nicht ganz so laut ;)
            Und wenn du dich so gut auskennst mit den Gerichtsverfahren, dann hast du sicher die Aktenzeichen dazu, oder einfach nur lieber eine starke Behauptung statt inhaltlicher Korrektheit? So wie du es schon in den anderen Nachrichten gemacht hast ;)

        • Demonstrationen, die andere nerven?
          Das ist der Zweck einer demonstration…
          egal wie laut egal wie lang ..
          Aber typisch ,, das es Menschen gibt die nach Gesetzen suchen um etwas zu verbieten.

          • Für die Gesetze muss man nicht suchen. Die sind extra dazu da das Leben in einer Gesellschaft zu regeln mit allen rechten und Pflichten. Schon witzig wie eine gewisse Gruppe sich immer auf die Rechte beruft (meistens sind es auch Rechte im Wortsinn) aber ihre Pflichten ignoriert. Merkt man übrigens auch darin wie Sänze sie Gegendemonstration verlegen wollte und wie der autokorso vor Gericht erwirken wollte in eine Fußgängerzone einfahren zu dürfen. Aber klar spiel wieder die Opferrolle ;)

          • Wer den Zweck einer Demo im nerven anderer vermutet, der sollte den Begriff doch nochmal nachschlagen. Klar darf eine Demo laut und unbequem sein, um gesehen zu werden. Wobei, die stillen Schweigemärsche damals gegen Rechte, die Asylbewerberheime angezündet haben wurden auch zu Demonstrationszwecken abgehalten…
            Wie dem auch sei, ich bin froh um meine Ruhe und viele andere mit mir.

    • Psychoterror war doch eher die Ganztags- und Abendlärmbelästigung am Samstag und Sonntag durch die Linken in der Innenstadt.

      Kaum ein Zuhörer da, aber Regler am Anschlag.

      Da könntest du dich mal beim Ordnungsamt ausheulen, das ja großzügig weggehört hat.

      • Du hast es wohl immer noch nicht ganz geblickt. Wenn man gegen Nazis ist ist man nicht zwangsläufig links. Wenn man Nazis wählt aber zumindest ein Steigbügelhalter der Nazis. 101 mal montagsdemo ist übrigens sicherlich etwas anders zu werten von der Lärmbelästigung als ein Wochenende. Oder ist Mathe auch nicht deine Stärke?

        • Wo kann man denn Nazis wählen? Magst du uns da mal aufklären?

          Und du hast es wohl immer noch nicht ganz geblickt. Wenn man gegen linke Zecken ist ist man nicht zwangsläufig rechts.

          • Bei der AFD kannst du Nazis wählen. Das versuche ich dir schon seit einigen Nachrichten zu erklären aber lesen ist wohl nicht so deins. Wie du aus dir dann ein uns machst ist mir schleierhaft oder spricht da eine multiple Persönlichkeitsstörung?
            Süß übrigens wie du einfach meine Aussage nimmst und Nazis mit linken zecken ersetzt. Führst du sonst Diskussionen mit „Spiegel“ und „immer zweimal mehr als du“? Klingt zumindest nach dir

          • Das musst du uns näher erläutern. Wo genau geht das? Wir finden es nicht. Google findet ebenfalls nichts.

            Und inhaltlich kommt nichts von dir? Einfach nur Spiegel und total blank?

          • Süß. Schau mal AFD und rechtsradikal. Und übrigens, wenn du mein argument nimmst und einfach nur die Protagonisten tauschst und sogar noch darauf hingewiesen wirst, dann zeigt es nicht gerade von Intelligenz zu behaupten inhaltlich kommt da nichts. Wenn dem so wäre kommt ja von dir nur die Kopie von nichts ;).
            Und wer ist das ominöse “wir” von dem du immer redest?

          • Was ist AFD? Wir wissen einfach nicht was du willst. Aber das ist ja nichts Neues.

            Und Nazis haben wir auch immer noch keine wählbaren gefunden.

          • Again: wer ist wir? Wenn du multiple Persönlichkeiten hast geh zum Arzt. Wenn nicht sprich nicht von wir, wenn nur du es bist. Wenn du nicht weißt was AFD ist, dann ist eh Hopfen und Malz verloren. Ist das eure Standardfrage?
            Und ja wählbar sind die Nazis der AFD nicht, zumindest nicht moralisch. Heißt leider nicht, dass die sich nicht trotzdem aufstellen und somit technisch wählbar sind. Die meisten blicken das mittlerweile ganz gut, dass man Nazis nicht wählen sollte, aber ein paar ewig gestrige wollen sie halt trotzdem wählen

      • Das stimmt die linken pazillen…schreien durch die Stadt..machen dann noch ein Volksfest …warscheinlich auch auf Kosten aller.

