Narrensprung im Regen: So hart trifft das Schmuddel-Wetter die Rottweiler Fasnet 2026

Nasse Gassen, kalter Wind, volles Programm: Warum der Narrensprung trotzdem stattfindet – und wie sich Narren und Zuschauer jetzt wappnen sollten.

Narren in Rottweil und Umgebung müssen sich an den kommenden Fastnachtstagen auf überwiegend nasskaltes, windiges Wetter mit zeitweiligem Regen und örtlich Schneeregen einstellen.

Wetterprognose für die Fastnachtstage bis Aschermittwoch

Von Samstag, 14. Februar, bis Aschermittwoch, 18. Februar 2026, dominieren in der Region Rottweil Temperaturen im einstelligen Plusbereich bei meist dichten Wolken. Immer wieder fällt Niederschlag, teils als Regen, teils als Schneeregen, wobei nur kurze trockene Abschnitte zu erwarten sind.

Fasnetswochenende: nasskalt mit Wind

Am Samstag liegen die Höchstwerte in Rottweil nur bei etwa 3 bis 4 Grad, dazu ist es den ganzen Tag über überwiegend grau mit hoher Regen- beziehungsweise Schneeregenwahrscheinlichkeit. Ein frischer Wind mit Böen bis in den Bereich von etwa 40 bis 50 Stundenkilometern lässt die gefühlten Temperaturen deutlich unter den Messwerten liegen.

Am Fasnetssonntag bleibt es ähnlich ungemütlich. Die Luft bleibt nasskalt und wechselhaft, mit weiteren Schauern aus tiefen Wolkenfeldern. Die Schneefallgrenze pendelt dabei im südwestdeutschen Raum im Hügel- und höheren Schwarzwaldbereich. In den Tallagen der Region Rottweil fällt überwiegend Regen.

Fasnetsmontag und Narrensprung

Zum Fasnetsmontag, an dem in Rottweil traditionell der Narrensprung für tausende Narren und Besucher auf dem Programm steht, setzt sich die Serie der unbeständigen Tage fort. Die Prognosen zeigen um 4 Grad am Tag, dazu anhaltende Niederschläge und lebhaften Wind, was für nasse Pflastersteine und rutschige Stellen sorgen kann.

Wer den Narrensprung und die Straßenfasnet verfolgen will, sollte mit regenfester, warmer Kleidung, wasserdichten Schuhen und Kopfbedeckung planen. Gerade bei längeren Standzeiten in Gassen und an Engpässen droht bei Nässe und Wind die Auskühlung schneller als gedacht.

Fastnachtsdienstag und Aschermittwoch

Am Fastnachtsdienstag steigen die Temperaturen in der Region leicht an und erreichen um 6 Grad, doch gleichzeitig bleibt die Regenwahrscheinlichkeit hoch. Der Wind bleibt spürbar, wodurch sich die Witterung für Zuschauer und Narren weiterhin eher ungemütlich anfühlt.

Zum Aschermittwoch deutet sich kein rascher Wetterumschwung an: Es bleibt wechselhaft, mit weiterem Regen, Höchstwerten um 8 Grad und zeitweise auffrischendem Wind. Damit endet auch meteorologisch eine Fastnacht, die eher durch Schirme, Mützen und wetterfeste Mäntel als durch Sonnenbrillen geprägt sein dürfte.

Tipps für Narren und Besucher

  • Mehrschichtige, warme Kleidung einplanen, die auch bei Regen schützt, etwa Funktionsunterwäsche unter dem Kleidle oder Häs.
  • Wasserdichte, rutschfeste Schuhe tragen, da Straßenzüge und Treppen nass und glatt werden können.
  • Empfindliche Kostüme und Masken möglichst gegen Dauerregen schützen, etwa mit Umhängen oder Regen-Capes für die Wartezeit.
  • Heiße Getränke, Zwischenaufenthalte in Wirtshäusern sowie Besen und kurze Aufwärmpausen einplanen, um Erkältungen vorzubeugen.

Der vorhergesagte nasskalte, windige Mix aus Regen und Schneeregen dürfte den Narrensprung 2026 zwar nicht gefährden, ihn aber deutlich ungemütlicher und anstrengender für Narren und Publikum machen.

Belastung für Narren und Kleidle

Die mehrere Stunden dauernden Sprünge – am Montag rund dreieinhalb Stunden, am Dienstag zwei Sprünge – finden komplett im Freien statt, sodass Narren dem Wetter praktisch dauerhaft ausgesetzt sind. Bei Temperaturen um oder knapp über dem Gefrierpunkt, Windböen um 40 Stundenkilometer und hoher Niederschlagswahrscheinlichkeit kühlen die Träger der oft schweren Narrenkleider deutlich schneller aus.

Feuchte Kleidle, Larvenpolster und Handschuhe können durch Regen und Schneeregen schwerer werden und scheuern, gerade beim dichten Gedränge d’Stadt nab. Empfohlen wird deshalb wärmende, möglichst atmungsaktive Unterkleidung unter dem Kleidle, etwa Funktionswäsche, um Schweiß und Nässe besser abzuführen.

Auswirkungen auf Zuschauer und Innenstadt

Zehntausende Zuschauer säumen traditionell die engen Gassen der Rottweiler Innenstadt, viele stehen stundenlang an derselben Stelle. Bei nassen Pflastersteinen und Treppen steigt das Rutschrisiko – insbesondere dort, wo Schirme, Kinderwagen und eng stehende Menschen den Bewegungsraum zusätzlich einschränken.

Regenschirme schränken die Sicht ein und können im Gedränge stören, weshalb wetterfeste Kapuzen und Mützen die praktischere Wahl sind. Wer den ersten Glockenschlag um 8 Uhr und den kompletten Sprung verfolgen will, sollte mehrere Kleidungsschichten, wasserdichte Schuhe und ggf. eine Thermoskanne mit heißem Getränk einplanen.

Organisation, Sicherheit und Live-Angebote

Die Narrenzunft und Stadt verweisen ohnehin auf warme, wetterfeste Kleidung und bitten um Rücksichtnahme – das gilt bei nasser Witterung umso mehr, weil Rettungswege frei und Stolperstellen minimiert werden müssen. Zusätzlich kann es bei stärkerem Regen zu kurzfristigen Anpassungen etwa bei Technik, Kamerastandorten oder einzelnen Programmpunkten kommen, ohne dass der Narrensprung als solcher infrage steht.

Wer sich dem Dauerregen nicht aussetzen möchte, hat 2026 mit den angebotenen Livestreams eine Alternative: Medien übertragen den Narrensprung in voller Länge im Netz, teils mit Blick aufs Schwarze Tor. So können auch wetterempfindliche Besucher oder Familien mit kleinen Kindern das Geschehen verfolgen, während sich die Innenstadt vor allem mit wetterfesten „Hardcore‑Narren“ füllt.

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