Vor gro­ßem Publi­kum, den Rott­wei­ler Bür­gers­leut‘, hat’s Herold Georg „Schorsch” Hau­ser mit sei­nen Aus­schel­lern Wolf­gang Göh­ler und Stef­fen „Ste­ve” Frank ver­kün­det: „Rott­weil hot a neie Obrig­keit.” Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß kam schon gar nicht mehr zu Wort, das haben jetzt die Nar­ren.

OB Ralf Broß wird abge­führt. Foto: Andre­as Lin­sen­mann

Georg Hau­ser wal­tet sei­nes Amtes. Foto: Andre­as Lin­sen­mann

Die Nar­ren­zunft habe die Regie­rungs­ge­schäf­te über­nom­men und bereits das Rat­haus nach Geld­mit­teln durch­fors­tet, so Hau­ser, der zwei­ter Zunft­meis­ter ist. Man sei fün­dig gewor­den, wes­halb die Zunft das den Büro­hengs­ten abge­nom­me­ne Geld gleich unters Volk brach­te, es mit vol­len Hän­den aus­war­fen.

Glanz­vol­len Zei­ten sehen sie ent­ge­gen, wie jedes Jahr um die­se Zeit. Eine gro­ße Rott­wei­ler Fas­net kün­digt sich an. Eine, der Die­ter E. Albrecht, Nackt-Dar­stel­ler und Nar­ren­klei­der-Ver­käu­fer, ger­ne auch fern blei­ben dür­fe, so Hau­ser in sei­ner Anspra­che. Es sei der Zunft einer­lei, ob er blie­be oder gin­ge – allein: Nackt in ein Schau­fens­ter set­zen, das möge er bit­te unter­las­sen. 

Wer auch Fett ab bekam: die bei­den Betrei­ber des Hotels Johan­ni­ter­bad. Die hät­ten Nar­ren­zunft und Tages­zei­tung ange­schmiert, indem sie erklärt hät­ten, sie bekä­men kein Per­so­nal für die Fas­net. Viel­mehr fürch­te­ten sie ange­sichts des Ansturms an Nar­ren am Fas­nets­mon­tag und -diens­tag um ihr Inven­tar und die Sicher­heit ihrer Gäs­te. 

Fotos: Andre­as Lin­sen­mann

Nach der lau­ni­gen Rede Hau­sers ver­kün­de­ten die Aus­schel­ler noch, dass „itzo wie zu Urzei­ten” die Fas­net am Mit­tag begin­ne und mit den Nar­ren­sprün­gen am Mon­tag und Diens­tag ihren Höhe­punkt errei­che. Hu-Hu-Hu!