        • Es lautet Bazillen und nein, die Kosten haben die Bürger die einfach kein Bock auf Nazis haben (nicht gleichzusetzen mit linken Bazillen) selber getragen. Wohingegen der naziparteitag aus Steuergeldern finanziert wird (Stichwort Parteienfinanzierung). Und 101 mal den Verkehr blockieren und ne Stunde lärmen vs. 2 Tage Veranstaltung (bei der laut eurer Propaganda ja eh niemand da war und nichts lief), soll ich dir nochmal das kleine Einmaleins erklären oder kommst du selber drauf was nerviger ist?

        • Was meinst du eigentlich, was der AfD-Parteitag mit Polizeischutz und allem Tralala die Allgemeinheit gekostet hat?

          • Nichts.

            Ohne die Linken Zecken wäre keinerlei Polizeischutz und Tralala erforderlich gewesen und ist somit dort zu verbuchen. Oder willst du ernsthaft behaupten, die AfD wäre unter Schutz gestanden?

            Geschützt werden wollte das ach so arme arme Volk, die Brüllaffen.

            Aber netter Versuch…

          • Dann rechnen wir doch mal auf was die montagsdemos gekostet haben.
            Und welche linken Zecken? Gegen Nazis zu sein ist ein breites Spektrum von gemäßigt rechts bis Ultra links. Allerdings ist nicht alles was weniger rechts ist als die AFD automatisch links ;)

          • Wenn du multiple Persönlichkeiten hast geh zum Arzt. Wenn nicht sprich nicht von wir, wenn nur du es bist.

            Gegen Linke Zecken zu sein ist ein breites Spektrum von gemäßigt links bis Ultra rechts.

            Aber was genau möchte eure Herrlichkeit uns denn nun mitteilen?

          • Wusste garnicht, dass Papageien nicht nur sprechen sondern auch schreiben können. Anders kann man es sich schlecht erklären, wie du es schaffst bei meinen Texten einfach die Protagonisten zu tauschen. Aber gut, dass ist dann halt auch die Grenze dessen wozu AFDler und ihr wahlvieh beim denken kommen. Bist also immerhin im Vergleich garnicht so schlimm unterwegs.
            Euch möchte ich garnichts mitteilen, dir. Aber wer das ominöse uns/wir ist willst du mir ja nicht mitteilen. Wahrscheinlich ein ähnlicher euphemismus wie „wir sind das Volk“ bei nichtmal 12% Zustimmung. Aber euphemismus steckt ja schon im Namen Alternative

          • Was?
            Oh Mann, du blickt ja wirklich überhaupt nichts. Und nein, es sollten nicht die Demonstranten geschützt werden. Vor wem denn?
            Die Polizei war da, damit der angemeldete und genehmigte Parteitag der AfD ohne Zwischenfälle ablaufen konnte. Gut, Zwischenfälle gab es dann, aber das schafft die blaubraune Brut von ganz allein.

      • Wie wäre es denn du gibst deine Adresse her und wir machen das einfach jede Woche bei dir? Scheinst ja Bock drauf zu haben ;)

        • Ich bin ja sonst nicht christlich unterwegs, aber dieses Mal „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ wäre ich – als ebenfalls betroffener Anwohner – sofort dabei.

          Demonstrationen sind eine Sache (und jedes Menschen Recht in Deutschland – noch), aber zwei Jahre Ruhestörung dann doch etwas Anderes, zumal die „Inhalte“, die ja vielleicht anfangs noch vorhanden waren („Gegen Corona-Politik“), mit der Zeit abhanden gekommen sind und es offensichtlich nur noch um Radau und Störung ging: Wut rauslassen, auf die Nerven gehen, egal warum und unter welchem Vorwand.

          Dass das die Stadtverwaltung so langegeduldet hat, ist mir sowieso ein Rätsel, es gab ja schon seit einer Weile keine konkrete Aussage der Deomstration mehr.

  2. So, so. Zitat: „An die jüngsten Bauernproteste versuchten sich die Montagsdemonstranten dranzuhängen.“
    Waren die Spaziergänge und die späteren Demonstrationen in Rottweil nicht schon immer montags um 18.00 Uhr? Ab Januar haben die Bauern sichtbar an der Demo teilgenommen. Wer hat sich jetzt an wen drangehängt?
    Es gibt nicht wenige, welche sich strikt weigern, an angemeldeten Demonstrationen teilzunehmen, welche den Montag nun übernehmen könnten.
    Kann es sein, dass das Ordnungsamt der Stadt Rottweil und die Polizei vielleicht die Zeit der angemeldeten und geordneten Demonstrationen unter „Leitung“ der Pestvögel zurückwünschen?

    • Ich mach mir die Welt, wiedewiedewie sie mir gefällt..

      Natürlich hat „die Organisatorin des Autokorsos“ versucht, die Bauern zum Mitwirken zu überzeugen. Das weiß ich aus erster Hand haha.

      Und wer wünscht sich irgendwas zurück?
      Du dir? Ich und viele andere offenbar nicht und die Stadt sicherlich nicht.

      Auch die Bauernproteste liefen geordnet ab. Und ja, nachdem die Absage kam, „gemeinsames Ding“ zu machen, obwohl die Pestvögel sich so gerne angeboten haben, weil die Bauern einen anderen Organisator hatten, haben sich die Vögelchen trotzdem weiter angebiedert. Erbärmlich.

