Wirtschaftsförderer in Rottweil: Freie Wähler wollen Diskussion um die Stelle

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Nachdem innerhalb von eineinhalb Jahren hat nun der dritte Wirtschaftsförderer (beziehungsweise die Förderin) aus persönlichen Gründen die Tätigkeit beendet hat, hat die Stadtratsfraktion der Freien Wähler Redebedarf. Bekanntlich geht der aktuelle Inhaber des Postens, Markus Finke. Die NRWZ hatte gestern darüber berichtet.

Die „Leitung der Wirtschaftsförderung wird neu ausgeschrieben“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung, die die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag verschickt hat. Die Stelle solle wieder neu ausgeschrieben und besetzt werden.

Alles wie bisher? Da möchten die Freien Wähler im Gemeinderat nicht mitmachen. Die Stadtratsfraktion „hält es jetzt für erforderlich, dass über die Struktur dieser Abteilung einmal grundsätzliche Überlegungen angestellt werden.“ Die Maßgabe: „Quo vadis Wirtschaftsförderung und Tourismus in der Stadt Rottweil?“ So steht es in einem Antrag an Oberbürgermeister Ralf Broß, den die Freien Wähler am Mittwoch vorgelegt haben.

„Diese Abteilung kostet die Stadt 1,4 Millionen Euro pro Jahr“, rechnet der Sprecher der Freien Wähler, Dr. Peter Schellenberg, vor. „Unsere Fraktion hat bereits in der Vergangenheit den entsprechenden Output für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bemängelt und eine zukunftsgerichtete wirtschaftlich erfolgreiche Ausrichtung für die Aufgaben dieser Abteilung gefordert“, schreibt er weiter. Mit dem nun vorgelegten Antrag soll ein neuerlicher Anlauf dazu genommen werden.

Und das mit dem folgenden Ziel: die Wirtschaftsförderung wieder als Stabsteile in die Verwaltung einzugliedern und den Aufgabenbereich Tourismus und Stadtmarketing in einen Eigenbetrieb auszugliedern.

Der Gemeinderat wird in einer der kommenden Sitzungen über diesen Antrag beraten.

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NRWZ-Redaktion
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