10 Jahre NRWZ in Schramberg

Ein Beitrag des Schramberger Historikers und Kulturwissenschaftlers Carsten Kohlmann / Stimmen zur NRWZ / Zehn Jahre „Knapp daneben“

Von der ersten Ausgabe als kritische Leserinnen und Leser geschätzt: die Samstagmorgenkaffeeklatscher. Archiv-Foto. Martin Himmelheber

In eige­ner Sache: Der Schram­ber­ger His­to­ri­ker und Kul­tur­wis­sen­schaft­ler Cars­ten Kohl­mann schaut zurück auf „10 Jah­re NRWZ in Schram­berg” – und die Zeit davor.

Der 31. Janu­ar 2004 bleibt auch aus der Distanz von mitt­ler­wei­le 15 Jah­ren eine Zäsur in der Geschich­te der Gro­ßen Kreis­stadt Schram­berg, über die ich immer noch nicht ohne Emo­tio­nen schrei­ben kann. Mit der kalt­blü­ti­gen Ein­stel­lung des „Schwarz­wäl­der Tag­blat­tes“ der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ ver­lor die Fünf­tä­ler­stadt Schram­berg eines ihrer wich­tigs­ten Kul­tur­gü­ter und hat sich von der dama­li­gen Flur­be­rei­ni­gung und Markt­ab­spra­che in der süd­west­deut­schen Medi­en­land­schaft bis heu­te nicht erholt. Im Rück­blick zeigt sich in sei­nem Schick­sal ein frü­hes Bei­spiel eines bis heu­te im Zeit­al­ter der Glo­ba­li­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung andau­ern­den „Struk­tur­wan­dels“, den seit­dem auch das Kreis­kran­ken­haus, etli­che Gas­tro­no­mie­be­trie­be und Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te nicht über­lebt haben. Die­se „Ent­wick­lung“ hat die glei­cher­ma­ßen his­to­ri­sche wie moder­ne Indus­trie­stadt Schram­berg „nach­hal­tig“ ver­än­dert.

Mit dem 31. Janu­ar 2004 ende­ten in Schram­berg sage und schrei­be 131 Jah­re ört­li­cher Zei­tungs­ge­schich­te, die in direk­ter Linie vom „Schwarz­wäl­der Pos­til­li­on“ (1873 bis 1892) über den „Schram­ber­ger Anzei­ger“ (1892 bis 1908) bis zum „Schwarz­wäl­der Tag­blatt“ der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ reich­te (1908 bis 2014). Das „Tag­blatt“ – wie man es in Schram­berg kurz nann­te – wur­de 1935 in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­bo­ten. Sein Redak­teur August Lud­wig Acker­mann (1896–1981), der am Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges die Jüdin Char­lot­te Drey­fuss (1900–1980) in Schram­berg ver­steck­te, ist zu den (weni­gen) „Gerech­ten unter den Völ­kern“ zu zäh­len. 1950 wur­de das „Schwarz­wäl­der Tag­blatt“ beim demo­kra­ti­schen Neu­be­ginn der jun­gen Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in enger Koope­ra­ti­on mit der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ neu gegrün­det. Die in den zurück­lie­gen­den 15 Jah­ren an den „Schwarz­wäl­der Boten“ ver­lo­re­nen Leser konn­te das Tra­di­ti­ons­blatt aber nicht mehr wie­der­ge­win­nen.

Stolz wie Bol­le: Unser Blatt bei der dama­li­gen Buch­hand­lung Klauss­ner zusam­men mit der Welt­pres­se. Archiv-Foto. Mar­tin Him­mel­he­ber

Sei­ner Tra­di­ti­on ent­spre­chend blieb es bis in die frü­hen 1980er-Jah­re eine Lokal­zei­tung mit katho­li­schem Ein­schlag und Nähe zur CDU. In der Amts­zeit des ers­ten SPD-Ober­bür­ger­meis­ters Dr. Roland Geit­mann (1941–2013) gab von 1974 bis 1982 Chef­re­dak­teur Juli­us Viel (1918–2002) den „Ton“ an. 2001 wur­de er nach der Ent­tar­nung sei­ner NS-Ver­gan­gen­heit im „Ravens­bur­ger Kriegs­ver­bre­cher­pro­zess“ wegen Mor­des an jüdi­schen KZ-Häft­lin­gen zu zwölf Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teilt – was aller­dings nie rechts­kräf­tig wur­de. Ein grö­ße­rer Gegen­satz als zwi­schen August Lud­wig Acker­mann und Juli­us Viel ist kaum denk­bar.

In den 1980er-Jah­ren gelang es einem jun­gen Redak­ti­ons­team um Wolf H. Gold­schmidt, Arnulf Hett­rich, Die­ter Klei­bau­er, Uwe Mauch und Tho­mas Weila­cher das „Tag­blatt“ und die „Schwä­bi­sche“ zu einer enga­gier­ten, kri­ti­schen und moder­nen Lokal­zei­tung zu machen, die zudem mit Ran­dolph Arm­brus­ter auch einen meis­ter­haf­ten Foto­gra­fen hat­te. Das „Tag­blatt“ und die „Schwä­bi­sche“ gehör­ten zu Schram­berg wie der Schloss­berg, der Hirsch­brun­nen oder die Fas­net.

Umso schmerz­haf­ter war es, als Schram­berg am 31. Janu­ar 2004 von sei­ner ältes­ten Lokal­zei­tung Abschied neh­men muss­te, an die 15 Jah­re spä­ter kaum mehr etwas erin­nert. Das Gebäu­de der Geschäfts­stel­le und Lokal­re­dak­ti­on direkt neben dem Rat­haus in der Markt­stra­ße 31 ist mitt­ler­wei­le abge­ris­sen. Anstel­le eines Gedenk­stei­nes stößt man hier heu­te auf eine Tank­stel­le für Elek­tro­fahr­zeu­ge. An dem einen oder ande­ren Haus haben noch die alten, gel­ben Brief­käs­ten der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ über­dau­ert.

Stimmen zur NRWZ

Was ist die NRWZ für Sie? Das woll­ten wir von eini­gen unse­rer Schram­ber­ger Leser wis­sen. Hier eine Aus­wahl an Ant­wor­ten.

