Reha statt daddeln

Life und Papilio ziehen an die Oberndorfer Straße um

Statt Schuhen und Wok-Gerichten heißt es hier künftig schwitzen. Foto: him

Joa­chim Feh­ren­ba­cher und sein Sohn Maxi­mi­li­an wol­len an der Obern­dor­fer Stra­ße ein „Gesund­heits- und Reha­zen­trum” ein­rich­ten. Dort, wo frü­her ein Lidl-Markt, dann eine Video­thek und schließ­lich Schuh­ma­xx um Kun­den war­ben, wol­len die Phy­sio­the­ra­peu­ten dafür sor­gen, dass  künf­tig ihre Kun­den die Mus­keln spie­len las­sen.

Die „Pra­xis für Phy­sio­the­ra­pie und Schmerz­the­ra­pie Papilio“ und der „Gesund­heits­club­Li­fe“ der Feh­ren­ba­chers wer­den auch das „Asia-Bis­tro” ver­drän­gen und aus der Wei­her­gas­se in Räu­men im Gebäu­de der Schwarz­wald-Augen­kli­nik an die Obern­dor­fer Stra­ße umzie­hen.

Laut einer Mit­tei­lung pla­nen die Feh­ren­ba­chers „bar­rie­re­freie The­ra­pie- und Trai­nings­räu­me auf mehr als 900 Qua­drat­me­tern“.

Erweitert die Augenklinik?

Was nach dem Aus­zug des „Life“ und des „Papilio“ in den Räu­men an der Wei­her­gas­se geschieht, ist noch unklar. Ver­mie­ter ist Kon­rad Bin­der. Dr. Achim Hoff­mann Gold­may­er von der Augen­kli­nik erläu­ter­te auf Nach­fra­ge der NRWZ am 20. Juni, die Kli­nik ver­su­che „ver­schie­de­ne Stand­or­te in Schram­berg zusam­men­zu­füh­ren. Wir prü­fen, ob sich so Syn­er­gie­ef­fek­te erge­ben.“

Life und Papilio wer­den hier aus­zie­hen. Foto: him

Die frei­wer­den­de Flä­che von etwa 800 Qua­drat­me­tern sei aber „viel zu groß für uns“. Man benö­ti­ge höchs­tens 250 Qua­drat­me­ter. Über die wei­te­ren Plä­ne wer­de man sich Gedan­ken machen, wenn es spruch­reif sei, so Hoff­mann Gold­may­er.

In eigener Sache

Die NRWZ wuss­te von den Plä­nen der Feh­ren­ba­chers seit zwei Mona­ten. Im Zusam­men­hang mit dem Päch­ter­wech­sel für das Stamm­haus an der Obern­dor­fer Stra­ße  hat­te die NRWZ Ende Juni den Stamm­haus- Eigen­tü­mer Hans-Jochem Steim zitiert, die neue Päch­ter-Fami­lie müs­se das Asia-Bis­tro auf­ge­ben, “weil da unten gro­ße Ver­än­de­run­gen geplant sind“.

Auf aus­drück­li­chen Wunsch von Joa­chim und Maxi­mi­li­an Feh­ren­ba­cher in Tele­fo­na­ten am 20. Juni und 13. Juli hielt die NRWZ die Bericht­erstat­tung zurück, weil die Feh­ren­ba­chers zunächst alle Ver­trä­ge abschlie­ßen und die bis­he­ri­gen Mie­ter unter­rich­ten woll­ten. Im Gegen­zug hat­te Joa­chim Feh­ren­ba­cher am 20. Juni erklärt, er brau­che noch zwei bis drei Wochen, „um Fak­ten zu schaf­fen“. Er hat der NRWZ zuge­si­chert, uns zuerst zu unter­rich­ten, wenn wir berich­ten kön­nen.

Am 13. Juli, nach meh­re­ren ver­geb­li­chen Ver­su­chen, Kon­takt mit Feh­ren­ba­chers auf­zu­neh­men, mel­de­te sich Maxi­mi­li­an Feh­ren­ba­cher und ver­sprach, nach einem Gesprächs­ter­min mit den Mie­tern am 27. Juli, sich zu mel­den. Dies war lei­der trotz meh­re­rer Nach­fra­gen nicht gesche­hen.

Nachtrag

Etwa eine Stun­de nach Erschei­nen unse­res oben ste­hen­den Berichts hat sich Maxi­mi­li­an Feh­ren­ba­cher tele­fo­nisch gemel­det und berich­tet, er habe bereits am Sams­tag, 4. August eine Pres­se­mit­tei­lung an die NRWZ ver­schickt. Dabei hat er aller­dings eine e-Mail­adres­se eines Mit­ar­bei­ters ver­wen­det, der just an die­sem Sams­tag in Urlaub abge­reist war. Fazit: „Dumm gelau­fen.”

