Guckst Du Sch…, fährst Du Sch…“

Ökumenischer Gottesdienst beim Schramberger Harleytreffen

2004

SCHRAMBERG – Stil­echt als Sozi­us auf der Har­ley-David­son von Achim Ben­dig­keit fuhr Pfar­rer Rüdi­ger Kocholl am Sams­tag­mor­gen von der St. Maria-Kir­che zum Rat­haus­platz.

Los geht’s…

Dort fei­er­te er gemein­sam mit sei­ner evan­ge­li­schen Stadt­pfar­rer/in-Kol­le­gin Mar­ti­na Schla­gen­hauf einen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst aus Anlass „Fünf Jah­re Natu­re-Park-Chap­ter” der Har­ley-David­son-Freun­de.

Rüdi­ger Kocholl und Mar­ti­na Schla­gen­hauf haben Spaß am gemein­sam Pre­di­gen.

Gut 100 Besu­cher auf dem Rat­haus­platz begrüß­te Pfar­re­rin Schla­gen­hauf und erin­ner­te an den Anlass: Fünf Jah­re sei­en die Schram­ber­ger Biker nun mit­ein­an­der unter­wegs. Dar­aus lei­te sich auch das Mot­to des Got­tes­diens­tes her: „Acht­sam mit­ein­an­der unter­wegs sein.“

Sechs Musi­ke­rin­nen und Musi­ker beglei­te­ten den Got­tes­dienst mit Songs wie „Hymn” von Bar­clay James Har­vest, „With a litt­le help from my fri­ends” von den Beat­les oder „We are the world”.

Die Musi­ke­rin­nen und Musi­ker beka­men viel Bei­fall.

In ihrer Dia­log­pre­digt scherz­ten die bei­den Geist­li­chen über ihre Motor­rad­fahr­er­fah­run­gen. Er habe sich eben als Sozi­us bei Achim „so sicher wie in Abra­hams Schoß“ gefühlt. Schla­gen­hauf dage­gen beklag­te, ihr Mann fah­re eine schwe­re Suzu­ki – und da habe sich gele­gent­lich „Sor­ge, hin­ten run­ter zu fal­len“.

Rüdi­ger Kocholl und Mar­ti­na Schla­gen­hauf.

Er habe beim Auto­fah­ren häu­fig das Gefühl, wenn er ande­re Auto­fah­rer beob­ach­te: „Muss das denn sein?“  Wenn jeder etwas mehr schaue und Rück­sicht näh­me, wäre doch schon viel gewon­nen. Bei­de bekann­ten, selbst kei­ne Hei­li­gen zu sein und Feh­ler zu  machen, nicht immer acht­sam mit ande­ren umzu­ge­hen.

Dabei sei die Gemein­schaft mit ande­ren wich­tig. Der Mensch sei ein Bezie­hungs­we­sen: „Wir brau­chen ein­an­der.“ Das Geschenk des Lebens sei etwas ein­ma­li­ges, so Schla­gen­hauf. Des­halb: „Seid für­ein­an­der da, tut euch etwas Gutes.“ Auch beim Fei­ern – „und trinkt auch mal ein Glas Wein“. Unter dem Geläch­ter der Got­tes­dienst­be­su­cher dank­te Kocholl ins­be­son­de­re für die letz­te Auf­for­de­rung.

Gut besucht

Mit­glie­der der Schram­ber­ger Har­ley­freun­de brach­ten dann die Für­bit­ten vor. Unter ihnen war auch Fahr­schul­leh­rer, Jung­stadt­rat und Har­ley-Fah­rer Ben­dig­keit: Er hat­te einen dras­ti­schen Biker­spruch auf Lager. Der Herr möge die Motor­rad­fah­rer vor Unfäl­len schüt­zen und: „Guckst Du Sch…, fährst Du Sch…“

Auch das Rat­haus war deko­riert.

Da die Kol­lek­te des Biker­got­tes­diens­tes zu Guns­ten des Schram­ber­ger Kin­der­fonds erfolg­te, erläu­ter­te die Vor­sit­zen­de Doro­thee Golm den Zweck des Fonds: Laut Cari­tas-Stu­die sei jedes fünf­te Kind im Land von Armut bedroht. Armut habe vie­le Gesich­ter: ohne Früh­stück zur Schu­le kom­men, an der Klas­sen­fahrt nicht teil­neh­men kön­nen, kei­ne Turn­schu­he haben. „Die Auf­ga­be des Kin­der­fonds ist seit gut zehn Jah­ren, die­se Not ein wenig zu lin­dern.“ Mit einem Motor­rad­helm sam­mel­ten Chap­ter-Mit­glie­der die Spen­den ein.

Die Kol­lek­te lan­det in einem Motor­rad­helm.


Schließ­lich dank­te Joe Fink allen Betei­lig­ten und den Spon­so­ren für die Unter­stüt­zung an den drei Tagen, dem Wet­ter­gott, dass das Wet­ter gut mit­ge­macht habe, lud zum Ver­wei­len ein und ver­sprach: „Ab 14 Uhr wird abge­baut und dann ist am Mon­tag wie­der All­tag.“

Ein zufrie­de­ner Joe Fink am Ende des Got­tes­diens­tes. Video und Fotos: him

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