Start Schram­berg Hang­rutsch: Böschung wird model­liert

Hangrutsch: Böschung wird modelliert

Stadt tritt in Vor­leis­tung

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SCHRAMBERG – An der Abbruch­kan­te des Park­plat­zes beim frü­he­ren Gast­haus Schilteck­hof arbei­tet seit Mon­tag ein Schreit­bag­ger. Eine Bau­fir­ma sei „dabei, die Hang­si­che­rung ober­halb des Tho­­mas-Phil­ipps-Mar­k­­tes am Aus­gangs­punkt der Kata­stro­phe durch­zu­füh­ren“, berich­tet der Markt­lei­ter Chris­toph Moos­mann der NRWZ.

In einer Pres­se­mit­tei­lung hat die Stadt­ver­wal­tung dies auch bestä­tigt: In den ver­gan­ge­nen Tagen habe ein Fach­in­ge­nieur für Geo­lo­gie die Abbruch­kan­te im Bereich Schilteck erneut begut­ach­tet, so Stadt­spre­che­rin Susan­ne Gorgs-Mager: „Auf­grund des vor­han­de­nen insta­bi­len Mate­ri­als der Auf­fül­lung und der bis­lang nicht model­lier­ten Abbruch­kan­te wird eine kon­kre­te Gefahr für einen wei­te­ren Hang­rutsch kon­sta­tiert.“ Der Geo­lo­ge habe der Stadt­ver­wal­tung „ans Herz gelegt, tätig zu wer­den, weil der Hang wei­ter insta­bil ist“, so Fach­be­reichs­lei­ter Mat­thi­as Reh­fuß auf Nach­fra­ge der NRWZ.

Die Ver­wal­tung habe des­halb eine Sofort­maß­nah­me gemäß Poli­zei­ge­setz zur Gefah­ren­ab­wehr ver­an­lasst. „Wir haben eine Fir­ma beauf­tragt, in den kom­men­den Tagen die Han­gab­bruch­kan­te mit einem Schreit­bag­ger abzu­tra­gen. Das gan­ze gesche­he unter Auf­sicht eines Geo­lo­gen. Das Mate­ri­al von der Abbruch­kan­te baue die Fir­ma im unte­ren Hang­be­reich wie­der ein. Das spa­re viel Geld, so Reh­fuß, weil man das Mate­ri­al nicht abtrans­por­tie­ren müs­se.

Wei­ter wird die Bau­fir­ma neben der bereits gebau­ten Drai­na­ge in der Wie­se eine Rohr­lei­tung ver­le­gen. Die­se soll das Hang­was­ser in die vom geo­lo­gi­schen Lan­des­amt vor­ge­se­he­ne Klin­ge ablei­ten. So spa­re man die täg­li­chen Kon­trol­len durch Bau­hof­lei­ter Stef­fen Auber, erläu­tert Reh­fuß. Der Hang sei nach der Maß­nah­me „zu 90 Pro­zent sicher“.  Ein Wer­muts­trop­fen: Der bis­he­ri­ge Park­platz beim ehe­ma­li­gen Gast­haus Schilteck ver­schwin­det.

Der Bag­ger­fah­rer hat schon viel geschafft.

Das Hang­si­che­rungs­pro­jekt sei mit allen Betei­lig­ten abge­spro­chen, betont Reh­fuß. Die Kos­ten – etwa 40.000 Euro – über­neh­me vor­erst die Stadt.

 

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