Der neu gewählte Vorstand des JUKS³ (untere Reihe von links): Martina Schwarz, Timo Riegraf, Nese Peynirci, Carmela Architravo und Michael Kasper. (Obere Reihe von links): Bertthold Kammerer, Ute Maurer, Lene Förstner, Dorothee Nagel und Thomas Herzog. (Es fehlt Robin Moosmann.) Foto: him

Eine sehr posi­ti­ve Bilanz zogen der Vor­sit­zen des  Ver­eins für kom­mu­na­le Jugend­ar­beit Tho­mas Her­zog und Mar­cel Drey­er, der Lei­ter von JUKS³ für das Jahr 2017. Bei den tur­nus­mä­ßi­gen Vor­stand­wah­len gab es eini­ge Ver­än­de­run­gen.

Her­zog berich­te­te von den Schwer­punk­ten der Vor­stan­dar­beit: den Feri­en­pro­gram­men und Mini-Schram­berg. Auf das JUKS-Team sei­en neue Auf­ga­ben im Bereich der Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on zu gekom­men, das es „her­vor­ra­gend gemeis­tert“ hät­te.  Das JUKS sei mitt­ler­wei­le unum­strit­ten und auch im Gemein­de­rat „mehr als wert­ge­schätzt“.

Mar­cel Drey­er  gab in sei­nem Jah­res­rück­blick auch eine Über­sicht über Aktio­nen, die vor sei­nem Amts­an­tritt im Som­mer 2017 lagen. Es sei „ein tur­bu­len­tes Jahr“ gewe­sen: neu­es Lei­tungs­team und neue Auf­ga­ben. Außer­dem mit Mini-Schram­berg eine Groß­pro­jekt. Seit Okto­ber unter­stüt­ze Simo­ne Hangst ihn als Stell­ver­tre­te­rin.

Mar­cel Drey­er bei sei­nem Rück­blick.

Drey­er erwähn­te unter ande­rem die Tee­nie-Fas­net, die elf Ein­sät­ze des Spiel­mo­bils, die inklu­si­ven Feri­en­pro­gram­me in Zusam­men­ar­beit mit der Lebens­hil­fe, den Zukunfts­markt,  die Kin­der­be­tei­li­gung bei der Stra­ßen­pla­nung, die Kli­ma­bot­schaf­ter und natür­lich Mini-Schram­berg. Gera­de wenn Kin­der schon betei­ligt wür­den, wir­ke das bei ihnen beson­ders nach­hal­tig auf ihr spä­te­res gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment.

Jugendtreffs  unterschiedlich beliebt

Unter­schied­lich erfolg­reich sei­en die Jugend­treffs im Tal und auf dem Sul­gen. In der ehe­ma­li­gen Haus­meis­ter­woh­nung  an der Graf-von-Bis­sin­gen-Stra­ße kämen frei­tags  um die 40, manch­mal auch 60 Jugend­li­che zusam­men, so Drey­er. Die Jugend­li­chen hät­ten die Räu­me selbst gestal­tet. Ganz anders im Exit auf dem Sul­gen. Da sei trotz viel Wer­bung die Nach­fra­ge gering, wes­halb das JUKS das Ange­bot dort zurück­ge­fah­ren habe.

Bei den Finan­zen habe das JUKS  2017 ein klei­nes Plus erwirt­schaf­tet – und das trotz Mini-Schram­berg, lei­te­te Drey­er gleich zum Kas­sen­be­richt von Bert­hold Kam­me­rer wei­ter. Der bestä­tig­te, dass bei gut 64.000 Euro Aus­ga­ben und knapp  67.000 Euro Ein­nah­men ein Plus von etwa 2500 Euro in der Kas­se blieb. Da das Rech­nungs­prü­fungs­amt die Kas­se geprüft und tadel­los fand, konn­te Wolf­gang Flaig auch gleich die Ent­las­tung von Vor­stand­und Kas­sie­rer bean­tra­gen. Die Mit­glie­der erteil­ten sie ein­stim­mig.

Nagel neue zweite Vorsitzende

Bei den Vor­stand­wah­len gab es eini­ge Ver­än­de­run­gen. Doro­thee Nagel löst Micha­el Kas­per ab, der als Beauf­trag­ter für das Ehren­amt aber im Vor­stand bleibt. Karin Eichen­laub ver­zich­te­te auf eine Wie­der­wahl als Schrift­füh­re­rin und wird von Mar­ti­na Schwarz ersetzt. Eben­falls jeweils ein­stim­mig bestä­tig­ten die Mit­glie­der Tho­mas Her­zog als ers­ten Vor­sit­zen­den. Nese Peynir­ci bleibt Beauf­trag­te für die Kin­der- und Jugend­ar­beit, Car­me­la Archi­tra­vo Beauf­trag­te für Inte­gra­ti­on. Bei­sit­zer blei­ben Robin Moos­mann, Ute Mau­rer, Lene Förs­t­ner und Timo Rie­graf.

In sei­nem Aus­blick auf die­ses und das kom­men­de Jahr kün­dig­te Drey­er an, dass das JUKS³ in allen Feri­en Betreu­ungs­an­ge­bo­te machen wer­de. „Die Eltern haben in den Feri­en einen hohen Bedarf.“ Bei den Ange­bo­ten habe man aber immer einen päd­ago­gi­schen Anspruch. Das JUKS habe das Begeg­nungs­ca­fé der evan­ge­li­schen Kir­che für Geflüch­te­te über­nom­men.

Die für die­ses Früh­jahr geplan­te Grün­dung des Fami­li­en­netz­wer­kes habe das JUKS auf das nächs­te Jahr ver­scho­ben. „Da ist noch vie­les zu klä­ren“, so Drey­er, der dazu einen run­den Tisch im Herbst ankün­digt. Eben­falls im Herbst wird es wie­der die Ver­an­stal­tungs­rei­he „Litt­le Glo­cal City“ mit dem Markt der Kul­tu­ren geben. 2019 soll es auf dem Sul­gen ein Groß­spiel­pro­jekt geben. „Wald, Was­ser Wie­se“, das schon 2006 ein­mal Öko­lo­gie und Natur­kun­de  kind­ge­recht ver­mit­telt habe: „Bil­dung mit Kopf, Herz und Hand.“

Abriss Haus an der Schlossstraße?

Im Vor­feld der Gemein­de­rats- und Ober­bür­ger­meis­ter­wahl will das JUKS Jugend­li­che anspre­chen. Stich­wort: Wahl mit 16. Bei den Anmel­dun­gen für die Feri­en­pro­gram­me hofft das JUKS schon bald die Online-Anmel­dung mög­lich machen zu kön­nen. „Wenn es geht schon für die­se Som­mer­fe­ri­en“, so Drey­er. Nur zum  bezah­len müss­ten die Eltern noch vor­bei kom­men. Denn sie müss­te auch noch For­mu­la­re unter­schrei­ben.

Mit einem Aus­blick auf eine mög­li­che Nach­nut­zung der Real­schu­le als „Haus mit­ten drin“ ende­te die Ver­samm­lung. Drey­ers Ankün­di­gung: „Dann wird das JUKS-Gebäu­de an der Schloss­stra­ße abge­ris­sen“, quit­tier­ten die älte­ren Mit­glie­der mit einem mil­den Lächeln. „Das heißt schon seit bald vier­zig Jah­ren….“, mein­te ein Grau­schopf.

Kaum war das Grup­pen­bild im Kas­ten, mach­te sich der Vor­stand auf Sit­zungs­ter­min­su­che. Fotos: him