6,75 Millionen Euro für Städte und Gemeinden im Kreis Rottweil

Land fördert Sanierungsgebiete, Ortskerne und Innenstädte – Rottweil erhält größten Einzelbetrag

Autor / Quelle:
Lesezeit 3 Min.
Altes Rathaus in Rottweil. (Foto: Stadt Rottweil / Hermann).

Der Landkreis Rottweil profitiert kräftig vom Städtebauförderprogramm des Landes: Insgesamt 6,75 Millionen Euro fließen 2026 in laufende und neue Maßnahmen zur städtebaulichen Erneuerung. Das teilt der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Teufel mit.

„Bezahlbarer Wohnraum und lebendige Innenstädte zählen zu den großen Aufgaben unserer Zeit“, so Teufel. Mit der Städtebauförderung unterstütze das Land die Kommunen dabei, Ortskerne zu modernisieren, Wohnraum zu schaffen und die Lebensqualität vor Ort zu stärken. „Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Rottweil im Rahmen der Fördermaßnahme insgesamt 6,75 Millionen Euro erhält. Das ist eine richtig gute Nachricht für die Gemeinden.“

Rottweil erhält größten Anteil

Den größten Einzelbetrag bekommt die Kreisstadt Rottweil: 3,5 Millionen Euro sind für die Stadtmitte vorgesehen. Das Geld dient als Aufstockung für ein bereits laufendes städtebauliches Erneuerungsgebiet.

Auch andere Kommunen im Kreis profitieren von zusätzlichen Finanzhilfen für bestehende Sanierungsgebiete oder neue Entwicklungsmaßnahmen.

Diese Kommunen profitieren

Die Mittel verteilen sich laut Mitteilung wie folgt:

  • Herrenzimmern: 100.000 Euro für die Ortsmitte
  • Deißlingen: 500.000 Euro für die „Neue Ortsmitte“
  • Dornhan: 500.000 Euro für die Malischstraße – hier startet eine neue Maßnahme zur Entwicklung der Ortsmitte, inklusive Sanierung bestehender Gebäude und Aktivierung von Leerständen
  • Fluorn-Winzeln: 300.000 Euro für den Ortskern Winzeln
  • Oberndorf am Neckar: 400.000 Euro für die Talstadt
  • Schiltach: 500.000 Euro für die Innenstadt
  • Schramberg: 250.000 Euro für das Gebiet Sängerstraße/Am Brestenberg
  • Sulz am Neckar: 300.000 Euro für Bergfelden
  • Vöhringen: 400.000 Euro für den Ortskern III

In fast allen Fällen handelt es sich um Finanzhilfeerhöhungen für bereits laufende Sanierungsgebiete. Ziel ist es, Ortskerne aufzuwerten, Leerstände zu reduzieren und neue Nutzungen – auch für Wohnen – zu ermöglichen.

Land setzt auf langfristige Stadtentwicklung

Hintergrund ist das landesweite Städtebauförderprogramm, mit dem Baden-Württemberg 2026 insgesamt 319 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in 283 Kommunen unterstützt. Darunter sind 57 neue Projekte und 262 bestehende Sanierungsgebiete, die zusätzliche Mittel erhalten. Das Gesamtfördervolumen beträgt 270,6 Millionen Euro, rund 104 Millionen Euro davon kommen vom Bund.

Die Städtebauförderung gilt seit Jahrzehnten als zentrales Instrument der Stadtentwicklung. Gefördert werden unter anderem die Schaffung von Grünanlagen, barrierearme Zugänge, neue Treffpunkte, die Modernisierung von Gebäuden sowie soziale Infrastruktur wie Spielplätze oder Kindergärten.

Nach Angaben des Landes wurden seit 1971 in Baden-Württemberg bereits mehr als 900 Kommunen in über 3.400 Sanierungs- und Entwicklungsgebieten unterstützt. Dafür standen über 9 Milliarden Euro an Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen