Chlorgasaustritt im Freibad Tennenbronn – Großeinsatz

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Schramberg-Tennenbronn. Am Montagmorgen ist es im Tennenbronner Freibad zu einem Chlorgasaustritt gekommen, wodurch die Feuerwehren Schramberg, Tennenbronn, der ABC-Zug Sulgen und der Gefahrstoffzug des Landkreises Rottweil gegen 8.30 Uhr alarmiert worden sind. Darüber berichten Stadtverwaltung Schramberg und Polizeipräsidium Konstanz in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Feuerwehr stellte demnach im Untergeschoss eines Technikgebäudes des Freibads einen Chlorgasaustritt fest. Auch im unmittelbaren Nahbereich des Gebäudes sei Chlorgeruch wahrnehmbar gewesen. „Erste Messungen innerhalb des Technikgebäudes ergaben lediglich eine geringe Konzentration an ausgetretenem Chlorgas“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung der Stadt Schramberg und des Polizeipräsidiums.

Im Nahbereich des Freibades wurden durch die Feuerwehr verschiedene Messpunkte im Hinblick auf die Chlorgaswerte eingerichtet. An diesen sei der kritische Bereich nicht überschritten worden, eine Gefährdung für die Anwohner und die Bevölkerung bestand laut den Behörden nicht. Personen kamen nicht zu Schaden.

Witterungsbedingt und wegen Umbaumaßnahmen öffnet das Freibad in diesem Jahr erst am 27. Mai.

Die Feuerwehr, die mit 14 Fahrzeugen und 80 Einsatzkräften vor Ort war, entlüftete das Gebäude und saugte das Chlorgas ab. Nach etwa einer einstündigen Einsatzdauer waren die Messwerte wieder im Normalbereich. Es erfolgte eine Begehung sowie eine Wartung durch das Fachpersonal.

Die Ursache für den Austritt des Gases steht derzeit noch nicht fest. Die Zufahrtsstraßen mussten während des Einsatzes vollständig gesperrt werden.

Einsatzkräfte in Schutzausrüstung.

Unser ursprünglicher Bericht: Ein Großeinsatz der Feuerwehr ist in Tennenbronn angelaufen. Im dortigen Freibad kam es zu einem Chlorgasaustritt. Das Freibad, ein Neubau, ist noch nicht eröffnet, es gibt noch keine Badegäste. Die Konzentration der Gaswolke sei gering, so Einsatzleiter Dierberger vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

Das DRK ist mit einem Rettungswagen vor Ort, die Polizei mit einer Streife. Die Feuerwehr erkundete zunächst das Gebäude. Dort war am Morgen ein Gasaustritt aus einem Technikraum gemeldet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz auf Nachfrage der NRWZ. Der Gasaustritt habe im Kellerraum des Betriebsgebäudes stattgefunden.

Die Feuerwehr Tennenbronn wurde alarmiert, zudem zur Unterstützung Kräfte aus Schramberg und aus Rottweil. Einheiten des Landkreises sind etwa mit dem Gefahrgutzug vor Ort. Kräfte der Feuerwehr machten sich in Schutzanzügen bereit für den Einsatz. Dieser steht unter dem Kommando des Schramberger Stadtbrandmeisters Claus Dierberger. Als stellvertretender Kreisbrandmeister ist Werner Storz vor Ort.

Laut Dierberger hat der Gasaustritt in einem Kellerraum im zweiten Untergeschoss eines der Betriebsgebäude stattgefunden. Da der Raum nicht über Fenster verfüge, müsse man das Gas nun absaugen. Draußen wird es sodann mit Wasser niedergeschlagen, sagte der Stadtbrandmeister. Anschließend wolle man die Konzentration man die Konzentration des Gases messen.

Thomas Luthardt von der Feuerwehr Oberndorf hat die Aufgabe des Fachberaters Chemie übernommen.

Die am Tennenbronner Freibad vorbeiführende Straße wurde gesperrt.

Nach ersten Informationen gibt es keine Verletzten. Der mutmaßliche technische Defekt, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, habe noch vor Eröffnung des Bades stattgefunden. „Sonst wäre die Lage sicher weit dramatischer.“

Der Tennenbronner Ortsvorsteher Manfred Moosmann machte sich ein Bild der Lage. Nach seinen Worten steht Chlorgas in einem der Technikräume, das müssten die Einsatzkräfte nun hinaus befördern.

Eisenlohr und Storz.

Inzwischen ist auch Dorothee Eisenlohr, Oberbürgermeisterin von Schramberg, an der Einsatzstelle eingetroffen. Sie ließ sich unter anderem von Storz und Luthardt auf den neuesten Stand bringen. Die Eröffnung des Freibads am Pfingstsamstag sei nicht gefährdet, sagte sie der NRWZ.

Für die unter Vollschutz eingesetzten Kräfte der Feuerwehr wurde eine Dekontaminations-Station eingerichtet.

Gegen 10.30 Uhr war laut Schrambergs Stadtbrandmeister Dierberger die gemessene Gaskonzentration so gering, dass er den Einsatz für die ersten Kräfte beenden konnte. Zu dem Zeitpunkt hatte man sich auch schon wieder ohne Atemschutz ins Gebäude vorwagen können, sagte er der NRWZ.

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Peter Arnegger (gg)https://www.nrwz.de
... ist seit gut 25 Jahren Journalist. Mehr über ihn hier.