FDP-Aschermittwoch in Flözlingen: Karrais und Schweickert fordern weniger Bürokratie

Beim politischen Aschermittwoch der FDP in Flözlingen haben Daniel Karrais und Erik Schweickert vor allem eines gefordert: weniger Bürokratie. In der Brauerei-Gaststätte „Hirschen“ diskutierten sie mit den Gästen über langsam arbeitende Verwaltungen, absurde Regeln und ihre politischen Gegenrezepte.

Politischer Aschermittwoch der FDP im „Hirschen“ in Flözlingen: Landtagsabgeordneter Daniel Karrais (links) und Erik Schweickert setzen auf Bürokratieabbau und mehr Vertrauen in die Bürger. Foto: pm
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Flözlingen – Beim politischen Aschermittwoch der FDP in der Brauerei-Gaststätte „Hirschen“ ist der Abbau von Bürokratie in Verwaltung und Politik als eines der zentralen Themen der Liberalen im Landkreis Rottweil hervorgehoben worden.

Gastgeber war der Landtagsabgeordnete Daniel Karrais, der den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Landtag, Erik Schweickert, als Hauptredner begrüßte.

Karrais eröffnete den Abend mit einem Gedanken zum Aschermittwoch als Tag des Verzichts – und verband das mit einem Appell, sich von überflüssigen Vorschriften und Detailregeln zu lösen. Auf seiner jüngsten „Heimatliebe-Tour“ durch den Landkreis sei deutlich geworden, wie sehr Bürgerinnen und Bürger unter langwierigen Verfahren und komplizierten Auflagen litten. „Wer bewusst verzichtet, schafft Raum für Dynamik und neue Gestaltungskraft“, sagte Karrais.

Er forderte, Entscheidungen wieder stärker vor Ort zu treffen und damit Verwaltung zu verschlanken. Regierungspräsidien und Regionalverbände wolle er abschaffen; die eingesparten Mittel von jährlich rund 720 Millionen Euro könnten, so sein Vorschlag, in Kitas, Schulen und Infrastruktur investiert werden.
Erik Schweickert knüpfte an die Kritik an und warb für mehr Vertrauen des Staates in seine Bürgerinnen und Bürger. „Der Bürger ist kein unmündiges Kind“, sagte er. Anhand der kommunalen Verpackungssteuer, bei der teils sogar die Temperatur eines Brötchens über Steuerpflicht entscheide, verdeutlichte Schweickert, wie ausufernde Regelungen zu Frust und Unverständnis führten.

Inhaltlich setzte er drei Schwerpunkte: Migration müsse so gestaltet sein, dass Arbeitswillige bleiben dürften, Schulen bräuchten ausreichend Lehrkräfte, und die Wirtschaft müsse wettbewerbsfähig bleiben. Dafür sehe er Chancen in einem „bürgerlichen Bündnis“ aus CDU, FDP und „zur Not auch SPD“.

Der Abend endete mit einer offenen Diskussion. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen – laut Organisatoren ein engagierter und lebendiger Auftakt in die politische Debatte nach der Fasnetszeit.

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