Rottweil. Der CDU-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion, Stefan Teufel, hat die Seniorenassistenz Schmetterling in Rottweil besucht. Vor Ort informierte er sich über die Arbeit des Unternehmens, das mit derzeit 35 Vollzeitkräften rund 700 Seniorinnen und Senioren in der Region betreut. Geschäftsführer Alexander Kaiser und Teamleiterin Ilona Weissherr stellten ihm die verschiedenen Angebote der ambulanten Betreuung vor.
„Gerade im ländlichen Raum ist diese Form der Unterstützung ein unverzichtbarer Baustein, um Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter möglichst lange zu erhalten“, sagte Kaiser. Teufel zeigte sich beeindruckt: „Die Seniorenassistenz Schmetterling verdeutlicht, wie wichtig niedrigschwellige, alltagsnahe Hilfen für ältere Menschen sind. Das ist gelebte Verantwortung vor Ort.“
Im Gespräch betonte Teufel die Bedeutung von Eigenverantwortung in der Pflege. „Wir müssen wieder stärker darauf setzen, was Menschen selbst leisten können – mit Unterstützung, aber nicht mit Bevormundung. Unsere sozialen Sicherungssysteme werden künftig nicht alles auffangen können“, so der Rottweiler Abgeordnete. Angebote wie die Seniorenassistenz seien deshalb ein zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Betreuung.
Positiv bewertete Teufel außerdem den Ausbau der Kurzzeitpflegeplätze durch das Land. Diese seien eine wichtige Entlastung für pflegende Angehörige und trügen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf bei. „Kurzzeitpflege ermöglicht es Familien, einmal durchzuatmen und neue Kraft zu schöpfen“, sagte er.
Ein weiterer Punkt des Austauschs war der berufliche Einstieg in die Seniorenassistenz. Nach einer Schulung ist der Tätigkeitsbeginn möglich – eine Chance auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, betonte Teufel. Handlungsbedarf sieht er jedoch bei der Entlohnung: „Die Vergütung sollte einheitlicher und transparenter geregelt werden, um den Beruf langfristig attraktiv zu halten.“
Zum Abschluss dankte Teufel den Beschäftigten der Seniorenassistenz Schmetterling für ihr Engagement: „Hier wird täglich Verantwortung übernommen – für Menschen, für Familien und für unsere Gesellschaft. Solche Strukturen brauchen wir, um Pflege und Betreuung menschlich und verlässlich zu gestalten.“



