Rottweil, Trossingen, Region. Einbrecher haben erneut Handwerkerfahrzeuge im Raum Rottweil und Trossingen aufgebrochen und dabei hochwertige Werkzeuge erbeutet.
Aktueller Fall in Rottweil
Auf dem Parkplatz beim „Haus der Bühlinger Vereine“ im Sankt‑Georgener‑Weg in Rottweil haben Unbekannte zwischen Dienstag, 15.30 Uhr, und Mittwoch, 7.15 Uhr, einen Handwerker‑Transporter aufgebrochen. Ziel war ein Mercedes einer Elektrofirma, aus dem die Täter sämtliche im Fahrzeug befindlichen Werkzeuge stahlen. Am Vormittag tauchten leere Koffer der Elektrowerkzeuge im Bereich des Kauflands wieder auf, die Polizei stellte sie sicher. Die Ermittler bitten Zeugen, die im Bereich des Parkplatzes oder am Kaufland Verdächtiges beobachtet haben, sich beim Polizeirevier Rottweil zu melden. Zudem warnt die Polizei ausdrücklich davor, hochwertige Werkzeuge über Nacht in abgestellten Firmenfahrzeugen zu lassen.
Trossingen: Mehrere Taten in kurzer Zeit
Bereits zuvor hatten Unbekannte in Trossingen ein Handwerkerfahrzeug im Arvenweg aufgebrochen. Zwischen Montag, 17 Uhr, und Dienstag, 7 Uhr, verschafften sich die Täter gewaltsam Zugang zu einem geparkten Renault Master einer Baufirma und entwendeten darin gelagerte Werkzeuge.
Schon eine Woche zuvor war in der Trossinger Hauptstraße ein Mercedes einer Sanitärfirma Ziel von Dieben geworden. Zwischen Mittwoch, 20.15 Uhr, und Donnerstag, 6.30 Uhr, brachen Unbekannte den Wagen auf und stahlen Werkzeug im Wert von etwa 15.000 Euro. Zeugenhinweise nimmt in diesem Fall das Polizeirevier Spaichingen entgegen.
Weitere Fälle im Umland
Im Renquishausener Ortsteilbereich wurde in der Kolbinger Straße ein weiterer Firmen‑Ducato einer Haustechnikfirma aufgebrochen. Auch hier suchte die Polizei nach Zeugen und bezifferte den Schaden zunächst noch nicht. In Denkingen stahlen Täter zwischen Ende Oktober und Anfang November 2025 Arbeitsgeräte im Wert von rund 8.000 Euro aus einem unverschlossenen Handwerkerfahrzeug in der Hauptstraße.
Muster dieser Taten
Die Fälle zeigen ein klares Muster: Die Täter suchen gezielt nach Transportern und Kleinbussen von Handwerksbetrieben, die über Nacht oder über längere Zeiträume unbeaufsichtigt abgestellt sind. Sie brechen die Fahrzeuge meist gewaltsam auf – oder nutzen, wie in Denkingen, unverschlossene Türen – und konzentrieren sich auf professionelle Elektrowerkzeuge und Spezialgerät mit hohem Wiederverkaufswert. Dabei entstehen für die Betriebe nicht nur direkte Materialschäden, sondern oft auch Ausfallzeiten, weil aufwendige und teure Geräte kurzfristig ersetzt werden müssen.
Hinweise der Polizei und Tipps für Handwerksbetriebe
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, hochwertige Werkzeuge möglichst nicht in abgestellten Fahrzeugen zu lagern, vor allem nicht über Nacht und nicht sichtbar in Laderaum oder Kabine. Betriebe sollten ihre Fahrzeuge nach Möglichkeit auf abgeschlossenen Firmengeländen oder gut beleuchteten, einsehbaren Parkplätzen abstellen, Zusatzsicherungen an Türen und Laderaum nachrüsten sowie Inventarlisten führen, um Schäden schneller beziffern zu können. Wichtig ist auch, verdächtige Beobachtungen – etwa Personen, die sich für längere Zeit auffällig für Firmenfahrzeuge interessieren – umgehend der Polizei zu melden. Für den Fall eines Diebstahls empfiehlt sich, Seriennummern und Fotos teurer Maschinen zu dokumentieren, um die Chance zu erhöhen, sichergestellte Geräte zuordnen zu können.


