Stadtpfarrer Jonas wechselt nach Rom

Nach fünf Jahren steht wieder ein Wechsel in Schramberg an / Jonas erklärt sich

Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Rom teilt es auf ihrer Homepage mit: Michael Jonas kommt nach Rom. Foto: him

Der evan­ge­li­sche Stadt­pfar­rer von Schram­berg, Dr. Micha­el Jonas, wird im Som­mer Schram­berg ver­las­sen und ab Sep­tem­ber in Rom als Pfar­rer der Evan­ge­lisch – Luthe­ri­sche Gemein­de Rom arbei­ten.

Was Jonas am Sonn­tag am Ende des Got­tes­diens­tes ver­kün­det hat, das mel­det auch die neue Gemein­de auf ihrer Home­page schon.

Jonas war zu Stu­den­ten­zei­ten schon ein Jahr in Rom gewe­sen und hat­te von 2011 bis 2012 dort als Stu­di­en­lei­ter einer evan­ge­li­schen Ein­rich­tung gear­bei­tet. Dann war er als Nach­fol­ger von Dr. Micha­el Hau­ser nach Schram­berg gekom­men.  In Rom hat­te sich Jonas mit einer Pre­digt im Febru­ar bewor­ben. Die Gemein­de­ver­samm­lung hat ihn dann am 18. Febru­ar  als ihren neu­en Pfar­rer gewählt.

Jonas hat­te  erklärt, er wol­le nicht als Pfar­rer nach Rom gehen weil dies eine span­nen­de Her­aus­for­de­rung sei, son­dern aus Ver­bun­den­heit mit der Chris­tus­ge­mein­de, die er aus sei­ner Zeit in Rom schon ken­ne. Ihm lie­ge „das evan­ge­li­sche Gemein­de­le­ben am Her­zen“.

Da Jonas der­zeit nicht in Schram­berg son­dern bei einer Jugend­lei­ter­ta­gung ist, war er selbst bis Diens­tag­abend nicht für eine Stel­lung­nah­me zu errei­chen. Am Mit­woch­nach­mit­tag hat Jonas dann eine Pres­se­mit­tei­lung ver­sandt, die wir  hier doku­men­tie­ren:

Am Sonn­tag gab Pfar­rer Micha­el Jonas im Got­tes­dienst bekannt, dass er die Pfarr­stel­le wech­seln wird. Ab Sep­tem­ber ent­sen­det ihn die Evan­ge­li­sche Kir­che in Deutsch­land auf ihre Aus­lands­pfarr­stel­le in Rom. Jonas wird damit Pfar­rer an der Chris­tus­kir­che und Seel­sor­ger für die haupt­säch­lich deutsch­spra­chi­gen, aber auch ita­lie­ni­schen Gemein­de­mit­glie­der evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Glau­bens in der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt.

Mit die­ser Stel­le ver­bun­den ist die Reprä­sen­ta­ti­on der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­lands am Zen­tral­ort der römisch-katho­li­schen Kir­che und gegen­über dem Vati­kan, zu dem sehr gute Bezie­hun­gen bestehen, nicht zuletzt dadurch, dass Papst Bene­dikt XVI. und Papst Fran­zis­kus die Chris­tus­kir­che in letz­ter Zeit besucht haben. Jonas sprach von einer „Auf­ga­be mit hoher Ver­ant­wor­tung“ und bat die Schram­ber­ger Gemein­de um Ver­ständ­nis dafür, dass er die­sen Ruf wahr­neh­men müs­se. Es fal­le ihm nicht leicht, die Pfarr­stel­le in Schram­berg zu ver­las­sen.

Vor­aus­ge­gan­gen war ein län­ge­rer Aus­wahl­pro­zess, an des­sen Ende das Kir­chen­amt der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land der Gemein­de in Rom drei Kan­di­da­ten vor­schlug. Die Gemein­de­mit­glie­der wähl­ten nach Vor­stel­lung mit Pre­digt und Gespräch schließ­lich Jonas.

Die Maß­nah­men zur Vor­be­rei­tung der Wie­der­be­set­zung der Schram­ber­ger Pfarr­stel­le durch die Kir­chen­lei­tung und den Kir­chen­ge­mein­de­rat lau­fen bereits. Im Ide­al­fall könn­te im Sep­tem­ber schon ein Nach­fol­ger bezie­hungs­wei­se eine Nach­fol­ge­rin die Stel­le antre­ten.”