SCHRAMBERG – Das plötzliche Fischsterben Ende September in etlichen Fischteichen und Bächen geht möglicherweise auf das damals herrschende Wetter zurück. Das ist das Ergebnis der pathologischen Untersuchung der im Landkreis Rottweil verendeten Fische am Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg.

- Anzeige -
- Anzeige -

Wie berichtet hatten Fischervereine, Forellenzüchter und Behördenvertreter im Kreis Rottweil aus sechs Teichen und Bächen ungewöhnlich viele tote Fische geborgen. Aber auch im Kreis Freudenstadt in Schopfloch starben in einem Fischteich Forellen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis wurden in VS-Rietheim und in Bräunlingen tote Fische gemeldet. Im Zollernalbkreis untersuchen die Behörden zwei Fischsterben in Burladingen und Hechingen.

Sediment verstopft die Kiemen

Die Wissenschaftler in Freiburg haben ihre Untersuchungen nun abgeschlossen, Brigitte Stein, Sprecherin des Landratsamtes Rottweil berichtet: „Bei den untersuchten Fischen ergaben sich keine Hinweise auf Infektionskrankheiten als Ursache für das Fischsterben; die virologischen und parasitologischen Untersuchungen waren allesamt negativ.“ Die Wissenschaftler hätten lediglich eine auffällige Verlegung der Kiemenoberflächen mit Sediment gefunden. Zu deutsch: Schlammteilchen haben die Kiemen verstopft.

Wenn es heftig stürmt und Starkregen niedergeht, werde das Sediment in den Bächen und Teichen aufgewühlt und könne so verstärkt in die Kiemen der Fische gelangen und diese verletzen. Die Folge: Die Sauerstoffaufnahme  wird stark gestört. Weil die Ausgangskondition der Fische wegen des aktuell wasserarmen Sommers schon geschwächt war, könnte dies bei den bereits gestressten Fischen bis zum akuten Verenden geführt haben.