„Die NRWZ ist für mich eine Pflicht­lek­tü­re, weil sie die Pres­se­land­schaft hier in der Raum­schaft abrun­det.”Tho­mas Her­zog, Ober­bür­ger­meis­ter
„Die NRWZ ist für mich wie ein Fens­ter­platz in die Regi­on, sie ver­liert nicht nur Wor­te, son­dern setzt auch Zei­chen. Außer­dem: 10 Jah­re NRWZ und 10 Jah­re Schram­ber­ger Schwa­ben­gip­fel – bei­de brin­gen Far­be in den All­tag.“Harald Bur­ger, Muse­ums­lei­ter und Ver­an­stal­ter
„Die NRWZ ist für mich ein zuver­läs­si­ger Beglei­ter durch unse­re Stadt und Regi­on, weil aktu­ell, schnell und pfif­fig berich­tet wird.“Rüdi­ger Kocholl, katho­li­scher Stadt­pfar­rer
„Die NRWZ ist für mich Wochen­end­lek­tü­re, weil sie die loka­le Woche zusam­men­fasst und auf­be­rei­tet und Stadt­rat und Schram­berg-Chef­re­dak­teur Mar­tin Him­mel­he­ber im Kas­ten oben rechts aus sei­nem Leben erzählt und sich dabei nicht sel­ten selbst aufs Korn nimmt!”Cle­mens Mau­rer, Unter­neh­mer und CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der
„Die NRWZ ist für mich eine wich­ti­ge Nach­rich­ten­quel­le, wo man schon recht schnell Aktu­el­les erfährt. Viel nut­ze ich auch die Online­aus­ga­be. Inter­es­sant auch, dass wir – immer Frei­tags –Stamm­gäs­te bei uns im Laden haben, wel­che direkt ihre Zei­tung bei uns abho­len. DANKE NRWZ, ihr macht das klas­se!”Annet­te Kasen­ba­cher, Foto Kasen­ba­cher
„Die NRWZ ist für mich aus­ge­schla­fen, weil sie immer schnell, kom­pakt und nach­hal­tig infor­miert.”André D. Ale­si, Inha­ber Bet­ten­land Ale­si
„Die NRWZ ist für mich auch online jeden Tag min­des­tens einen Besuch wert, weil sie wie mein ERSTER FUSSBALLCLUB KÖLN ‚Spür­bar anders’ und aktu­ell immer am Ball ist.”HaPe Mar­te, „Vize-Brä­si“, Nar­ren­zunft Sul­gen
„Die NRWZ ist für mich die ‚Nabel­schnur’ in mein altes Hei­mat­städt­chen, weil ich dadurch immer erfah­re, was im Tal (Schram­berg) und auf der Höhe (Sul­gen) und im Rest der Raum­schaft los ist. Die NRWZ ver­mit­telt mir zusam­men mit der von Achim Ring­wald gestal­te­ten Face­book-Sei­te der Stadt Schram­berg das Gefühl, vir­tu­ell immer noch zu Schram­berg zuge­hö­rig zu sein. Heu­te Mor­gen gera­de habe ich den sehr schö­nen Arti­kel von Mir­ko Wit­kow­ski ‚Moritz Mey­er – Ein Leben zum Wohl der Stadt’ gele­sen. Ent­deckt hat­te ich den Arti­kel durch die Face­book­sei­ten der Stadt.”Dr. Chris­to­phe Neff, Wald­brand­ex­per­te
„Die NRWZ ist für mich eine Freu­de, weil sie mich an die Zei­ten erin­nert, als es in Schram­berg noch zwei akti­ve Lokal­re­dak­tio­nen gab, die span­nend und aktu­ell über das loka­le Gesche­hen berich­te­ten.”Dr.-Ing. Hans-Jochem Steim, Unter­neh­mer
„Die NRWZ ist für mich ein gelun­ge­nes Bei­spiel für den Erhalt der Mei­nungs­viel­falt in Stadt und Land, weil sie qua­si als klei­ner, fre­cher Waden­bei­ßer das kom­mer­zi­el­le Stre­ben der über­re­gio­na­len mono­po­lis­ti­schen Medi­en­kon­zer­ne nach all­um­fas­sen­der Deu­tungs­ho­heit emp­find­lich stört. Des­halb ist die NRWZ als Ergän­zung zur Tages­zei­tung eine wert­vol­le, weil seriö­se Alter­na­ti­ve zur Mei­nungs­ma­ni­pu­la­ti­on in den so genann­ten sozia­len Netz­wer­ken. Kon­kur­renz belebt schließ­lich das Geschäft und weckt den gegen­sei­ti­gen jour­na­lis­ti­schen Ehr­geiz.”Edgar Reut­ter, SPD-Stadt­rat und Redak­ti­ons­lei­ter i. R.
„Die NRWZ ist für mich jede Woche ein Grund zur Freu­de, weil sie stets aktu­ell aus der Regi­on berich­tet, den The­men des Tages jour­na­lis­tisch kor­rekt auf der Spur bleibt und sich bei wich­ti­gen Fra­gen nicht scheut, Hal­tung zu zei­gen. In die­sem Sin­ne grü­ße ich das gan­ze Team – macht wei­ter so und hof­fent­lich auch noch län­ger als 10 Jah­re.”Uwe Rett­kow­ski, Gra­fi­ker
„Die NRWZ ist für mich eine unab­hän­gi­ge und aktu­el­le Pres­se, die ich ger­ne online und am Wochen­en­de auf Papier lese. Sie ist für mei­ne Agen­tur aber auch ein guter Geschäfts­part­ner bei unse­rer täg­li­chen Arbeit, weil hier Kos­ten und Nut­zen in einem sehr guten Ver­hält­nis ste­hen. Die sehr aktu­el­le Online-Bericht­erstat­tung macht die NRWZ zu einem guten Online-Wer­be­part­ner für unse­re Kun­den. Wir gra­tu­lie­ren zum 10-jäh­ri­gen und wün­schen alles Gute für die Zukunft!”Ste­fan Link, Geschäfts­füh­rer einer Wer­be­agen­tur
