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Montag, 9. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Land­rats­amt will Bun­des­stra­ße 462 zwi­schen Dun­nin­gen und Rott­weil siche­rer machen

Landratsamt will Bundesstraße 462 zwischen Dunningen und Rottweil sicherer machen

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Nach den schwe­ren, teils töd­li­chen Unfäl­len auf dem Stre­cken­ab­schnitt will das Land­rats­amt die B 462 zwi­schen Dun­nin­gen und Rott­weil siche­rer machen. Das soll mit­tels eines Über­hol­ver­bots gesche­hen – aller­dings sieht die Behör­de Feh­ler beim Über­ho­len nicht als wesent­li­che Ursa­che. Viel­mehr soll die Auf­merk­sam­keit der Fah­rer etwa vom Han­dy weg auf die Stra­ße gelenkt wer­den.

Die Unfall­häu­fung auf der Stre­cke der B 462 zwi­schen der AS Dun­­­nin­­gen-West und der AS Rott­weil der A 81 im Lau­fe der ver­gan­ge­nen Mona­te und die damit ein­her­ge­hen­de brei­te öffent­li­che Wahr­neh­mung wur­den vom Land­rats­amt zum Anlass genom­men für eine Ver­kehrs­schau. Das teil­te die Behör­de mit.

Die Mit­glie­der der Ver­kehrs­schau­kom­mis­si­on, bestehend aus Ver­tre­tern des Stra­ßen­bau­last­trä­gers, der Stra­ßen­meis­te­rei­en, der Poli­zei und der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de, hät­ten die in dem Stre­cken­ab­schnitt befin­den­den Kno­ten­punk­te sowie die dazwi­schen lie­gen­den frei­en Stre­cken­ab­schnit­te in Augen­schein genom­men und unter Berück­sich­ti­gung der jewei­li­gen Unfall­la­ge auf mög­li­che stra­ßen­bau­li­che bezie­hungs­wei­se stra­ßen­ver­kehrs­recht­li­che Defi­zi­te über­prüft.

Fazit: Es habe sich nicht ver­mehrt um geschwin­­di­g­keits- oder über­hol­be­ding­te Unfäl­le gehan­delt. Inso­weit hät­ten Geschwin­dig­keits­be­schrän­kun­gen oder Über­hol­ver­bo­te den größ­ten Teil der Unfäl­le nicht ver­hin­dern kön­nen. Aus Fahrt­rich­tung Dun­nin­gen kom­mend kurz vor dem Hoch­wald wird aber anläss­lich der Ver­kehrs­schau das Über­hol­ver­bot gering­fü­gig vor­ge­zo­gen.

Viel­mehr sei bei der Unfall­aus­wer­tung fest­ge­stellt wor­den, dass in den meis­ten Fäl­len Unacht­sam­keit oder Ablen­kung unfall­ur­säch­lich gewe­sen sei.

Es gebe hier eine Ten­denz im Beson­de­ren, die auch Unter­su­chun­gen in ver­schie­de­nen Län­dern gezeigt hät­ten. ”Ablen­kung, sei es visu­el­ler (etwa durch das Bedie­nen eines Navi­ga­ti­ons­ge­rä­tes oder eines Smart­pho­nes), men­ta­ler (etwa durch Tele­fo­na­te) oder moto­ri­scher Art (so durch Essen oder Trin­ken) wur­de dabei als zuneh­men­de und oft unter­schätz­te Gefahr im Stra­ßen­ver­kehr gese­hen”, schreibt eine Spre­che­rin des Land­rats­amts. Die­ser Gefahr ver­su­che man ins­be­son­de­re durch ver­stärk­te Öffent­lich­keits­kam­pa­gnen, etwa des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums Baden-Wür­t­­te­m­berg unter www.watchout-bw.de, des Deut­schen Ver­kehrs­si­cher­heits­ra­tes oder des ADAC zu begeg­nen.

Auf dem kon­kre­ten Stre­cken­ab­schnitt der B 462 soll auf die­se Gefahr der Ablen­kung dem Ver­kehrs­teil­neh­mer zudem durch ein­gän­gi­ge Inhal­te auf Ban­nern an Brü­cken über die B 462 sowie auf den vor­han­de­nen Tafeln der Kreis­ver­kehrs­wacht hin­ge­wie­sen wer­den.

Des Wei­te­ren soll gege­be­nen­falls zunächst anhand einer Test­stre­cke über­prüft wer­den, ob das ablen­kungs­be­ding­te und oft unfall­ver­ur­sa­chen­de Abkom­men von der Fahr­bahn oder dem Rich­tungs­fahr­strei­fen durch eine modi­fi­zier­te Mar­kie­rung mit akus­ti­scher und hap­ti­scher Wahr­neh­mung unter­bun­den oder zumin­dest ent­schei­dend ver­rin­gert wer­den kann.

Dar­über hin­aus hat die Poli­zei ange­kün­digt, im Rah­men der Ver­kehrs­kon­trol­len auch ver­stärkt das The­ma ”Ablen­kung”, ins­be­son­de­re durch mobi­le elek­tro­ni­sche Gerä­te ins Visier zu neh­men. Sprich: Es wird in Zukunft ver­stärkt Han­dy­kon­trol­len an der B 462 zwi­schen Dun­nin­gen und Rott­weil geben.

 

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