Neue Blicke auf die alte Stadt

Jürgen Reiter fotografiert Rottweil

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Jürgen "Jockel Reiter. Foto: al

Eigent­lich war Jür­gen Rei­ter auf der Pirsch nach einer beson­de­ren Mor­gen­stim­mung in Rott­weil. Nach dem schmei­cheln­den Licht der „gol­de­nen Stun­de”, das Früh­auf­ste­her unter Foto­gra­fen belohnt und selbst Alt­be­kann­tem einen Zau­ber ver­lei­hen kann.

Damit woll­te er, nach­dem bereits eine Serie mit Schwarz­weiß-Moti­ven von der Kern­stadt auf enor­me Reso­nanz gesto­ßen war, dem alten Rott­weil wie­der neue, erfri­schen­de Per­spek­ti­ven abluch­sen. Beim erwar­tungs­vol­len Blick nach oben sah Jür­gen Rei­ter aber nicht nur das all­mäh­lich die Gas­sen auf­we­cken­de Däm­mer­licht.

Er ent­deck­te ver­steck­te, spre­chen­de Details und Bezü­ge: Farb­spie­le, Orna­men­te an einer Trau­fe, ein klei­nes Kon­ter­fei. Und das alles ohne stö­ren­des Bei­werk. Son­dern makel­los aus­ge­stanzt vor einem in aller Herr­gotts­fro­he azur­blau auf­glü­hen­den Herbst­him­mel. Da war er plötz­lich auf Umwe­gen wie­der: Der neue Blick auf Alt­be­kann­tes.

Was der erfah­re­ne Gra­fi­ker und Wer­ber, den es zuneh­mend zur Foto­gra­fie und frei­en Kunst drängt, ent­deckt hat, kann ab 15. Febru­ar im Alten Rat­haus bestaunt wer­den. Zeit­gleich zur Aus­stel­lung mit dem Titel „upsi­de town” erscheint mit den Moti­ven ein Kalen­der, der sich an der Rott­wei­ler Zeit­rech­nung ori­en­tiert und von Fas­net zu Fas­net reicht.

Info: Die Aus­stel­lung wird am 14. Febru­ar um 18 Uhr eröff­net und ist bis 8. März zu sehen. 

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