Hier die voll­stän­di­ge Pres­se­mit­tei­lung:

Im ehe­ma­li­gen Schuh­ma­xx und der jet­zi­gen Flä­che des Asia-Bis­tros in der Obern­dor­fer Stra­ße, soll nach umfäng­li­chen Arbei­ten im und am Gebäu­de ein ein­zig­ar­ti­ges Gesund­heits-und Reha­zen­trum ent­ste­hen.

Die Pra­xis für Phy­sio­the­ra­pie und Schmerz­the­ra­pie Papilio und der Gesund­heits­club Life zie­hen aus der Wei­her­gas­se aus und sol­len dort ihr neu­es Zuhau­se fin­den.

Geplant und rea­li­siert wer­den sol­len moderns­te, bar­rie­re­freie The­ra­pie- und Trai­nings­räu­me auf über 900m².

Laut Maxi­mi­li­an Feh­ren­ba­cher, dem Lei­ter des Gesund­heits­club Life, sol­len die jet­zi­gen Kom­pe­ten­zen über­nom­men und wei­ter aus­ge­baut wer­den.
Dazu gehö­ren die Behand­lung von chro­ni­schen Schmer­zen, deren Ursa­chen oft unklar sind, Wir­bel­säu­len- und Gelenk­dia­gnos­tik sowie deren The­ra­pie, wie auch Unfall­nach­be­hand­lun­gen.

Ein wei­te­rer, immer wich­ti­ger wer­den­der Teil ist die Behand­lung neu­ro­lo­gi­scher Erkran­kun­gen wie zum Bei­spiel Par­kin­son oder Mul­ti­ple Skle­ro­se und auch die Behand­lung nach Schlag­an­fall.

In die­sem Bereich steigt die Zahl der Erkrank­ten dras­tisch, sodass opti­ma­le Behand­lungs­mög­lich­kei­ten vor Ort für uns beson­ders wich­tig sind.“ so Maxi­mi­li­an Feh­ren­ba­cher wei­ter, der in Zukunft den Trai­nings­be­reich des neu ent­ste­hen­den Zen­trums lei­ten wird.   

Eine ganz­heit­li­che Betrach­tung unse­rer Pati­en­ten und Kun­den ist die Basis für eine erfolg­rei­che The­ra­pie. Hier­bei spie­len auch Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten eine zen­tra­le Rol­le“, so Joa­chim Feh­ren­ba­cher, Inha­ber und Geschäfts­füh­rer.

Aus die­sem Grund soll die Ernäh­rungs­me­di­zin einen wei­te­ren Schwer­punkt des neu­en Reha­zen­trums bil­den. Hier sol­len  Dia­gno­se, Behand­lung und Manage­ment von Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen wie Dia­be­tes mel­li­tus mög­lich wer­den.

So soll das neue Zen­trum ein­mal aus­se­hen. Gra­fik: pm

Men­schen mit erwor­be­nen oder ange­bo­re­nen Ein­schrän­kun­gen sol­len hier zu best­mög­li­cher Funk­ti­on oder zum Erhalt der best­mög­li­chen Funk­ti­on des Kör­pers zurück­fin­den.

Schon heu­te arbei­ten wir erfolg­reich in all die­sen Berei­chen, sto­ßen jedoch mit unse­ren jet­zi­gen Räum­lich­kei­ten und deren Aus­stat­tung an unse­re Gren­zen“, so Joa­chim Feh­ren­ba­cher wei­ter.

Aber auch Men­schen die prä­ven­tiv etwas für ihre Gesund­heit, Lebens­qua­li­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit tun möch­ten sind herz­lich will­kom­men.

Die Gesund­erhal­tung des Kör­pers ist in jedem Alter abso­lut bewe­gungs­ab­hän­gig und gehört auch zu unse­rer jet­zi­gen Phi­lo­so­phie im Life. Des­halb freu­en wir uns ganz beson­ders dar­über, dass wir alle Mit­glie­der in die neu­en, bes­ser aus­ge­stat­te­ten Räum­lich­kei­ten mit­neh­men kön­nen.“
Die bes­te Aus­stat­tung muss laut Herrn Feh­ren­ba­cher aber auch rich­tig ein­ge­setzt wer­den um die gewünsch­ten Erfol­ge und Resul­ta­te erzie­len zu kön­nen.

Aus die­sem Grund erhal­ten unse­re Kun­den und Pati­en­ten Hil­fe und pas­sen­de Unter­stüt­zung durch ein Team, bestehend aus spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Trai­nings­the­ra­peu­ten, Phy­sio­the­ra­peu­ten, Sport­wis­sen­schaft­lern, Sport-und Bewe­gungs­the­ra­peu­ten sowie B.A. Gesund­heits­ma­na­gern und M.A. Gesund­heits­päd­ago­gen“, sagt Joa­chim Feh­ren­ba­cher abschlie­ßend.