Imker und Stadt präsentieren den Rottweiler Landesgartenschau-Honig

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Der Bezirksimkerverein Rottweil unterstützt die Bewerbung der Stadt Rottweil um eine Landesgartenschau. In einer gemeinsamen Aktion mit dem Stadtmarketing gibt es dazu einen eigenen Landesgartenschau-Honig, der ab sofort im Culinara und in der Tourist-Informationen erhältlich ist. Unser Bild zeigt von links: Isolde Jüllig vom Stadtmarketing, Bezirksimker-Vorstandsmitglied Riko Schückmüller und Detlev Maier, Geschäftsführer von EDEKA Culinara in Rottweil und Vorsitzender des Gewebe- und Handelsvereins. Foto: pm

Unter dem Mot­to „Höher. Grü­ner. Wei­ter.” bewirbt sich Rott­weil für die Lan­des­gar­ten­schau im Jahr 2028. Ein zen­tra­ler Bestand­teil der Bewer­bung ist der Gedan­ke der Nach­hal­tig­keit. Gemein­sam mit den Rott­wei­ler Imkern bringt die Stadt Rott­weil daher einen eige­nen Lan­des­gar­ten­schau-Honig auf den Markt. Die Idee dahin­ter: ört­li­che Bie­nen­völ­ker und hei­mi­sche Wie­sen schüt­zen. Das mel­det die Stadt­ver­wal­tung.

Die Akti­on fin­det in Zusam­men­ar­beit mit dem Bezirksim­ker­ver­ein Rott­weil statt, in dem rund 150 Imker in und um Rott­weil orga­ni­siert sind. Nach Schät­zung des Ver­eins gibt es rund 1750 Bie­nen­völ­ker in der Regi­on – und damit etwa 50 Mil­lio­nen Bie­nen.

Die Akti­on des Stadt­mar­ke­tings ist unter den Imkern auf eine hohe Reso­nanz getrof­fen. Jeder Imker ist begeis­tert, wenn das Pro­dukt sei­nes Hob­bys den direk­ten Weg zum Ver­brau­cher fin­det und dort auch wert­ge­schätzt wird“, so Riko Schück­mül­ler, zwei­ter Vor­sit­zen­der des Imker­ver­eins.

Wir wol­len im Rah­men der Lan­des­gar­ten­schau-Bewer­bung auch Ver­ei­ne ein­be­zie­hen, die sonst nicht so im Vor­der­grund ste­hen. Bei der Akti­on geht es dar­um, auf die öko­no­mi­sche und öko­lo­gi­sche Bedeu­tung der Honig­bie­nen auf­merk­sam zu machen“, so André Lom­sky vom Rott­wei­ler Stadt­mar­ke­ting.

Unter­stützt wer­den Stadt­mar­ke­ting und Imker­ver­band dabei von Det­lev Mai­er, Vor­sit­zen­der des Gewer­be- und Han­dels­ver­eins und Betrei­ber von EDEKA Culi­na­ra. „Wir för­dern regio­na­le Pro­duk­te und ver­kau­fen den Honig bei die­ser Akti­on zum Selbst­kos­ten­preis. Die Ein­nah­men kom­men direkt den ört­li­chen Imkern und damit den hei­mi­schen Bie­nen­völ­kern zugu­te.“ Erhält­lich ist der Lan­des­gar­ten­schau-Honig außer­dem in der Rott­wei­ler Tou­rist-Infor­ma­ti­on.

Deutsch­land kann sei­nen Honig­be­darf nur zu rund 25 Pro­zent sel­ber decken – der feh­len­de Honig muss also impor­tiert wer­den, die größ­ten Lie­fe­ran­ten sind Chi­na oder Süd­ame­ri­ka. „Nicht impor­tie­ren kann man aber die Bestäu­bungs­leis­tung der Bie­nen“, betont Schück­mül­ler vom Rott­wei­ler Imker­ver­ein. Hier soll­te ein jeder aktu­ell in sei­nem Gar­ten schau­en, wel­che ande­ren Insek­ten es denn über­haupt dort noch gibt, die dar­auf ange­wie­se­ne Pflan­zen bestäu­ben könn­ten. „Sau­be­re Auto­schei­ben, Stra­ßen­la­ter­nen ohne Fal­ter, mücken­freie Zim­mer sind erns­te Anzei­chen einer Ver­ar­mung unse­rer hei­mi­schen Insek­ten­welt.“

Durch den Trans­port aus fer­nen Län­dern sei die Öko­bi­lanz des Importho­nigs ent­spre­chend schlecht, so Schück­mül­ler. Außer­dem lei­de der Geschmack durch den lan­gen Trans­port per Schiff in gro­ßen Stahl­fäs­sern: „Bei uns kommt der Honig direkt ins Glas, das sichert wert­vol­len Inhalts­stof­fe. Einen Unter­schied, den jeder schme­cken kann.“

Soll­te es mit dem Zuschlag für eine Lan­des­gar­ten­schau klap­pen, wol­len die Imker sich wäh­rend des Aus­stel­lungs­jahrs mit einem gemein­sa­men Stand betei­lig­ten und sich so für den Erhalt der Bie­nen­völ­ker und der Natur­land­schaft ein­set­zen.

Als Dan­ke­schön für ihre Unter­stüt­zung der Rott­wei­ler Bewer­bung erhal­ten alle betei­lig­ten Imker eine Wild­blu­men­sa­men­mi­schung. Zudem wer­den dem­nächst noch Son­nen­blu­men beschafft und gepflanzt. Das Stadt­mar­ke­ting ver­spricht eine „über­ra­schen­de Per­spek­ti­ve vom Test­turm“. Mehr wird aber noch nicht ver­ra­ten.

Info: Der Rott­wei­ler Bezirksim­ker­ver­ein besteht seit 1902. In ihm sind 150 Hob­by­im­ker in Rott­weil und den Nach­bar­ge­mein­den mit rund 1750 Bie­nen­völ­kern organ­siert. Neben der Gewin­nung von Honig beschäf­ti­gen sich die Hob­by­im­ker mit der Her­stel­lung von natür­li­chen Anti­bio­ti­ka, Pol­len oder Bie­nen­brot für die Hyper­sen­si­bi­li­sie­rung von All­er­gi­kern oder Wachs für die Kos­me­tik­in­dus­trie. Wei­te­re Infos zur Lan­des­gar­ten­schau-Bewer­bung unter www.rw2028.de.