„Die NRWZ ist für mich eine wert­vol­le Ergän­zung zu den ande­ren Medi­en, weil man­ches an Mel­dun­gen, Kom­men­ta­ren, Spitz­fin­dig­kei­ten und gele­gent­lich auch Skur­ri­lem dar­in zu ent­de­cken ist. Sie ist pro­fes­sio­nell gemacht und steht gele­gent­lich eini­ger­ma­ßen quer zu mei­ner eige­nen Mei­nung. Genau die­ses führt dann zu ver­schärf­tem Nach- und Vor­den­ken und regt mich sehr viel mehr an als auf. Vor allem sind Unab­hän­gig­keit, Viel­falt und Plu­ra­li­tät in der Medi­en­land­schaft uner­läss­lich und wich­tig für ein funk­tio­nie­ren­des Gemein­we­sen. Und: die NRWZ ist nie lang­wei­lig!”Robert King, CDU-Pres­se­spre­cher
„Die NRWZ ist für mich zusätz­li­che Infor­ma­ti­on, weil vie­les, was im Schw­abo nicht stand, ich über die NRWZ erfah­ren habe. Auch ist es gut, glei­che Infor­ma­tio­nen aus einem ande­ren Blick­win­kel ken­nen zu ler­nen. Alter­na­ti­ve und gewis­se Kon­kur­renz ist für die Gesamt­in­for­ma­ti­on des Lesers vor­teil­haft. Ich fin­de es gut, dass es bei­des gibt und dan­ke für das Enga­ge­ment der NRWZ.”Hubert Haas, Vor­sit­zen­der Donum vitae
„Die NRWZ ist für mich – trotz nicht immer ganz objek­ti­ver Bericht­erstat­tung in Sin­ne von Hajo Fried­richs – auf loka­ler Ebe­ne die ers­te Infor­ma­ti­ons­quel­le, weil sie in der Regel immer sehr aktu­ell ist.”Max Eugen Rapp, Diplom­in­ge­nieur
„Die NRWZ ist für mich ein tol­ler Pro­jekt­part­ner, weil sie bei unse­ren Groß­spiel­pro­jek­ten die Rol­le loka­ler Medi­en ver­mit­telt.”Mar­cel Drey­er, Lei­ter JUKS³
„Die NRWZ ist für mich ein Gewinn und eine ech­te Berei­che­rung, weil sie durch gute Recher­chen und gro­ße The­men­viel­falt Mei­nungs­bil­dung mög­lich macht. Macht wei­ter so!”Tan­ja Wit­kow­ski, Schul­lei­te­rin und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de SPD/Buntspecht
„Die NRWZ ist für mich ein wert­vol­ler Bei­trag in der Schram­ber­ger Medi­en­land­schaft, weil gute Bil­dung eine Viel­falt in der regio­na­len Bericht­erstat­tung braucht.”Axel Rom­bach, Lei­ter beruf­li­che Schu­len Sul­gen
„ Die NRWZ ist für mich super, weil sie tages­ak­tu­ell ist und man den Redak­teur noch per­sön­lich kennt.” “Bern­hard Schir­ling, ÖPNV-Exper­te, VVR
„Die NRWZ ist für mich online und gedruckt die wich­tigs­te Infor­ma­ti­ons­quel­le für loka­le Nach­rich­ten rund um Schram­berg, weil die Arti­kel gut recher­chiert sind und oft am schnells­ten nach einem Ereig­nis die ers­ten wich­ti­gen Fak­ten lie­fert.”Lars Born­schein, Wer­be­fach­mann und Vor­sit­zen­der Podi­um Kunst
„Die NRWZ ist für mich eine wich­ti­ge loka­le Infor­ma­ti­ons­quel­le, weil die NRWZ kom­plett online ver­füg­bar und kos­ten­los ist.”Franz Mau­rer, kri­ti­scher Wald­mös­sin­ger Fra­gen­stel­ler
„Die NRWZ ist für mich ein klei­ner Ersatz für die Schwä­bi­sche Zei­tung, weil Mei­nungs­viel­falt und Mit­be­wer­ber einer Demo­kra­tie noch nie gescha­det haben. Damit ist alles gesagt.”Udo Neu­deck, Abtei­lungs­lei­ter Zen­trum für Aus­bil­dung und Qua­li­fi­ka­ti­on in Hei­li­gen­bronn und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Frei­en Lis­te
„Die NRWZ ist für mich ein Stück Hei­mat, weil ich fun­diert, gut recher­chiert und top aktu­ell über die Nach­rich­ten aus Schram­berg und der Regi­on infor­miert wer­de.”Tobi­as Haas, Lei­ter Per­so­nal, Volks­bank Schwarz­wald Donau Neckar
„Die NRWZ ist für mich lesens­wert, weil sie Infos kna­ckig auf den Punkt bringt.”Moni­ka Rudolf, Vor­sit­zen­de des Welt­la­den­ver­eins
„Die NRWZ ist für mich Pflicht­lek­tü­re am Wochen­en­de, weil alle Arti­kel sehr gut recher­chiert und jeweils inter­es­sant auf­ge­macht sind. Macht wei­ter so. Ich hof­fe, das sehen vie­le Schram­ber­ger genau­so!”Klaus And­reae, Mul­ti­ta­lent
„Die NRWZ ist für mich ein wich­ti­ges Kor­rek­tiv, weil es in Schram­berg nur eine Tages­zei­tung gibt.”Hans-Peter Rudolf, Leh­rer i. R.
„Die NRWZ ist für mich Lese- und Lebens­qua­li­tät, weil guter, hin­ter­fra­gen­der, kri­ti­scher, auf­klä­ren­der und unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­mus in Zei­ten von Mono­po­li­sie­rung der Medi­en­land­schaft und dem teil­wei­se besorg­nis­er­re­gen­den Sit­ten­ver­fall in sozia­len Medi­en eine her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung für das gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der hat.”Tho­mas Weila­cher, frü­he­rer Chef der SZ-Lokal­re­dak­ti­on
„Die NRWZ ist für mich eine ver­läss­li­che Infor­ma­ti­ons­quel­le, weil die jour­na­lis­ti­sche Sorg­falt groß und die Bericht­erstat­tung dif­fe­ren­ziert ist.”Gun­nar Link, ehren­amt­li­cher Rad­be­auf­trag­ter, Wald­mös­sin­gen
