Es war wieder der erwartete und gewohnte Kleinkunst-Abend. Vertraute und auch neue Akteure unterhielten die Gäste in Kneipen und Sälen bestens. Meist erwähntes Thema: Die Parkgebühren in der Reichs- und Narrenstadt.
Rottweil – Wir waren im Alten Gymnasium, wo vor der Verwaltungsspitze und einigen Gemeinderäten und -innen im Lauf des Abends zwölf Gruppen auftraten. Auf verschiedene Arten, wie nicht anders zu erwarten, gingen die Gruppen das Thema an. Von ausführlich vorgetragenem Spott bis zu einer kurzen Erwähnung, beides mit den Lachern auf ihrer Seite, war ein ganzes Spektrum zu hören. Ein Thema allerdings, das offensichtlich viel Beachtung findet, war nur einmal, na gut, eineinhalb Mal, im Text eingearbeitet: Der Antrag einer Gemeinderatsfraktion auf Umbenennung des Friedrichsplatzes. Das war den meisten wohl zu knapp vor dem Schmotzigen. Eberhard Wucher, Sprecher der „MännerStimmen“, hatte so schnell reagiert und heimste mit seiner Aussage, der Friedrichsplatz werde auch in hundert Jahren so heißen, starken Beifall ein.
Nicht nur sie, sondern auch andere Gruppen hatten die Online-Aktivität von OB Ruf und dessen Vielzahl an Spatenstichen aufs Korn genommen. So wurde der Verdacht geäußert, Ruf habe den Spaten schon im Kofferraum seines Autos. Der so Angesprochene, so hatte es den Anschein, lachte am meisten darüber.
Vielfalt
Aber die Vielfalt der Themen, die Vielfalt des Erscheinungsbilds, die Vielfalt der Ideen, Aussagen und des Herangehens: Das macht den Schmotzigen Donnerstag Jahr für Jahr so schön und begehrt. Keine der Gruppen wollte man missen – und manch ein Gast hätte sich noch einen Verlängerungs-Abend gewünscht, um auch die anderen Gruppen zu sehen und hören, die (für manchen eher mühsamen) den Weg ins Alte Gymnasium nicht gefunden hatten oder finden wollten. Doch jetzt kommen erst, darauf haben etliche der Gruppen aufmerksam gemacht, die Narrensprünge als Höhepunkt der Fasnet.


















Volker Basler und Thomas Hertkorn.












