Mittwoch, 24. April 2024

Fasnetsende mit mutiertem Dackel

 Schlüsselrückgabe im Schramberger Rathaus

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Wie die Schlüsselübergabe am Fasnetssamstag, so hat auch die Schlüsselrückgabe am Aschermittwoch Tradition. Das geschieht allerdings in deutlich kleinerem Rahmen. Nun brachte Zunftmeister Tobse Dold in Begleitung seiner Elferkollegen den Rathausschlüssel wieder der Oberbürgermeisterin.

Schramberg. Im dunklen Anzug und Zylinder, weißes Schnäuztuch in der Hand kamen mit einigen Minuten Verspätung kurz nach 11 Uhr die Elfer ins Amtszimmer von OB Dorothee Eisenlohr. Wehklagend und sich schnäuzend zogen sie ein. Tobse Dold resümierte zur Fasnetssaison: „Viele kleine Puzzle-Teile haben sich an dieser Fasnet zu einem Gesamtkunstwerk zusammengesetzt.“

„Sulgen am See“ und Hund

Zwei Themen hätten die Fasnet geprägt:  Das Zunftballmotto „Sulgen am See“ habe „vielen Gruppen Futter gegeben“

„Und zweitens der Hund“, erklärte Dold, es habe da „eine gewisse Arbeitsteilung von Stadt und Narrenzunft“ gegeben. „Vielleicht gelingt es nächstes Jahr wieder, dass da viele Themen und Futter für die Narren zusammenkommen.“

Dold bedankte sich beim Gemeinderat und der Stadt für die Unterstützung. Ganz besonders dankte er den Kollegen vom Bauhof, die „von morgens früh bis spät unterwegs waren.“

Dass wieder so viele Vereine und Bürgervereinigungen mitgemacht hätten und Veranstaltungen organisiert und als Gruppen umhergezogen wären, freue ihn ganz besonders. Jetzt gebe man den Schlüssel zurück und auch das Tier, das Eisenlohr bei der Schlüsselübergabe den Elfern anvertraut hatte.

Aus Waldemar wurde hoorig Katz

Auf Eisenlohrs Frage, wie es Dackel Waldemar gehe, antwortete Dold, der Dackel sei zu einem richtigen Fasnetstier mutiert: „Aus dem Dackel ist eine schöne hoorige Katz geworden.“ Und so bekam Eisenlohr neben dem Schlüssel noch eine schwarze Katze. Den Dackel habe sein Enkel in Obhut, meinte Udo Neudeck.

Eisenlohr schloss sich dem Zunftmeister in Reimform an und stellte fest: „Die Fasnet war in diesem Jahr wieder wirklich wunderbar.“ Sie überreichte einen „Elfer-Dackele-Orden 2024“, den Achim Ringwald gestaltet habe.

Danach durften sich die Elfer in ein „katzengoldenes Buch“ eintragen, das die Auszubildenden der Stadtverwaltung gebastelt hatten.

Einträge im katzengoldenen Buch.

Statt des wenig beliebten Kräutertees vom vergangenen Jahr servierte das Rathausteam den Elfern wieder Sekt und Kaffee. Zum Gruppenbild musste man die Herrschaften dann ordentlich zusammenscheuchen. Die Dame gesellte sich gerne dazu.

Schnell noch was für Instagram….

Und nach einem weiteren Gruppenbild vor dem Rathaus gings zum gemeinsamen Heringsessen. Auch eine lang gepflegte Tradition.

Foto: Hannes Herrmann

 

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.