Bis zum Ende des sechsten Lebensjahrs, also überwiegend bis zur Einschulung, hatten 93 Prozent dieses Jahrgangs im Schwarzwald-Baar-Kreis den vollen Impfschutz, im Landkreis Tuttlingen 95 Prozent und im Landkreis Rottweil 94 Prozent. Foto: aok

Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. Welt­weit hat sich die Zahl der Masern­in­fek­tio­nen in der ers­ten Jah­res­hälf­te 2019 im Ver­gleich zu den ers­ten sechs Mona­ten 2018 ver­dop­pelt. Das hat die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO in der ver­gan­ge­nen Woche gemel­det. Grund genug für die AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg dem Impf­sta­tus in der Regi­on zu unter­su­chen, wie sie in einer Pres­se­mit­tei­lung infor­miert.

Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on STIKO des Robert-Koch-Insti­tuts emp­fiehlt, die Grund­im­mu­ni­sie­rung gegen Masern mit einer zwei­ma­li­gen Imp­fung inner­halb der ers­ten bei­den Lebens­jah­re abzu­schlie­ßen. Davon ist die Regi­on aber weit ent­fernt, wie man am Bei­spiel der heu­te Acht- bis Neun­jäh­ri­gen nach­voll­zie­hen kann. Laut KV-Impf­sur­veil­lan­ce wur­den von den 2010 Gebo­re­nen, die im neu­en Schul­jahr über­wie­gend in der drit­ten Klas­se sind, bei wei­tem nicht alle im emp­foh­le­nen Lebens­al­ter zwei­fach geimpft. Im Schwarz­wald-Baar-Kreis wur­den von die­ser Alters­grup­pe ledig­lich 71 Pro­zent in den ers­ten bei­den Lebens­jah­ren zwei­fach geimpft, im Land­kreis Tutt­lin­gen 60 Pro­zent und im Land­kreis Rott­weil sogar nur 48 Pro­zent.

Immer­hin: Die zwei­te Imp­fung wird oft nach­ge­holt. Bis zum Ende des sechs­ten Lebens­jahrs, also über­wie­gend bis zur Ein­schu­lung, hat­ten 93 Pro­zent die­ses Jahr­gangs im Schwarz­wald-Baar-Kreis den vol­len Impf­schutz, im Land­kreis Tutt­lin­gen 95 Pro­zent und im Land­kreis Rott­weil 94 Pro­zent. Vom Robert-Koch-Insti­tut wird als gene­rel­le Masern-Impf­quo­te 95 Pro­zent emp­foh­len. Dann kann sich das Virus nicht aus­brei­ten und die soge­nann­te Her­denim­mu­ni­tät ist sicher­ge­stellt. „Das ist nicht nur für den eige­nen Schutz wich­tig, son­dern schützt etwa auch Neu­ge­bo­re­ne oder kran­ke Men­schen mit noch nicht voll ent­wi­ckel­tem bezie­hungs­wei­se schwa­chem Immun­sys­tem“, meint Harald Ret­ten­mai­er, Stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer der AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. „Auch des­we­gen soll­te man auf einen voll­stän­di­gen Impf­schutz gegen Masern ach­ten und zwar recht­zei­tig.“