Am 9. Januar 2026 eröffnete Abteilungskommandant Emanuel Reuss um 20 Uhr die Jahreshauptversammlung der Feuerwehreinsatzabteilung Tennenbronn. Unter den Anwesenden befanden sich Ortsvorsteher Manfred Moosmann, Mitglieder des Ortschaftsrates, Abteilungskommandanten, Vertreter der Presse sowie Ehrenkommandant Lothar Muhr.
Tennenbronn. Im Anschluss an die Eröffnung folgte die Totenehrung, bei der den im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden die letzte Ehre erwiesen wurde. Bei der Totenehrung hatten wir im vergangenen Jahr keine Verstorbenen in unserer Abteilung.
Rückblick auf das Einsatzjahr 2025
In seinem Jahresbericht ließ Abteilungskommandant Emanuel Reuss das Einsatzjahr 2025 Revue passieren. Insgesamt wurde die Abteilung zu 25 Einsätzen alarmiert (2024: 23 Einsätze). Der Schwerpunkt lag klar im Bereich der technischen Hilfeleistung, insbesondere bei zwölf Einsätzen der Hilfeleistungsstufe 1. Hinzu kamen vier Brandmeldealarme, drei Kleinbrände, ein Großbrand, mehrere Einsätze zur Ölspurbeseitigung sowie Einsätze zur Menschen- und Tierrettung.
Die Einsätze verteilten sich auf 17 Tages- und acht Nachteinsätze und zeigten eine konstant hohe Einsatzbereitschaft über das gesamte Jahr. Zusätzlich leistete Emanuel Reuss einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand in seiner Funktion als Zugführer vom Dienst (ZVD) bei Überlandhilfen sowie als Einsatzleiter vom Dienst (EVD) innerhalb der Gesamtstadt Schramberg – insgesamt bei 28 weiteren Einsätzen.
Ein besonderes, mittlerweile traditionelles Ereignis waren auch im Jahr 2025 wieder zwei Einsätze für unseren Feuerwehr Storch, unter anderem bei Armin Kieninger und bei Alexander Maurer. Mit einem Augenzwinkern merkte Reuss an, dass es der Feuerwehr bei diesem Engagement eigentlich nie an Nachwuchs fehlen dürfte.
Ausbildung, Nachwuchs und besondere Ereignisse
Das Jahr 2025 war erneut stark geprägt von Aus- und Weiterbildungen. Lehrgänge für Gruppenführer, Zugführer und Verbandsführer wurden erfolgreich besucht. Als historischer Meilenstein bezeichnete Emanuel Reuss die Ausbildung zweier Frauen zu Atemschutzgeräteträgerinnen, ein bedeutender Schritt für die Feuerwehr Tennenbronn.
Erfreulich sei zudem die stabile Personalsituation, Nachwuchsprobleme bestehen derzeit nicht. Überschattet wurde das Jahr jedoch durch einen schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tennenbronn, einer verletzt und der andere schwer verletzt wurde. Der Blick auf 2026 richtet sich auf die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Abteilung, wobei die Nachwuchsarbeit weiterhin einen zentralen Stellenwert einnimmt.
Dank und Anerkennung
Ein besonderer Dank galt dem stellvertretenden Abteilungskommandanten Alexander Moosmann für seinen unermüdlichen Einsatz. Ebenso wurde Jugendgruppenleiter Daniel Flaig für seine kontinuierliche und wertvolle Arbeit hervorgehoben, mit der er wichtige Grundsteine für die Zukunft der Feuerwehr legt.
Weitere Dankesworte richteten sich an den Feuerwehrausschuss, den Festausschuss, alle Gruppen- und Zugführer sowie an Kassierer und Schriftführer.
Wechsel in die Altersabteilung
Oskar Rapp, ein langjähriger und erfahrener Feuerwehrkamerad, wechselte in die Altersabteilung. Für seine Verdienste erhielt er als Zeichen der Wertschätzung einen Geschenkkorb sowie seinen Feuerwehrhelm, der ihn über viele Jahre hinweg bei zahlreichen Einsätzen begleitet hatte.