„Die NWRZ ist für mich inter­es­sant, weil sie gleich­zei­tig mit Berich­ten, Kom­men­ta­ren und Stel­lung­nah­men die aktu­el­le poli­ti­sche Mei­nung in Schram­berg bil­det, reflek­tiert und beein­flusst. Dar­über hin­aus ist sie stets gut unter­rich­tet.”Johan­nes Grimm CDU-Stadt­rat
„Die NRWZ ist für mich gera­de als Schul­lei­ter der Musik­schu­le Schram­berg sehr wich­tig, weil ich mich, ins­be­son­de­re auch durch das Online­por­tal, gut, über­sicht­lich und schnell infor­miert füh­le. Die Bericht­erstat­tung für mei­ne Berei­che funk­tio­niert immer her­vor­ra­gend, zuver­läs­sig und sehr schnell.”Mein­rad Löff­ler, Musik­di­rek­tor, Lei­ter der Musik­schu­le Schram­berg
„Als Leser ist die NRWZ für mich wich­tig, weil im Inter­net immer aktu­ell. Als Leser der gedruck­ten Aus­ga­be ist sie für mich wich­tig, weil immer wie­der gut recher­chiert wird. Als Fir­men­chef ist sie für mich wich­tig, weil ich damit Leser im gan­zen Kreis errei­che.”Hans-Jörg Dier­stein. Tanz­stu­dio-Inha­ber
„Die NRWZ ist für uns ein Gewinn, weil sie zur Mei­nungs­viel­falt in unse­rer Stadt und Regi­on bei­trägt!”Ruth und Her­bert Zinell
„Die NRWZ ist für mich eine sehr gute und wich­ti­ge Ergän­zung zur ört­li­chen Tages­zei­tung, weil ich dort über den Online-Zugriff, dank des orts­an­säs­si­gen Jour­na­lis­ten, Mar­tin Him­mel­he­ber, aller­neu­es­te News (auch sehr detail­lier­te Recher­chen zu heik­len The­men) aus dem Städt­le und der Regi­on umge­hend erfah­re und so auch die Mög­lich­keit habe, selbst Top-Nach­rich­ten aus­führ­lich dar­ge­stellt zu bekom­men!”Arn­hold Budick, ehe­ma­li­ger Volks­bank-Vor­stand
„Die NRWZ ist für mich ein wich­ti­ges Kor­rek­tiv, weil sie der hie­si­gen Medi­en­land­schaft die mono­to­ne Ein­di­men­sio­na­li­tät genom­men hat.”Felix Urbat, Medi­en­re­fe­rent Stadt­mu­sik Schram­berg 1830
„Die NRWZ ist für mich die inter­es­san­tes­te regio­na­le Zei­tung – egal ob online oder im Print, weil sie mir tages­ak­tu­el­le Infor­ma­tio­nen lie­fert – kri­tisch und trotz­dem unab­hän­gig.”Doro­thee Golm, unter ande­rem Vor­sit­zen­de des Kin­der­fonds Schram­berg
„Die NRWZ ist für mich zum täg­li­chen Beglei­ter mei­nes All­tags gewor­den, weil sie mich täg­lich auf den aktu­el­len Stand bringt, was in mei­ner Hei­mat­stadt Schram­berg pas­siert.”Fer­nan­do Tiso, Flo­rist
„Die NRWZ ist für mich sowohl als Print als auch Digi­tal das wich­tigs­te Medi­um, weil es mich 24 Sun­den, 7 Tage die Woche brand­ak­tu­ell, gut recher­chiert und regio­nal infor­miert!”Uli Bauknecht, IT-Unter­neh­mer, Sze­ne-64-Macher und CDU-Stadt­rat
„Die NRWZ ist für mich eine Wochen­zei­tung, die immer bis­sig, schwä­bisch, up-to-date ist.”Peter Renz, Tep­pich­ex­per­te
„Die NRWZ ist für mich eine wert­vol­le Unter­stüt­zung mei­ner ehren­amt­li­chen Tätig­keit, weil gut recher­chier­te Arti­kel und zeit­na­he Ankün­di­gun­gen und Ver­samm­lungs­be­rich­te schnell abruf­bar sind.“Peter Schi­mak, Vor­sit­zen­der Kin­der­schutz­bund und Bunt­specht
„Die NRWZ ist für mich ein inter­es­san­tes Infor­ma­ti­ons­me­di­um, weil sie immer aktu­ell und zeit­nah über die Gescheh­nis­se in mei­ner Hei­mat­re­gi­on, nicht nur in Papier­form, son­dern auch im Inter­net und ande­ren sozia­len Medi­en, berich­tet.”Patrick Wöhr­le, Kom­man­dant Tal­stadt­feu­er­wehr
„Die NRWZ ist für mich echt klas­se, weil sie im Online-Bereich sehr schnell und kom­pakt infor­miert. Im Print-Bereich bringt sie oft­mals eine ande­re Sicht­wei­se zum Aus­druck. Loka­le Medi­en­viel­falt ist sehr wich­tig!“Kirs­ten Moos­mann, Gast­wir­tin und Vor­sit­zen­de HGV
„Die NRWZ ist für mich eine wich­ti­ge Quel­le, um mich schnell und zuver­läs­sig über regio­na­le Vor­komm­nis­se zu infor­mie­ren, weil ich dann immer auf dem aktu­ells­ten Stand bin.“Vol­ker Lie­ber­mann, ödp Stadt­rat
„Die NRWZ ist für mich eine neu­tra­le Infor­ma­ti­ons­quel­le, weil sie ein­ge­reich­te Tex­te im Nor­mal­fall unge­kürzt und unge­fil­tert schnell und zuver­läs­sig online ver­öf­fent­licht und man über regio­na­les Gesche­hen sehr gut infor­miert ist. Lei­der kommt der Bereich Obern­dorf, Dorn­han und Sulz deut­lich zu kurz.”Bernd Rich­ter, ödp-Stadt­rat
„Die NRWZ ist für mich eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­ons­quel­le, weil die Berich­te in der Regel gut recher­chiert und aktu­ell sind und auch mal das Bild von ver­schie­de­nen Sei­ten zei­gen.”Bar­ba­ra Kunst, Steu­er­be­ra­te­rin, Vor­sit­zen­de des Frau­en­bei­rats

