„Fasnet gibt en breite Buckel“ – der „Schwarze Brezelbändel“ würdigt Siegmund Brändle

Die im Jahr 2021 zur Erinnerung an die unvergessliche „Corona-Fasnet“ gegründete „Notgemeinschaft Schwarzer Brezelbändel in der Fünftälerstadt Schramberg“ begeht in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Der Freundeskreis gibt zum fünften Mal ein Gedenkblatt heraus, das zum vierten Mal auch als Postkarte gedruckt wird.

In diesem Jahr ist es einer lebenden Legende der örtlichen Fastnacht gewidmet: Siegmund „Siggi“ Brändle, dem „kleinsten Koch der Welt“ und langjährigen Schlussfahrer der „Da-Bach-na-Fahrt“, der in diesem Jahr sein 70. Lebensjahr vollenden wird.

Siegmund Brändle erfand im Jahr 2021 als Zeichen der Trauer um die aufgrund der Pandemie ausfallende Fasnet den „Schwarzen Brezelbändel“ und ging mit dem „Corona-Bruele“ in die Geschichte ein. Die damals entstandene Maske ist mittlerweile im „Virtuellen Maskenmuseum“ der „Alemannischen Larvenfreunde – Verein zur Förderung europäischer Maskenkultur“ zu sehen und wurde kürzlich auch in einem Beitrag zum Thema „Weinende Maskenfiguren in der Fastnacht“ in der Zeitschrift „Schwäbische Heimat“ veröffentlicht.

Seiner Liebe zur „Da-Bach-na-Fahrt“ entsprechend hat Uwe Rettkowski seine Zeichnung zu Ehren des verdienstvollen Jubilars in seemännischen Blautönen gehalten. 30 Mal bezwang Siegmund Brändle die Fluten des Kirchenbachs, davon 25 Mal als Schlussfahrer im Da-Bach-na-Fahrer-Kleidle und mit Schneebesen und Maggiflasche. Als geschichtsbewusster Narr pflegt er viele Traditionen. Unter anderem bläst er mit dem „Hohen C“ des ebenfalls legendären Da-Bach-na-Fahrer-Chefs Karl „Mohrle“ Hafner (1921 – 2013) den „Schmotzigen Donnerstag“ mit ein.

Für seine zahlreichen Verdienste erhielt er hohe Auszeichnungen der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte, der Narrenzunft Schramberg, der Da-Bach-na-Fahrer und selbstverständlich auch den „Seckeles-Gäules-Orden“. Seit vielen Jahren unterstützt er selbstlos alle Ausstellungen zur Fasnetsgeschichte und vermittelt in beliebten Führungen dem Narrensamen aus den Kindergarten das 1 x 1 der Fasnet in Schramberg. Die Zeichnung schreibt auch sein Motto in die örtlichen Narrensprüche ein: „Fasnet gibt ein breite Buckel.“

Info: Gedenkblatt und Postkarte in limitierter Auflage sind ab dem „Schmotzigen Donnerstag“ im Stadtmuseum Schramberg erhältlich. Die Einnahmen kommen der Museumsarbeit zugute (Dienstag bis Samstag 11 bis 17 Uhr, Sonntag 11 – 17 Uhr).

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