Rottweil. Das traditionsreiche Hotel Bären in Rottweil ist seit Jahresbeginn in neuen Händen: Die Lebenshilfe im Kreis Rottweil gGmbH hat nach eigenen Angaben das Hotel über eine eigens gegründete Tochtergesellschaft übernommen. Neben dem regulären Hotelbetrieb sollen dort künftig auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstehen.
Die Lebenshilfe im Kreis Rottweil hat zum 1. Januar 2026 die Hotel Bären GmbH als Tochtergesellschaft gegründet und damit das Rottweiler Traditionshotel übernommen. Dieser Schritt markiert den Eintritt der gemeinnützigen Gesellschaft in die Welt der Hotelbranche.
Bereits seit Mitte 2025 hat Projektkoordinatorin Elena Klausmann die Übernahme des Hotelbetriebs vor Ort vorbereitet. Seit Anfang des Jahres leitet sie das Hotel nun offiziell. In enger Zusammenarbeit mit dem bisherigen Eigentümer Peter Hugger wurde eine strukturierte Übergabe sichergestellt. Sämtliches Personal wurde übernommen, heißt es in einer Mitteilung der Lebenshilfe.
„Der Einstieg in die Hotelbranche ist für uns ein spannender und zukunftsorientierter Schritt“, sagt Geschäftsführerin Alexandra Schmid, die sowohl die Lebenshilfe als auch die neue Hotel-Tochtergesellschaft leitet. Besonders freue sie die konstruktive Zusammenarbeit mit Hugger und dem gesamten Team.
Auch die Stadt Rottweil begrüßt die Entwicklung. Oberbürgermeister Christian Ruf und Alexander Stengelin von der Wirtschaftsförderung besuchten kürzlich das Hotel. „Die Übernahme des Hotel Bären durch die Lebenshilfe stärkt unseren Tourismusstandort nachhaltig“, so Ruf. Gerade mit Blick auf die Landesgartenschau 2028 und die zusätzliche touristische Dynamik durch die Hängebrücke sei ein attraktives und inklusives Hotelangebot ein wichtiger Baustein.
Für die Zukunft hat die Lebenshilfe bereits konkrete Pläne: Unter anderem ist ein Frühstücksbuffet an Wochenenden geplant, das auch Gästen offenstehen soll, die nicht im Hotel übernachten. Ein zentrales Anliegen ist darüber hinaus die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung im Hotelbetrieb – um Teilhabe und Inklusion auch in diesem Bereich aktiv zu fördern.



