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Samstag, 22. Februar 2020

Zeitungsredakteure im Warnstreik

Geringe Beteiligung beim „Schwarzwälder Boten“ aus dem Kreis Rottweil

Dier Journalisten an Tageszeitungen kämpfen für höhere Löhne. Nach einem ersten Warnstreik am vergangenen Freitag sind heute wieder etliche festangestellte Redakteure in Stuttgart auf die Straße gegangen, um für höhere Löhne zu kämpfen. Aus den Redaktionen des „Schwarzwälder Boten“ im Kreis Rottweil blieb die Beteiligung „überschaubar“.

Bei den Tarifforderungen der Journalistengewerkschaften DJV und dju in verdi geht es um eine Lohnerhöhung um 4,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro für fest angestellte und freie Tageszeitungsjournalisten. Die Verhandlungen waren am Montagmorgen in die dritte Runde gegangen. Die Verleger bieten nach Gewerkschaftsangaben bisher weniger als ein Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten.

Bei einer Protestkundgebung am Montag in Stuttgart seien etwa 200 Redakteure auf die Straße gegangen, so Cornelia Haß auf Nachfrage der NRWZ. Die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di berichtete, das die Redakteure des Schwarzwälder Boten mit etwa 20 bis 25 Kollegen an der Kundgebung teilgenommen hätten. Am Warnstreik beteiligten sich laut Gewerkschaft Redakteure und Mitarbeiter von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, des Schwarzwälder Bote, der Neuen Westfälische, der Lippische Landeszeitung sowie der Augsburger Allgemeine, so Haß.

Im Kreis Rottweil kaum Beteiligung

Die Redaktionsleiterinnen und Leiter in Rottweil, Schramberg, Oberndorf und Sulz waren alle an ihren Schreibtischen. Karin Zeger in Schramberg meinte auf Nachfrage der NRWZ, man sei „gut besetzt“. Die Beteiligung halte sich „bei uns in Grenzen“. Sie bestätigte aber auch, „nicht alle“ arbeiteten. Die Redakteurin in Oberndorf und der Redakteur in Sulz arbeiteten wie gewohnt.

Der Leiter der Kreisredaktion und der Lokalredaktion Rottweil, Armin Schulz, wollte „kein Statement“ abgeben und verwies auf die Chefredaktion in Oberndorf. Der Chefredakteur und Geschäftsführer des „Schwarzwälder Boten“, Hans-Peter Schreijäg, wollte sich zum Warnstreik nicht äußern. Er habe auch „keine Rückmeldung“ zu möglichen Teilnehmerzahlen, so Schreijäg zur NRWZ.

 

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