Sulz: 14-jähriges Mädchen stirbt nach Rettung aus dem Neckar

Der Unfallort, der Neckar bei Sulz. Foto: Peter Arnegger

Poli­zei und Ret­tungs­dienst sind am Nach­mit­tag in Sulz an den Neckar geru­fen wor­den. Ein jun­ges Mäd­chen hat leb­los im Fluss getrie­ben. Die Ein­satz­kräf­te ret­te­ten sie zunächst – und kämpf­ten dann stun­den­lang um ihr Leben. Inzwi­schen befin­det sie sich auf dem Weg in eine Kli­nik in Tübin­gen. Nach Dar­stel­lung der Poli­zei war die jun­ge Frau zunächst mit einer Freun­din auf Inli­ne-Skates unter­wegs – um dann anschei­nend ohne Anlass in den Fluß zu gehen. UPDATE: Das Mäd­chen ist zwi­schen­zeit­lich im Kran­ken­haus ver­stor­ben. Das berich­te­te die Poli­zei am Sams­tag­mor­gen. 

Es han­delt sich nach Anga­ben der Poli­zei um eine 14-Jäh­ri­ge. Zeu­gen berich­ten, sie sei Schü­le­rin der ört­li­chen Werk­re­al­schu­le. Gemein­sam mit einer Freun­din war sie am Mit­tag am Neckar in Sulz.

Fotos: Peter Arn­eg­ger

Die 14-Jäh­ri­ge war mit ihrer 16-jäh­ri­gen Freun­din auf Inli­ne-Skates unter­wegs, so die Poli­zei in einer Mel­dung am Abend. Dabei sei einer Zeu­gin das unkon­trol­lier­te Ver­hal­ten der bei­den Jugend­li­chen auf­ge­fal­len. Die Pas­san­tin ver­stän­dig­te die Poli­zei.

Noch vor Ein­tref­fen der Ret­tungs­kräf­te stürz­te sich die 14-Jäh­ri­ge jedoch in die Flu­ten des Neckars, der zur­zeit viel Was­ser führt. Beim Ver­such, dies zu ver­hin­dern, wur­de die Zeu­gin offen­bar von dem Mäd­chen atta­ckiert.

Den kur­ze Zeit spä­ter am Unglücks­ort ein­tref­fen­den Ret­tungs­sa­ni­tä­tern gelang es, das im Was­ser trei­ben­de Mäd­chen fest­zu­hal­ten und mit wei­te­ren Hel­fern an Land zu brin­gen. Zunächst war die Feu­er­wehr hin­zu geru­fen wor­den, dann aber nicht mehr gebraucht. Deren Ein­satz­kräf­te bra­chen die Anfahrt ab. 

Unver­züg­lich wur­den Reani­mie­rungs­maß­nah­men ein­ge­lei­tet. Mitt­ler­wei­le ist die 14-Jäh­ri­ge ins Kli­ni­kum nach Tübin­gen ver­bracht wor­den. Lebens­ge­fahr besteht wei­ter­hin, so die Poli­zei am Abend. Die 16-jäh­ri­ge Freun­din sowie die Zeu­gin wur­den vor­sorg­lich ins Schwarz­wald-Baar-Kli­ni­kum ein­ge­lie­fert.

War­um das Mäd­chen offen­bar frei­wil­lig ins Was­ser ging, ist noch unklar. Bei bei­den Mäd­chen kann Dro­gen­ein­fluss nach der­zei­ti­gem Kennt­nis­stand nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Die Kri­mi­nal­po­li­zei über­nahm die wei­te­ren poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen.

Über meh­re­re Stun­den hin­weg kämp­fen Mit­ar­bei­ter des Roten Kreu­zes und die ein­ge­setz­ten vier Strei­fen­be­am­ten um ihr Leben.

Ein Hub­schrau­ber war zwi­schen­zeit­lich zum Sport­platz in Sulz beor­dert wor­den. Er hät­te die für den Trans­port sta­bi­li­sier­te 14-jäh­ri­ge nach Tübin­gen flie­gen sol­len. Die Ein­satz­kräf­te ent­schie­den sich nach gut zwei Stun­den dau­ern­den Maß­nah­men anders, der Ret­tungs­wa­gen über­nahm den Trans­port.

Zugleich hat der Kri­mi­nal­dau­er­dienst die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Eine ers­te Ver­mu­tung der Beam­ten deu­te auf einen leich­ten Dro­gen­kon­sum – die Poli­zei spricht gegen­über der NRWZ von Betäu­bungs­mit­teln – und even­tu­ell Alko­hol hin.