      Das wird wohl einer der Gründe sein, weswegen sie jetzt aufhören..

  3. Für etwas auf die Straße zu gehen was einem an diesem Staat nicht gefällt, ist gelebte Demokratie! Diese Menschen zeigten Gesicht und nicht wie andere die nur am Stammtisch, oder in geschlossener, geschützter Runden, anonym ihrem Unmut freien Lauf ließen!
    Was ist aus Deutschland geworden, ein Volk von Ducksmäusern die sich nicht mehr getrauen ihre Meinung zu sagen, man könnte ja als Nazi abgestempelt werden.

    • Ja genau. Ich sage weiterhin meine Meinung. egal ob mich jemand als Nazi betitelt..
      Weil ich weiß, das wenn einer Nazi zu mir sagt eh die birne hol hat ..

      • Genau, ich sage auch weiterhin dass Frauen an den Herd gehören und nur zum Kinderkriegen da sind und Frauen Wahlrecht abgeschafft gehört. Egal ob mich jemand als misogyn bezeichnet. Oh Moment, wenn ich das sage bin ich misogyn.
        Aber ganz stark wie der Mario hier auch mit seinem klarnamen seine Meinung kundtut weil er wirklich zu seiner Meinung steht ;)

    • Komisch. Über Jahre und 101 Montagsdemos hinweg, hat es unsere ökosozialistische Ampeldiktatur nicht geschafft, diese Leute mundtot zu machen? Ich hätte jetzt erwartet, dass der Habeck persönlich kommt, um die AufRechten zum schweigen zu bringen, so wie er den armen und hungernden Rentnern mitten im Winter eigenhändig die Heizung rausreißen wollte und die wo noch den Mund aufmachen, alle an die Amerikanischen Besatzer nach Guantanamo überstellt. „Was ist aus Deutschland geworden…“, ernsthaft? Wenn sie Wissen wollen, wie unser Staat früher in solchen Dingen reagiert hat, dann fragen sie mal die Leute, die einst gegen den Schah auf die Straße gegangen sind. Da hat unsere eigene Polizei mit den Schergen des Diktators auf die eigenen Bürger eingeprügelt und einen sogar hinterrücks erschossen. Sie sind so auf diesem selbstmitleidigen „Mimimi, alle sagen Nazi zu mir nur weil ich allen zwanghaft sagen muss, ob sie es hören wollen oder nicht, dass ich rechtskonservativ bin und rechts ist doch auch legitim, oder etwa nicht und warum mag mich dann keiner, die haben mich zu mögen, sonst sind die für mich alle links und überall sind nur noch Linke und…..“. Ja, sie dürfen so viel Rechts sein wie sie wollen, auch wenn sie nur noch Linke sehen, sie können auch AfD so viel wählen wie sie möchten, wenn sie wollen würden, aber wenn die AfD wieder auf „Rassehygiene“ macht, dann kann ich Ihnen nicht ersparen zu sagen, dass das der Einstieg ins Rechtsextreme ist und dass ich Ihnen dann auch nicht ersparen kann, dass sich rechtskonservativ nicht mehr hinter der Maske der Bürgerlichkeit verstecken kann.

    • Diese Menschen zeigten Gesicht?
      Aber sicher doch, jede Menge. Auch das ganze Gesicht, als Maskenpflicht war hihi.
      Und im übertragenen Sinne haben sie sehr deutlich Gesicht gezeigt, als die Maßnahmen beendet waren und sie dann eben das nächste Thema gefunden haben, um weiterzumachen. Ich schätze mal, da wird der eine oder andere sein Ego ordentlich aufpoliert haben, immer in derselben Bubble unterwegs, Zuspruch von allen Seiten, weil sie sich mit der Gegenseite nicht mehr konfrontiert haben.

      Jetzt ist aber Schluss, weil zu viel Gegenwind kommt und die Teilnehmer schwinden. Mir kommt da eher der Spruch von den Ratten und dem sinkenden Schiff in den Sinn…

      Ich bin aber froh darüber, Störenfriede und Hetzer braucht kein Mensch.

    • „Etwas, was einem an diesem Staat nicht gefällt.“

      Das muss bitte Satire sein.

      Das, was nicht gefallen hat, ist seit Jahren durch!

      Dafür habe ich Verständnis gehabt.

      Aber hey, da ist diese harte Rige von Veranstaltern, allen voran Frau Franke, und denen ging es sicher nicht um „etwas, was nicht gefällt“. Das war zuletzt nichts anderes als Volksverhetze mehr und die Dame hat sich vor den AfD-Karren spannen lassen und ihre Gefolgschaft gleich mit. Die macht ja keine Kompromisse und lebt das.

      Die gehört in dieselbe Kategorie wie Weidel, Sänze und Konsorten.

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Peter Arnegger (gg)https://www.nrwz.de
... ist seit gut 25 Jahren Journalist. Mehr über ihn hier.