Im Stadt­ar­chiv wer­den die schwe­ren Bän­de mit allen Aus­ga­ben des „Schwarz­wäl­der Tag­blat­tes“ und der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ von 1908 bis 2004 für die Nach­welt ver­wahrt. Nach­denk­lich blät­tert man heu­te dar­in und wird sich bewusst, was Schram­berg vor 15 Jah­ren ver­lo­ren hat. Die bun­ten Inter­net­ober­flä­chen unse­rer Gegen­wart kön­nen eine Lokal­zei­tung die­ser Klas­se nicht erset­zen.

Indes ist eine Genera­ti­on her­an­ge­wach­sen, die davon nicht ein­mal vom Hören­sa­gen mehr etwas weiß. Die jun­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die in die­sem Jahr erst­mals ihren Ober­bür­ger­meis­ter und ihre Gemein­de­rä­te wäh­len wer­den, waren in die­sem Schick­sals­jahr ihrer Hei­mat­stadt erst im frü­hen Kin­der­gar­ten­al­ter.

Mitt­ler­wei­le kommt aber auch ein gro­ßer Teil der Kern­stadt­be­woh­ner ohne Lokal­zei­tung aus. Im Stadt­bild fal­len jeden­falls gan­ze Stra­ßen­zü­ge auf, in denen zu frü­her Stun­de nur noch eini­ge weni­ge gedruck­te Zei­tun­gen in den Brief­käs­ten zu bemer­ken sind. Die alten Ban­de haben aber doch gehal­ten. Die ehe­ma­li­gen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Geschäfts­stel­le und Lokal­re­dak­ti­on pfle­gen bis heu­te einen freund­schaft­li­chen Kon­takt zuein­an­der und kom­men ein­mal im Jahr zu einem weh­mü­ti­gen Tref­fen zusam­men. Mit der Serie „Schram­ber­ger aus­wärts“ in der Kun­den­zeit­schrift der Stadt­wer­ke lebt auch eine publi­zis­ti­sche Tra­di­ti­on des „Schwarz­wäl­der Tag­blat­tes“ und der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ noch bis zur Gegen­wart fort.

