Zeitungsredakteure im Warnstreik

Geringe Beteiligung beim „Schwarzwälder Boten“ aus dem Kreis Rottweil

Warnstreik: Zeitungsredakteure gingen in Stuttgart auf die Straße. Foto: Finten

Dier Jour­na­lis­ten an Tages­zei­tun­gen kämp­fen für höhe­re Löh­ne. Nach einem ers­ten Warn­streik am ver­gan­ge­nen Frei­tag sind heu­te wie­der etli­che fest­an­ge­stell­te Redak­teu­re in Stutt­gart auf die Stra­ße gegan­gen, um für höhe­re Löh­ne zu kämp­fen. Aus den Redak­tio­nen des „Schwarz­wäl­der Boten” im Kreis Rott­weil blieb die Betei­li­gung „über­schau­bar“.

Bei den Tarif­for­de­run­gen der Jour­na­lis­ten­ge­werk­schaf­ten DJV und dju in ver­di geht es um eine Lohn­er­hö­hung um 4,5 Pro­zent, min­des­tens aber 200 Euro für fest ange­stell­te und freie Tages­zei­tungs­jour­na­lis­ten. Die Ver­hand­lun­gen waren am Mon­tag­mor­gen in die drit­te Run­de gegan­gen. Die Ver­le­ger bie­ten nach Gewerk­schafts­an­ga­ben bis­her weni­ger als ein Pro­zent bei einer Lauf­zeit von 30 Mona­ten.

Bei einer Pro­test­kund­ge­bung am Mon­tag in Stutt­gart sei­en etwa 200 Redak­teu­re auf die Stra­ße gegan­gen, so Cor­ne­lia Haß auf Nach­fra­ge der NRWZ. Die Bun­des­ge­schäfts­füh­re­rin der dju in ver.di berich­te­te, das die Redak­teu­re des Schwarz­wäl­der Boten mit etwa 20 bis 25 Kol­le­gen an der Kund­ge­bung teil­ge­nom­men hät­ten. Am Warn­streik betei­lig­ten sich laut Gewerk­schaft Redak­teu­re und Mit­ar­bei­ter von Stutt­gar­ter Zei­tung und Stutt­gar­ter Nach­rich­ten, des Schwarz­wäl­der Bote, der Neu­en West­fä­li­sche, der Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung sowie der Augs­bur­ger All­ge­mei­ne, so Haß.

Im Kreis Rottweil kaum Beteiligung

Die Redak­ti­ons­lei­te­rin­nen und Lei­ter in Rott­weil, Schram­berg, Obern­dorf und Sulz waren alle an ihren Schreib­ti­schen. Karin Zeger in Schram­berg mein­te auf Nach­fra­ge der NRWZ, man sei „gut besetzt“. Die Betei­li­gung hal­te sich „bei uns in Gren­zen“. Sie bestä­tig­te aber auch, „nicht alle“ arbei­te­ten. Die Redak­teu­rin in Obern­dorf und der Redak­teur in Sulz arbei­te­ten wie gewohnt.

Der Lei­ter der Kreis­re­dak­ti­on und der Lokal­re­dak­ti­on Rott­weil, Armin Schulz, woll­te „kein State­ment“ abge­ben und ver­wies auf die Chef­re­dak­ti­on in Obern­dorf. Der Chef­re­dak­teur und Geschäfts­füh­rer des „Schwarz­wäl­der Boten”, Hans-Peter Schrei­jäg, woll­te sich zum Warn­streik nicht äußern. Er habe auch „kei­ne Rück­mel­dung“ zu mög­li­chen Teil­neh­mer­zah­len, so Schrei­jäg zur NRWZ.