Fasnetsausstellung: „150 Jahre Narrenblättle“

Eröffnung im Stadtmuseum am kommenden Dienstag

Autor / Quelle: Pressemitteilung (pm)
Lesezeit 2 Min.
Der Stammbaum des Narrenblättles in Schramberg vom „Schramberger Narrenglöckle“ bis zur „D’Hoorig Katz“.. Collage: Link

In der traditionellen Fasnetsausstellung des Stadtmuseums wird in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum ab Dienstag, 20. Januar um 19 Uhr, gewürdigt: Vor 150 Jahren erschien unter dem Titel „Schramberger Narrenglöckle“ zum ersten Mal eine Fasnetszeitung, in der das Stadtgeschehen und die Bürgerstreiche des zurückliegenden Jahres in humorvoll-kritischer Art in Wort und Bild glossiert und karikiert wird.

Schramberg. Begründet hat die Tradition der legendäre Glaser, Dichter und Musiker Friedrich Würz (1850 – 1921) vom Roßgumpen, nur drei Jahre nach der Gründung der ersten Lokalzeitung in Schramberg.1924 übernahm nach dem Tod des Pioniers die damals neu gegründete Faschingszunft Schramberg die Aufgabe und gab bis 1939 die „Närrische Wahrheit“ heraus.

Eines der ältesten Narrenblättle hierzulande

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Narrenzunft Schramberg die Tradition unter dem Titel „D’Hoorig Katz“ neu belebt, unter dem die Fasnetszeitung bis heute erscheint. Damit gibt die Narrenzunft Schramberg eine der ältesten derartigen Publikationen in der schwäbisch-alemannischen Fasnet heraus.

Die Sonderausstellung im Stadtmuseum gibt zum Jubiläum einen Überblick über diese Tradition im Wandel der Zeit und würdigt die Persönlichkeiten, die sich um sie von den Anfängen bis zur Gegenwart verdient gemacht haben. In allen überlieferten Fasnetszeitungen kann dabei nach Herzenslust geschmökert werden.

Die Ausstellung wird am Dienstag, 20. Januar 19 Uhr, mit Grußworten von Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Zunftmeister Tobias Dold sowie dem Festvortrag „Wie ein Narrenblättle entsteht – Aus der Redaktionswerkstatt der ‚D’Hoorig Katz‘“ von Stefan Link eröffnet.

Zu sehen ist die Jubiläumsausstellung danach bis zum 22. Februar (Dienstag bis Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr). Im Begleitprogramm spricht Museumsleiter und Stadtarchivar Carsten Kohlmann M.A. am Mittwoch, 4. Februar, 19 Uhr, über das Thema: „Närrische Wahrheit unter dem Hakenkreuz? Ein Blick auf ein bisher unbeachtetes Kapitel der örtlichen Fasnetsgeschichte“.

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