Mit dem Auf­bau eines Lokal­teils der Neu­en Rott­wei­ler Zei­tung in Schram­berg wie­der­hol­te sich vor zehn Jah­ren etwas mehr als ein Jahr­hun­dert spä­ter ein Kapi­tel regio­na­ler Pres­se­ge­schich­te. 1901 hat­te der „Schwarz­wäl­der Volks­freund“ in Rott­weil das „Schram­ber­ger Tag­blatt“ gegrün­det, um in Schram­berg dem natio­nal­li­be­ra­len „Schram­ber­ger Anzei­ger“ mit einer publi­zis­ti­schen Platt­form des poli­ti­schen Katho­li­zis­mus Paro­li zu bie­ten. Die alten par­tei­po­li­ti­schen Kämp­fe spiel­ten aber 2009 kei­ne Rol­le mehr, da es nun­mehr dar­um ging, einem immer mäch­ti­ger wer­den­den Medi­en­mo­no­pol die Stirn zu bie­ten und ein regio­na­les Zei­chen für Pres­se­frei­heit und Mei­nungs­viel­falt zu set­zen.

Das ist der Lokal­re­dak­ti­on Schram­berg als „Ein-Mann-Betrieb“ in der Per­son von Mar­tin Him­mel­he­ber mit nim­mer­mü­dem Enga­ge­ment auch gelun­gen. Als „rasen­der Repor­ter”, meist auf sei­nem Fahr­rad im Städt­le unter­wegs, hat er sich bis zu sei­nem Ruhe­stand in gut einem Jahr­zehnt um den Lokal­jour­na­lis­mus in Schram­berg ver­dient gemacht. Mir­ko Wit­kow­ski wird nun mehr und mehr in sei­ne Fuß­stap­fen tre­ten. In bei­den Lokal­jour­na­lis­ten wirkt das Erbe des „Schwarz­wäl­der Tag­blat­tes“ und der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ fort, da sie bis 2004 zu des­sen Mit­ar­bei­tern gehör­ten und sein Ende mit­er­leb­ten.

Für ihr Enga­ge­ment, eine klei­ne, unab­hän­gi­ge Lokal­zei­tung im Schat­ten eines über­mäch­ti­gen Medi­en­mo­no­pols fort­zu­füh­ren, ist ihnen die Bür­ger­schaft zu Dank ver­pflich­tet. Ein Jahr­zehnt Neue Rott­wei­ler Zei­tung ist inmit­ten einer sich wei­ter ver­än­dern­den (ver­ein­fa­chen­den) Medi­en­land­schaft ein erfreu­li­ches Jubi­lä­um.
Und wer weiß, viel­leicht kön­nen wir uns eines Tages auch über eine Neue Schram­ber­ger Zei­tung freu­en? Kei­ne Auf­ga­be ist wohl in der Gegen­wart wich­ti­ger – so unmög­lich es erschei­nen mag – als Zei­tun­gen zu grün­den, damit unse­re Demo­kra­tie am Leben bleibt.

