Rottweil. Der Auftritt des CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel beim Neujahrsempfang in Rottweil sorgt auf der Facebook-Seite der NRWZ für lebhafte Diskussionen. Die 33 Kommentare zum Beitrag über Hagels Rede zeichnen ein stark polarisiertes Stimmungsbild – zwischen begeisterter Zustimmung und deutlicher Ablehnung.
„Starker Auftritt von unserem nächsten Ministerpräsidenten!“ – Dieser enthusiastische Kommentar erhielt mit 23 Reaktionen die meiste Zustimmung. Andere Unterstützer äußerten sich zuversichtlich: „Wenn es einer schafft, dann Manuel Hagel.“ Gelobt wurde vor allem Hagels lösungsorientierter Ansatz. Ein ausführlicher Kommentar hebt hervor, dass der Kandidat wirtschaftliche Stärke mit sozialer Verantwortung und Klimaschutz verbinden wolle.
Die Gegenseite zeigte sich deutlich kritischer. „Schwarz/Grün hat Ba-Wü nicht gut getan. Zeit für was neues!“, schreibt eine Nutzerin, deren Kommentar 17 Reaktionen erhielt. Schärfer noch fällt die Einschätzung aus: „War mal ein geiles Land – wird’s aber mit diesem Buäle nicht wieder werden!“ Der Kommentator bezeichnet Hagel als „typischen Einwegkandidaten“, der bei einer Niederlage „wie Verpackungsmüll entsorgt“ werde.
Konkrete Sachkritik richtet sich gegen die bisherige Wirtschaftspolitik der CDU in Baden-Württemberg. Ein Nutzer vermisst wirtschaftlichen Aufschwung unter Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut: „Was viele in ihrer Leistung in den Jahren gutes sehen, sorry tut mir Leid, aber ich erkenne da nichts.“
Kritisch setzt sich ein weiterer ausführlicher Kommentar mit dem Thema Sicherheit auseinander. Der Nutzer lehnt „totale Überwachung“ ab und kritisiert die Abschiebepolitik. Die Grünen seien nicht an allen Problemen schuld, schließlich hätten sie nicht 15 Jahre im Bund regiert, merkt er ironisch an.
Die Reaktionsstatistik des Beitrags spiegelt die Spaltung wider: 24 „Gefällt mir“, 18 „Haha“ und 3 „Wütend“-Reaktionen zeigen, dass Hagels Auftritt die Nutzer nicht gleichgültig lässt. Die Diskussion dreht sich dabei um zentrale Themen wie Wirtschaftspolitik, Sicherheit, Klimaschutz und die grundsätzliche Richtung Baden-Württembergs.
Während Befürworter in Manuel Hagel den Hoffnungsträger für eine zukunftsfähige Politik sehen, zweifeln Kritiker an seiner Eignung und der bisherigen Bilanz der schwarz-grünen Koalition. Ein Kommentator bringt die Unentschlossenheit mancher Wähler auf den Punkt: „Den brauchen wir nicht. Selbst verliebt. Es gibt nur ein Kreuz an der richtigen Stelle. Oder auch keines.“