Einsatz- und Ausbildungsberichte
Schriftführer Rolf Moosmann ging anschließend detailliert auf die Einsätze des Jahres 2025 ein. Besonders hervorgehoben wurde der erstmalige Einsatz der Wasserförderkomponente beim Schuppenbrand am Paradieshof bei Sulgen. In Kombination mit dem SW 2000 zeigte sich erneut die besondere Stärke der Feuerwehr Tennenbronn in der Wasserförderung über lange Wegstrecken – sowohl im eigenen Einsatzgebiet als auch darüber hinaus.
Ein herzlicher Dank ging an Michael Dertmann für die zeitintensive Ausarbeitung markanter Gebäude inklusive Wegstrecken- und Pumpenleistungsberechnungen.
Auch die umfangreichen Ausbildungsmaßnahmen wurden nochmals beleuchtet. Drei Kameraden nahmen an einer Heißausbildung in Külsheim teil, die sowohl taktische Fähigkeiten als auch persönliche Belastbarkeit stärkte. Zudem wurden Kettensägenlehrgänge in Oberndorf besucht. Dank galt hier Patrick Wöhrle sowie Bernd Schmid, die unter anderem ermöglichten, dass Abteilungskommandant Reuss 30 Ausbildungsstunden für die Funktion als EVD und Drehleitermaschinist absolvieren konnte.
Die Einführung des Digitalfunks in der Gesamtstadt Schramberg wurde 2025 weitergeführt. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv und zeigen bereits spürbare Verbesserungen im Einsatzalltag.
Weitere Sonderdienste befassten sich mit Türöffnungen, Artenschutz, Maschinistenausbildung sowie dem Programm „Fit for Firefighting“, das auch 2026 fortgesetzt wird.
Ausblick und Ausstattung
Ein bedeutendes Zukunftsthema ist die Beschaffung eines neuen LF20 KatS, dass nicht vom Bund, sondern durch die Stadt Schramberg finanziert wird. Auch der SW 2000 hat 2025 erneut seinen hohen taktischen Wert unter Beweis gestellt. Die allgemeinen Übungsdienste waren sehr gut besucht, was die hohe Motivation innerhalb der Abteilung unterstreicht.
Für 2026 sind weitere Lehrgänge und Weiterbildungen geplant, darunter Maschinisten-, Grund- und Truppführerlehrgänge, Tunnelübungen mit umliegenden Tunnelfeuerwehren, eine erneute Heißausbildung in Külsheim sowie ein Zugführerlehrgang.
Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen
Per Handschlag wurden Tim Reinke, Lukas Herrmann und Alseny Balde in die Feuerwehr Tennenbronn aufgenommen.
Befördert wurden:
- zum Oberfeuerwehrmann: Kevin Brüstle, Nico Flaig, Jonas Herrmann, Lukas Hilser, Marius Rapp und Alexander Mönch
- zum Hauptfeuerwehrmann: Alexander Flaig und Daniel Fleig
- zum Löschmeister: Manuel Rapp und Alexander Maurer
Lob auch vom DRK
Im weiteren Verlauf der Versammlung richteten mehrere Ehrengäste ihre Grußworte an die Einsatzabteilung. Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle würdigte die hohe Einsatzbereitschaft, den Ausbildungsstand sowie die gute Zusammenarbeit innerhalb der Gesamtwehr.
Manuel Götz vom DRK-Ortsverein Tennenbronn betonte die enge und verlässliche Kooperation zwischen Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz bei Einsätzen und Veranstaltungen.
Auch der stellvertretende Abteilungskommandant Alexander Moosmann sprach Grußworte und dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihren Zusammenhalt, ihre Motivation und das große Engagement im vergangenen Jahr.