Cars­ten Kohl­mann

Der His­to­ri­ker und Kul­tur­wis­sen­schaft­ler Cars­ten Kohl­mann hat die Liqui­da­ti­on des „Schwarz­wäl­der Tag­blatts“ haut­nah erlebt und am 31. Janu­ar 2004 zu frü­her Stun­de den Aus­trä­gern den letz­ten „Schram­ber­ger Rück­spieg­ler“ in die Hand gedrückt. Die­ser wur­de der letz­ten Aus­ga­be als Kopie bei­gelegt, da die Redak­ti­on nicht mehr die Frei­heit hat­te, den Text abzu­dru­cken. Kohl­mann ist seit 2006 Mit­glied des NRWZ-Ver­eins.

…auch nach zehn Jah­ren immer noch dabei: Die Kaf­fee­klat­scher. Foto: him

Zehn Jahre NRWZ Schramberg sind auch zehn Jahre „Knapp daneben“

Viel Lob für gründ­li­che Recher­che gibt es von unse­ren Lesern – und den­noch pas­sie­ren uns immer wie­der Feh­ler, man­che ver­zeih­lich, ande­re blöd und ärger­lich. In unse­rer Rubrik „Knapp dane­ben“ haben wir immer mal wie­der um Ver­zei­hung bit­ten müs­sen, wenn wir einen Bock geschos­sen hat­ten. Hier eine Aus­wahl.

Im Sep­tem­ber 2009 ist uns bei einer Bild­un­ter­schrift eine Namens­ver­wechs­lung pas­siert. Die Betrof­fe­nen selbst hat­ten es nicht gemerkt, denn wir hat­ten aus der Blin­den­werk­statt in Hei­li­gen­bronn berich­tet.

Rekord­ver­däch­tig: Drei Feh­ler auf einen Streich – am 17. Janu­ar 2010 hat­ten wir die Amts­zeit des dama­li­gen OB Zinell um vier Jah­re ver­kürzt, Sibyl­le Brug­gers Vor­na­men falsch geschrie­ben und Peter mit Uwe Weis­ser ver­wech­selt.

Das Lokal am äußerst west­li­chen Zip­fel Schram­bergs haben wir ver­se­hent­lich gehoch­adelt und muss­ten im August 2012 beken­nen, dass die Wirt­schaft „Deut­scher Jäger“, nicht „Deut­scher Kai­ser“ heißt.

Wahr­schein­lich hat­ten wir im April 2013 nicht glau­ben mögen was wir  da gehört hat­ten: Dass näm­lich in der ehe­ma­li­gen Buch­hand­lung Glenz ein Kebab-House ein­zie­hen wür­de. Wir hat­ten berich­tet Ali Cen­giz Alcin­ka­ya wer­de im City­hoch­haus umzie­hen. Das war eben knapp dane­ben.

Namen schei­nen unse­re Achil­les­fer­se zu sein: Im Dezem­ber 2014 ver­pass­ten wir dem evan­ge­li­schen Stadt­pfar­rer Micha­el Jonas zwar auch einen an die Bibel gemah­nen­den, aber eben fal­schen Nach­na­men: Jor­dan

Man soll nicht von sich auf ande­re schlie­ßen, das muss­ten wir im Juni 2016 erfah­ren. Wir hat­ten behaup­tet, eine Ver­samm­lung der dama­li­gen Volks­bank sei nicht-öffent­lich. Falsch, die Ver­samm­lung war öffent­lich – nur hat­te die Bank die NRWZ nicht ein­ge­la­den. Wir waren beim dama­li­gen Chef nicht so beliebt.

Mathe war noch nie unse­re gro­ße Stär­ke: Im Janu­ar 2018 haben wir ver­sucht, aus Pro­zent­zah­len in einer Sta­tis­tik die abso­lu­ten Zah­len zu errech­nen. Das ging nicht nur knapp, son­dern sehr dane­ben, Stadt­rat Jür­gen Kaupp hat uns vor­ge­rech­net, wie es geht, und wir haben die rich­ti­gen Zah­len zum LKW-Ver­kehr nach­ge­reicht. him