Dolomiti: Haus wird kernsaniert

Donaueschinger Immobilienfachmann will günstigen Wohnraum schaffen

Das Gebäude Oberndorfer Straße 59 wird jetzt generalsaniert. Foto: him

Ein Donaueschinger Immo­bilien­fach­mann möchte die ehe­ma­lige Pizze­ria an der Obern­dor­fer Straße sanieren, die sechs Woh­nun­gen entwed­er verkaufen oder ver­mi­eten. Jür­gen Fluck hat sich nach dem Bericht über Arbeit­en in dem aus­ge­bran­nten Gebäude auf NRWZ.de bei der NRWZ gemeldet und über seine Pläne berichtet.

Für die ehe­ma­lige Gast­stätte kön­nte er sich einen Pächter oder einen Käufer vorstellen. Aber auch Prax­is- oder Geschäft­sräume wären vorstell­bar: „Ich bin offen, was passiert.“ Die Woh­nun­gen sollen zwis­chen knapp 50 und 90 Quadrat­meter groß wer­den, wobei auch eine Zusam­men­le­gung von zwei Ein­heit­en denkbar wäre.

Fluck beschäftigt sich nach eige­nen Angaben beru­flich mit „Objek­ten, die in eine wirtschaftliche Schieflage gekom­men oder son­st in ein­er schwieri­gen Sit­u­a­tion sind“. Er war acht Jahre als Prokurist bei ein­er Volks­bank tätig, bevor er sich mit sein­er Fir­ma selb­ständig machte. Beim ehe­ma­li­gen „Dolomi­ti“ habe er zunächst „eine schwierige Gemen­ge­lage entzer­ren“ müssen: Da sich im Haus auch Eigen­tumswoh­nun­gen befan­den, waren neben den früheren bei­den Gast­wirten  mehrere Parteien mit Eigen­tum am Haus beteiligt. Die Eigen­tumsver­hält­nisse zu klären und zu entzer­ren, habe Zeit gebraucht. Fluck ist mit sein­er Fir­ma immoFlu inzwis­chen mehrheitlich­er Eigen­tümer.

Sta­tik­er: Struk­tur sta­bil

Ein Sta­tik­er habe das Gebäude inzwis­chen unter­sucht und fest­gestellt, dass die wesentlichen tra­gen­den Ele­mente intakt seien. „Die Grund­kon­struk­tion ist solide.“  Nun soll   das Haus kom­plett entk­ernt, die Elek­trik die Wasser­leitun­gen, das Abwass­er neu ver­legt wer­den. Fluck möchte den Bau auch lärm­schutztech­nisch und ener­getisch auf den neuesten Stand brin­gen. Dabei  sei es schwierig, die Orna­mente an den Fen­stern  so zu erhal­ten wie bish­er. Ander­er­seits wolle er auch keine „gesicht­slose Fas­sade“. Wie er den Spa­gat schaffe, wisse er noch nicht, aber: „Mein Bestreben ist, dem Haus Charak­ter zu geben.“

Inter­es­sante Preise

Wegen der Lage an der viel befahre­nen Bun­desstraße plane er auch keine Luxu­s­sanierung. Die Mieten oder der Quadrat­meter­preis wür­den deshalb auch deut­lich unter den Preisen bei Neubaupro­jek­ten liegen, ver­spricht Fluck: „Das wird sich­er inter­es­sant.“ Auch für den sozialen Woh­nungs­bau sei er grund­sät­zlich offen. Bei Bedarf ließe sich darüber mit der Stadt sprechen. Es müsste allerd­ings mit dem möglichen Gewerbe im Erdgeschoss zusam­men passen. Mögliche Stellplätze kön­nten auf der Fläche des früheren Bier­gartens entste­hen. Es sei aber auch möglich, diese Fläche wie früher für die Gas­tronomie zu nutzen.

Jahre­lang stand das Gebäude nach dem Brand im März 2013 ungenutzt leer.
Archiv-Foto: him

Wegen der guten Baukon­junk­tur rech­net Fluck mit etwa einem Jahr Bauzeit. „Es soll ja ordentlich wer­den.“ Aber bis zum Ende des Jahres hofft der Immo­bilien­fach­mann schon etwas zeigen zu kön­nen.

Info: Wer sich für das Pro­jekt an der Obern­dor­fer Straße und dabei ins­beson­dere für die Gas­tronomie oder  die Gewer­be­fläche im Erdgeschoss inter­essiert, kann Jür­gen Fluck über  die Mobil­funknum­mer 0152 5354 4409 erre­ichen